Beiträge von l'eau

    Wir haben mit ihm mehrmals einen kleinen Ausflug gemacht zu einer Wiese, wo er an langer Leine herumgelaufen ist und nebenbei wurde ein wenig gespielt.

    Dein Welpe sollte die meiste Zeit des Spaziergangs (abgesehen von Löserunden, wenn man keinen Garten hat/nicht möchte, dass der Welpe sich dort löst) ohne Leine laufen können (außer er gehört zu den seltenen Exemplaren ohne Folgetrieb, dann gehört ggf. eine lange, leichte Leine dran). Das Laufen an der Leine ist für den Hundekörper - egal wie sehr sich der Mensch nach dem Hund richten mag - immer anstrengender als das freie Laufen.

    Wie spielt ihr mit eurem Welpen?


    Bzgl. Hundebegegnungen: bitte beachtet, dass ihr eine Rasse habt, die als erwachsener Hund andre Hunde sehr wahrscheinlich überflüssig bis kacke finden wird. Also müsst ihr dem Welpen jetzt vermittelt bekommen, dass er sich nicht mit jedem fremden Hund befassen muss. Zufallskontakte beim Gassi sollte man da eher nicht zulassen bzw. erst nach kurzer Absprache mit dem Halter und dann nur mit wirklich welpen-verträglichen Hunden - weil, wenn dein Hund erstmal fremde Hunde als aufdringlich, nervig, blöd usw. abgespeichert hat, dann hast du ca. ab der Junghundephase einen Hund, der andren Hunden selbstständig die Meinung geigt...

    Euer Welpe ist völlig überdreht.

    Er ist jetzt 15 Wochen alt und hat schon einige Kommandos drauf.

    Das ist zu viel. Viel zu viel.

    Euer Welpe ist vor gerade mal zwei Wochen von seinem gewohnten Umfeld in euer Leben versetzt worden. Je nachdem, was er im Züchterhaushalt (er kommt vom ordentlichen Züchter?) kennengelernt hat und was nicht, ist die Umstellung größer oder kleiner. Weißt du, wie sein Tagesablauf bisher aussah?

    Wir versuchen ihn bis zu seinem Mittag zu beruhigen mit Streicheleinheiten und Kauartikeln, aber wie gesagt, es klappt alles nicht. Wenn man ihm keine Beachtung schenkt, springt er förmlich die Wände hoch und nimmt die ganze Wohnung auseinander,

    Nehmt die Aufmerksamkeit weg vom Welpen. Es stresst einen Hund, wenn er dauerhaft im Fokus seiner Menschen ist. Dazu den Hund nicht ignorieren (das funktioniert ohnehin nicht), sondern dem Welpen klar machen, dass er jetzt eben grad keine Aufmerksamkeit bekommen kann, sondern ihr jetzt mit was andrem beschäftigen seid - damit das glaubwürdig ist, sich derweil tatsächlich mit was andrem beschäftigen.

    Hat euer Welpe ein Hundebett/einen Ruhebereich - den er auch tatsächlich als solchen annimmt?

    Streicheleinheiten sind meist nicht dazu geeignet einen Welpen zu beruhigen. Kauartikel können aufgrund des vielen Proteins auf Dauer auch zur Überdrehtheit führen.


    Morgens nach dem Aufstehen geht einer mit dem Hund 10min Gassi und danach legt er sich wieder hin und ruht. Später bekommt er Frühstück und es geht nochmal raus für 15min.

    Versteh ich das richtig, dass ihr mit dem Hund nie länger als 15 Minuten raus kommt? Dann ist es kein Wunder, dass der kleine drinnen tobt. Ein Welpe muss rennen und toben können - im eigenen Tempo; nicht durch geworfene Gegenstände o.ä. animiert -, verschiedene Untergründe erkunden, die Umwelt kennen lernen.

    Hat euer Welpe Kontakt zu anderen Hunden? Gleichwertigen Spielpartnern?

    Bei mir lief es so: Züchterin angeschrieben, weil ich den Whippet mal kennen lernen wollte, mit ihr Gassi gewesen, gequatscht. Dann noch ein paar mal getroffen und ich hätte gern einen Welpen einer ihrer Hündinnen gehabt (die aber noch nicht belegt war).

    Dann mal nur zum Gucken zu einer andren Züchterin gefahren (Erstkontakt auch schriftlich). Zack, Welpen aufs Auge gedrückt bekommen :p

    Im Nachhinein betrachtet, das beste was mir passieren konnte - zumal die Hündin der anderen Züchterin leer blieb (ebenso beim nächsten Versuch).

    Die erste Züchterin vergibt ihre Welpen nach Warteliste. Bei der zweiten Züchterin ist es so, dass sie zwar Interessenten "sammelt", aber nach zu dem individuellen Welpen passendem Platz vergibt - egal, ob man sich schon 1 Jahr vorher oder erst zum Wurf bei ihr gemeldet hat.


    Grundsätzlich würde ich es schon so machen, dass ich bereits vorher Kontakt zum Züchter aufnehme und mir dessen Hunde vorher anschaue; ob die charakterlich das sind, was ich möchte, denn auch innerhalb der Rasse gibt es hier durchaus Unterschiede, und ob sie auch epigenetisch zumindest in die richtige Richtung gehen (ein Züchter, der seine Hunde nicht erzieht und trainiert, wäre bei mir raus).

    Wenn wir schon bei im Garten Wildtiere killenden Monsterhunden sind: Einem Bekannten ist etwas Ähnliches passiert. Durch seinen Garten fließt ein Bach. Der Hund springt in den Bach, packt einen Biber (woher der auch immer gekommen ist), bricht ihm das Genick und bringt ihn freudestrahlend zu Herrchen, der aus allen Wolken fällt. Just in dem Moment, wo mein Bekannter mit einem toten Biber in der Hand im Garten stand, ging ein Fußgänger am Zaun entlang . Dieser hat Anzeige erstattet, deswegen darf er den Vorfall jetzt der Behörde erklären.

    :shocked: Wie groß war der Hund? oder war's noch ein junger Biber?

    Im Zoo hab ich mal Biber aus nächster Nähe gesehen und das sind ja schon ganz schön große Oschis (und nachdem ich dann noch gehört habe, wie gefährlich Biber für Hunde sein können, hoffe ich doch, in freier Wildbahn keinem zu begegnen).

    So oder so eine sehr ungünstige Situation - auch im Garten bleibt es Wilderei und zudem ist der Biber auch noch besonders geschützt... Ich drück deinem Bekannten und seinem Hund die Daumen, dass das glimpflich für sie ausgeht!

    mal ne andere Frage muss ich für evtl. Schäden haften, wenn ein anderer Hund, hier von meinen Nachbarn während ich zum Beispiel rausgehen will in meine Wohnung flitzt?

    Hört sich doof an, aber wir teilen uns 1 Treppenhaus und die andere Partei lässt ihre Hunde immer unangeleint die Treppe runterflitzen und die kleine Labbimixdame hat es gestern zum zweiten Mal geschafft zum Futternapf zu laufen. Noch ist nie was passiert, aber die lütte wiegt nur 8 kg.

    Müssten da nicht die Nachbarn haften?

    ich glaube, Thor meint, wenn sein Hund dem andren dann erklärt, in wessen Wohnung er sich gerade aufhält... Also mein Rechtsempfinden sagt, dass da der andre Halter schuld ist, weil er seinen Hund unbeaufsichtigt hat rumturnen lassen. Allerdings gibt es noch sowas wie eine Tiergefahr, also könnte da durchaus eine Teilschuld zum Tragen kommen...