Beiträge von l'eau

    nun, im ersten Beitrag zu dem Thema wurde eben bedürfnisorientiert so genannt, dass man gleichzeitig keine aversive/negative Erziehung einsetzt. Darauf bezog sich dann auch mein Post.

    Denn das ist das Problem (bei Hunden wie Jin). Würde ich Jin bei Fehlverhalten mit einem positiven Abbruch (wie dem Geschirrgriff) setzen, wäre das für Jin nur ein Signal, das Fehlverhalten noch öfters zu zeigen - es lohnt sich ja schließlich, weil sie dafür Lob, Kekse, Spielzeug etc. bekommt.

    Genau diesen Fehler hab ich nämlich bei der jugendlichen Jin einmal gemacht. 2x Geschirrgriff beim Mobben von Puck und ich habe Jahre (!) gebraucht, um ihr dieses Mobben wieder abzugewöhnen - ganz in den Griff hab ich das schließlich mit einer sehr massiven Strafe bekommen (hätte ich die früher gesetzt, hätten wir daran nicht Jahre rumgedoktert - aber so heftig zu reagieren, noch dazu gegenüber einem Lebewesen, das ich gern habe, ist mir nicht leicht gefallen). Nur nötig, weil ich damals so naiv war, der Wattebausch-Trainerin zu glauben, dass der Geschirrgriff das Allheilmittel für alle Art von unerwünschten Verhaltensweisen ist.

    Diese positiven Abbrüche funktionieren doch im Prinzip nur, wenn man sie einsetzt, bevor der Hund das Fehlverhalten zeigt - was meiner Erfahrung nach aber an der normalen Lebenswirklichkeit meilenweit vorbei geht. Evtl. funktionieren sie noch bei dummen Hunden/Hunden die keine Verhaltensketten bilden. Jin bildet sogar Verhaltensketten daraus, dass sie auf bestimmtes Jagdverhalten zurückgerufen und belohnt wird - und probiert dann dieses Verhalten öfters zu zeigen und damit mehr Belohnung abzugreifen. Sehr witzig ist ihr enttäuschter Blick, wenn ich dann nicht drauf reagiere oder einen Abbruch setze (je nach Umgebung - ignorieren geht halt nur, wenn keine Gefahr besteht, dass sie über Wild stolpern könnte).


    Prinzipiell erziehe ich Jin bedürfnisorientiert. Anders wäre bei ihr (wie bei vielen andren Hunden auch ) gar nicht möglich (jedenfalls nicht, ohne sie zu brechen). Und auch in meinem Umfeld kenne ich eigentlich nur HH, die sich an den Bedürfnissen ihrer Hunde orientieren. Genauso, wie die Hunde sich an den Bedürfnissen ihrer Menschen orientieren.

    Wir sind beide soziale Spezies, die gerne in (Klein-)Gruppen leben. Und so sind sowohl Hund als auch Mensch auf die Bedürfnisse des Sozialpartners angepasst.


    Edit:

    Sobald ich erkennen kann, dass er einen Geruch wahrnimmt, lobe ich ihn dafür, locke ihn zu mir und es gibt Leckerchen. Früher habe ich in dieser Situation mit "Ääääh" oder "Na!" (scharf betont) reagiert, also negativ.

    Ich beneide jeden, bei dem das funktioniert! Habe ich bei Jin auch eine Weile praktiziert - führt bei ihr dazu, dass sie praktisch nur noch in den Wald starrt und nach belohnungswürdigen Situationen schaut/so tut, als sei sie in einer. Was eben auch die Gefahr erhöht, dass sie tatsächlich was sieht und sie sowieso immer unentspannter werden lässt. Ich belohne also mittlerweile eher das Abwenden von Reizen. Das Anzeigen nur noch ganz selten, wenn ich mir absolut sicher bin, dass da jetzt ein großer Reiz ist.

    Jin fragt, wo sie für diese bedürfnisorientierte Erziehung hin muss. Ihr Frauchen hat leider rausbekommen, dass sie Jagdsequenzen in Richtung Gebüsch nur antäuscht und anstatt einen Rückruf mit anschließender Belohnung gibt es jetzt einen Abbruch ohne Belohnung - das ist absolut nicht bedürfnisorientiert :hilfe:

    und bei menschlichem Nachwuchs nur mit der Schulter zuckst.

    und jetzt stell dir vor, dass du demnächst (zum ersten Mal) Tante wirst und alle erwarten, dass du das Baby niedlich finden wirst - weil ist Familie oder so. Ich hoffe, es gehört nicht zu den ganz hässlichen Exemplaren |)

    Aber gib mir ein Vogelküken (das sind ja nun wirklich keine hübschen Babys) in die Hand - da bin ich dann ganz verzückt :cuinlove:

    Hi,

    änder doch einfach Deinen Nick hier im Forum, vieleicht fühlst Du Dich dann besser. Machen die Mods bestimmt mit.

    Besser als wenn Du auf einmal nen Versager Killer an der Backe hast...

    LG

    Nö, mein Name hier hat eine Bedeutung. Das bleibt.

    Und falls der Killer sich als Depp/Versager rausstellen sollte, kann ich mich ja wieder scheiden lassen :ka:

    Mir wäre jetzt nicht bekannt/erinnerlich, dass sich der Pflichtteil in diesem Fall reduziert. Sicher kann ich es dir aber leider nicht beantworten.

    in meiner Zeit im Kundendienst hatte ich häufig Kontakt mit einem Herrn Killer. Er nahm das Telefon gerne ab mit "Hier Killer - keine Sorge, Sie stehen nicht auf meiner Liste" oder "Killer am Apparat - Schwiegermütter kosten extra". Ich mochte Herrn Killer :smile:

    oh! Kann man den noch heiraten - der Nachname passt genau zu meinem Humor (und meiner derzeitigen Laune in der Arbeit)

    Ich hatte bei Jin die Lepto-Impfung jetzt auch ein oder zwei Jahre vergessen und hab sie erst dieses Jahr wieder impfen lassen (eigentlich wollte ich erst im März, aber Jin hat so einen Knubbel an der Seite, den ich anschauen lassen wollte und hab's daher dann zusammen gemacht - man muss ja net unnötig oft zum TA latschen). War mit einer Impfung dann wieder ok - die TA sagte nix davon, dass da nochmal grundimmunisiert werden müsste.