Beiträge von l'eau

    Das liegt an Pfotenform/Bewegungsablauf. Jins Krallen hört man sogar direkt nach dem kürzen (außer sie schleicht).

    Ich lese online immer, dass die Krallen kurz vorm Berühren des Bodens stehen sollen und beim Laufen keine Geräusche auf Parkett machen sollen.

    Allerdings ist weder das eine noch das andere eine tatsächlicher Indikator für die Krallenlänge. Bei manchen Hunden wachsen die Krallen ziemlich lang grade nach vorne - sie berühren also auch dann nicht den Boden, wenn sie schon mehr als deutlich zu lang sind.

    Bei Jins Züchterin ist es gar kein Problem, wenn Ersthunde mit zum (Welpen-)Besuch genommen werden. So hat Puck die Rasselbande im Alter von 5 Wochen kennen gelernt.

    Puck hat zwar ein Problem mit Fremdhunden, interessanterweise findet er aber Whippets toll - das war also nie ein Problem. Und außerdem ist er ein ganz toller Welpenonkel. Also, bis die Welpen merken, dass er einen Puschelschwanz hat, dann muss man ihn hin und wieder retten :lol:

    Beim dritten Besuch, Jin war da 12 Wochen alt, haben wir den halben Tag dort verbracht. Pucks Blick, als wir am Abend Jin zu ihm ins Auto gesetzt haben, war grandios: :skeptisch: wieso packen wir das ein? Nachdem er merkte, dass Jin mein und nicht Snaedis Hund ist, fand er sie die meiste Zeit super.

    Die Besuche waren aus unsrer Sicht nie für Puck gedacht, sondern einfach für uns: Welpenknuddeln macht nunmal Spaß und man erfährt im direkten Gespräch ja doch noch viel Wissenswertes - immerhin ist Jin mein erster Whippet und war unser erster Welpe.

    Bis auf den ein oder andren Mehrhundehalter-Anfängerfehler lief alles glatt.

    Auch Flip (Einzug mit 8-9 Wochen) haben wir einmal zusammen mit Jin und Puck besucht - zu dem Zeitpunkt war schon klar, dass Jin Welpen nicht so toll findet, aber auch hier ging es uns nicht darum, dass die Hunde sich schon kennen lernen, sondern mehr darum, dass Snaedis ihren Flip mal real sieht und ein nettes Treffen mit der Züchterin.

    Abholung lief dann aus organisatorischen Gründen so, dass ich mit den beiden Großen daheim geblieben bin und Snaedis Flip abgeholt hat. Aufeinandertreffen der Hunde war dann bei Rückkehr vor der Haustür, wir sind ein paar Meter spazieren gegangen und dann in die Wohnung.

    Puck war dann einige Tage beleidigt, dass er kein Einzelprinz mehr war. Jin ist interessanterweise fast sofort zur liebevollen, großen Schwester geworden. Außer beim Thema Futter, da haben wir mal nicht richtig aufgepasst und Flip erhielt ein Löchlein - allerdings nichts dramatisches.

    Belle stieß im Erwachsenenalter ins Rudel dazu. Bei der Zusammenführung Puck, Flip, Belle war ich nicht dabei - dürfte aber recht unspektakulär gewesen sein, da Belle ein Mädchen und absolut freundlicher Hund ist.

    Zusammenführung mit Jin war... ähm, also... Mein damals noch nicht Schwager - Belles Besitzer - kam zu einem Überraschungsbesuch am späten Abend bei uns an, Jin und ich lagen eigentlich schon im Bett. Als ich dann die Schlafzimmertür öffnete, standen in unsrem Wohnungsflur ein fremder Mann und ein fremder Hund. Ging erstaunlicherweise völlig problemlos :lol:

    Thorin zog mit 15 (?) Wochen als Pflegehund bei uns ein. Snaedis Bande kannte ihn schon von Spaziergängen, Jin lernte ihn im Hof kennen. Blöderweise war seine hysterische Mutterhündin dabei und so lief das erste Zusammentreffen sehr chaotisch ab.

