Gestern bei "Martin Rütters Helden auf vier Pfoten" konnte man sehen, dass Rütter insgesamt nicht so viel Ahnung von Hundesport hat bzw. davon auch nicht unbedingt viel hält.
Vorgestellt wurde ein Agi-Hund beim größten Agi-Turnier der USA. Und da hat Rütter kritisiert, dass dieser vor dem Lauf "hochgradig gestresst" war - klar, große Halle, viele fremde Hunde und Menschen. Und der Hund weiß, dass er gleich Leistung bringen darf, vmtl. wurde er bereits warm gemacht und mit einem Spielzeug aufgepuscht. Da ist es normal, dass der Hund unter Anspannung steht.
Nach dem Parcours sagte dann die Halterin, dass sie einen Führfehler gemacht hat und der Hund deshalb falsch gelaufen ist. Da lobte Rütter die Halterin sehr dafür, dass sie das gemerkt hat. Nunja. Im Agi hast du entweder sehr schnell einen Blick dafür, was ein Führfehler war (und welcher), weil du sonst den Hund demotivierst und es nichtmal bis zu einem Einsteiger-Turnier schaffst. Das heißt, in der Liga, in der die Hunde dort gelaufen sind, ist es ganz normal, dass man die eigenen Fehler erkennt.
Später wurde ein Suchhund für verletzte Menschen (ich schätze Trümmer- und Flächensuchhund) gezeigt und der war vor dem Einsatz in praktisch der gleichen Erregungslage wie der Agi-Hund - da hat Rütter den Stress nicht kritisiert.
Ich glaube, dass Rütter nicht so recht nachvollziehen kann, dass Menschen Spaß daran haben, einen Sport mit ihrem Hund intensiv auszuüben und sich dabei auch mit anderen zu messen.
Natürlich kann sowas auch vereinzelt zu schlimmen Auswüchsen führen und Ehrgeiz auf Kosten der Tiere führen. Aber solange es im Hobbybereich bleibt, sind das wirklich einzelne Ausnahmen und die meisten gehen gut mit ihren Tieren um - und die Tiere führen außerhalb der Sportveranstaltungen ein ganz normales Leben.