    In der Wohnung zeigte sich dann, dass Thorin bislang wohl nicht gelernt hat, dass nein wirklich nein heißt - der tappste weiter auf die extrem deutlich fletschende Jin zu :xface: Jin hatte bei ihm echt eine - für ihre Verhältnisse - Engelsgeduld und überdeutliche Körpersprache/Mimik. Normalerweise ist sie viel feiner in ihrer Mimik und tickt dann sofort aus (ein Problem bei ihr: wenn sie wo ruht, möchte sie von keinem andren Hund gestört werden und reagiert total über - durch Management ist sie da mittlerweile viel gelassener geworden). Bei Thorin hat sie wirklich, wirklich deutlich und lange gedroht. Immer konnte ich Jin nicht vor Thorin retten und so hat sie ihm ein paar Mal die Löffel lang gezogen (15kg Whippet, in dessen Maul keine 2kg Hund verschwinden sind echt ein interessanter Anblick - leider konnte ich so Situationen nie filmen), er hatte davon nie einen Kratzer abbekommen. Aber er hat gelernt, dass ein Nein wirklich nein bedeutet und reagierte bei Jin schnell auf feinere Kommunikation (leider konnte er es aber nicht generalisieren, so dass er in diesem Punkt immer etwas "sprachbehindert" mit andren Hunden ist).

    Nachdem Jin also ihre Grenzen klar gestellt und der Zwerg dies gelernt hatte, wurde Jin auch bei Thorin zur liebevollen großen Schwester, die mit ihm viel gespielt hat (nur auf dem Sofa, Jin liegend - sonst wär das aufgrund des Größenunterschieds und Jins manchmal etwas körperlichen Art zu gefährlich) und ihn, wenn er drüber war, zwangsgepflegt und damit wieder runtergefahren hat.

    Die restliche Bande ist leider nicht ganz so gut im Grenzen ziehen, so dass wir hier tatsächlich viel mehr eingreifen mussten und teils noch immer müssen.

    Also, so ganz 100% harmonisch ist's innerhalb unseres "Rudels" nicht. Flip und Puck sind sich nicht ganz grün, weil Flip ein oller Grummelzwerg ist und Puck angegrummelt werden doof findet. Belle hat zeitweise ein bisschen Angst vor Jin, wenn diese mal explodiert ist (weil z.B. einer der Hunde gemeint hat, ihr beim Pinkeln quasi in die Vulva zu kriechen) - also nicht dramatisch, Belle braucht dann auf dem Sofa halt 1m mehr Abstand von Jin als sonst. Thorin kommt manchmal schlecht zur Ruhe und nervt dann die restliche Bande.

    Aber die meiste Zeit ist es schon harmonisch: man freut sich, wenn man sich sieht (Jin und ich wohnen mittlerweile in einer andren Wohnung (aber gleiches Haus) als der Rest), flätzt zusammen auf dem Sofa oder in der Sonne im Garten. Es wird mal zusammen gespielt. Wir können problemlos in einem Raum füttern, Jins Napf steht halt sicherheitshalber ein bisschen weiter weg, weil sie da eine leichte Futteraggression hat. Aber wir passen eh auf, dass keiner an den Napf des andren geht bevor dieser ihn nicht frei gibt. Wir können auch ein paar Leckerchen (Trockenfutter) auf den Boden/in die Wiese streuen und alle suchen zusammen. Im Auto müssen wir nicht trennen und alle fahren gemeinsam auf der Rückbank (außer Jin ist läufig, dann trennen wir natürlich).

    Draußen gilt ganz klar: Einer für alle, alle für einen! Niemand braucht auch nur einen aus der Gruppe schräg anzuschauen, dann steht der Rest gleich mit aufgekrempelten Ärmeln parat :pfeif:

    Aber wir kennen unsre Pappenheimer ganz gut und wissen, wie wir Zusammenführungen managen müssen und so sind auch Besuchshunde recht gut integrierbar.

    Da aller guter Dinge 3 sind, hat sich das sorgfältige, fast übervorsichtige (neu) trainieren des Slaloms im Training heute bezahlt gemacht und Jin und ich haben bei unserem dritten A1 Turnier endlich den ersten Durchgang ohne Dis geschafft.

    Und nicht nur das: trotz, dass ich ein echtes Handicap für Jin bin, haben wir uns mit einem fehlerfreien Lauf unter 18 Teilnehmern den zweiten Platz erlaufen :shocked: :party: :party:

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    Der Parcours war auch echt schön (auch, wenn ich beim ersten Tunnel kurz den Parcours vergessen hab und fast zur falschen Hürde gerannt wäre) und es gab nur 3 Dis.

    Ich bin unglaublich stolz auf meine Prinzessin!

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    Und nicht nur das: trotz, dass ich ein echtes Handicap für Jin bin, haben wir uns mit einem fehlerfreien Lauf unter 18 Teilnehmern den zweiten Platz erlaufen :shocked: :party: :party:

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    Der Parcours war auch echt schön (auch, wenn ich beim ersten Tunnel kurz den Parcours vergessen hab und fast zur falschen Hürde gerannt wäre) und es gab nur 3 Dis.

    Ich bin unglaublich stolz auf meine Prinzessin!