Beiträge von l'eau

    Besagte Hundetrainerin nutzt ausschließlich positive Verstärkung und bricht den Hund nicht ab. Ich habe meinen Hund noch nie so außer rand und Band gesehen wie in der Kennenlernstunde bei ihr. Das waren 90 Minuten purer Stress für uns Beide und die Hundetrainerin hatte mir untersagt ihn in seinem Verhalten zu unterbrechen bzw überhaupt irgendwas zu tun und hat Leckerlies durch die Gegend geworfen um ihm eine Aufgabe zu geben. Toro hat mich immer wieder angeschaut als würde er fragen was er jetzt verdammt nochmal machen soll. Das fand ich alles extrem verstörend und mir tat der Hund einfach nur noch Leid. So ein Abbruch ist in meinen Augen ja auch eine Hilfestellung für den Hund und nicht gleich eine Bestrafung.

    Klingt gruselig :ugly:

    Ich hab mal bei einem Begegnungstraining Jin einfach nur seitlich am Halsband (weiches, breites Windhundhalsband) festgehalten, weil sie aus Stress an mir hochgesprungen ist. Joa, damit war ich der totale Tierquäler, der dem Hund Schmerzen zufügt.

    Meine Erfahrung mit Wattebausch-Trainern ist, dass sie einen höchstens in Teilbereichen unterstützen können. Für tatsächliches Problemverhalten finde ich ihre Trainingswege oft zu kompliziert. Ignorieren von Problemverhalten kommt in der sozialen Kommunikation egal welcher Lebewesen nicht umsonst nur äußerst selten vor.


    Hunde spielen/laufen frei und müssen situationsbedingt angeleint werden. Toro kommt an die Leine wie der andere Hund auch und einfach nur das lässt ihn komplett ausrasten also mit schreien etc. Das volle Programm.

    Das klingt für mich weniger nach ein Problem mit Begrenzung, sondern nach einer ordentlichen Portion Frust, weil er nicht mehr mitmischen darf. Wobei hier dann als zusätzliche Frage hinzukäme, ob die Hunde tatsächlich miteinander gespielt haben oder, ob dein Hund an den andren Hunden sein Hüteverhalten ausgelebt hat.

    Auch Gesetze sind nicht starr. Ich finde, dass man hier zur Beurteilung/Verurteilung die Gesamtumstände berücksichtigen muss und daher die Strafe anders ausfallen muss, als wenn z.B. ein Hund im Hundepark einfach mal einen andren Hund packt und tötet.

    Natürlich hat sowas nicht zu passieren. Aber wir sind Menschen. Wir machen auch mal Fehler. Würde man jedes Hobby, bei dem Fehler zu Schaden von Unbeteiligten führen können, verbieten, gäbe es sehr viele Hobbys nicht.

    Die Meutehunde haben bei Ausübung eines Hobbys, bei dem sie nicht zuverlässig unter Kontrolle des Halters waren, einen anderen Hund angefallen und getötet. Hund und Halter haben damit gezeigt, dass es an der erforderlichen Zuverlässigkeit mangelt und das wiederum muss rein rechtlich entsprechende Sanktionen nach sich ziehen. Wenn da nicht Manche „gleicher“ sind als Andere.

    mh, ich finde, dass man hier durchaus berücksichtigen muss, dass die Hunde hier in einer "unüblichen" Erregungslage unterwegs waren.

    Ich komm aus dem Windhundsport. Da ist es normal, dass die Hunde während des Laufs außerhalb der Kontrolle durch den Besitzer unterwegs sind. Die Hunde sind nicht dafür gezüchtet, während der Hatz unter Kontrolle zu sein, sie müssen da absolut selbstständig laufen und entscheiden. Würde nun jemand verlangen, dass die Hunde während der Ausübung des Sports jederzeit unter der Kontrolle der Halter sein müssten, wäre das der Tod des Sports. Für viele Hunde ist dieser Sport die einzige Möglichkeit, mal richtig zu rennen - da sie aufgrund ihrer Rasse gar nicht den Gehorsam haben, um hierzulande frei laufen zu können.

    Vielleicht hab ich deshalb einen etwas anderen Blickwinkel auf die Situation. Hunde sind Raubtiere. Ja, man sollte alles dafür tun, dass bei der Ausübung des Hobbys niemand (unbeteiligtes) zu Schaden kommt. Trotzdem kann es zu Unfällen kommen. Solange dies absolute Einzelfälle sind, ist das für mich kein Grund, die Ausübung des Hobbys zu verbieten.

    Was ist dann die Lösung? Vielleicht nicht Raubtiere in einer großen Meute, im Jagdmodus, aus Spaß durch den Wald hetzen zu lassen?

    Braucht es denn eine Lösung?

    Wie viele Schlepp-Jagden gibt es denn im Jahr? Wie oft kommen dabei Unbeteiligte zu Schaden? Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass sich ein solcher oder ähnlicher Vorfall wiederholt?

    Ich muss ganz ehrlich sagen: so tragisch dieser Vorfall ist, wenn es sich um einen seltenen Einzelfall handelt, seh ich keinen Änderungsbedarf.

    l'eau wirklich? Ich kenne das inzwischen als Standardmethode, hier gab es dazu gar keine Kontroversen, bei meinen beiden Tierärzten, wo ich hin (zwei ganz unterschiedliche Typen Mensch und Fachgebiet) nicht. Wenn es irgendwie geht und die Pyo sich beruhigt mit Antibiotika, dann möglichst bis zur ruhenden Phase warten. Natürlich besteht die Option nicht, wenn es nicht anschlägt.

    jap, wirklich. Ich war ehrlich geschockt: ich tauch damit einer Hündin mit braunem Ausfluss auf und die wollen sofort kastrieren. Im Blut waren zwar Entzündungswerte zu sehen, aber es war noch kein Eiter im Ausfluss. Also mMn maximal Alarmstufe Orange.

    Wenn ich nicht nachgefragt hätte, hätte die TA die medikamentöse Therapie nichtmal erwähnt.

    Das stört mich persönlich übrigens mehr als die Gebührenerhöhung: dass Ärzte einem teilweise nur eine Behandlungsmöglichkeit mitteilen, weil sie glauben, dass das die beste sei, aber nicht erwähnen, dass es noch andre Wege gibt.

    Und zwar genauso, das ist ja state of the art, dass man es genauso angeht mit erst Tabletten und dann in Anöstrus kastrieren.

    Das finde ich interessant: Die TÄ hatte mir zur sofortigen Kastration geraten und nur auf meinem expliziten Wunsch hin die medikamentöse Behandlung durchgeführt. Jedenfalls in der Tierklinik scheint das also eher unüblich zu sein. Ohne die Rücksprache mit Jins Züchterin (die TA-Helferin ist) und dem eigenen Halbwissen zu dem Thema, hätte ich diesen Weg gar nicht so gehen können.

    Finde ich aber auch schön zu lesen, dass das der eigentlich übliche Weg ist.

    Wobei ich die Idee eines Maulkorbes bei Schleppjagden durchaus nicht abwegig finde - es würde auch mit MK funktionieren und z.B. Windhunde auf der Bahn tragen den ja auch zur Sicherheit.

    Die Rennmaulkörbe sind leichte Plastikdinger oder aus dünnem Draht. Die schützen vor Abschnappern, nicht vor richtige Beißereien. Am Kill schaffen es immer wieder Windhunde nicht nur Fetzen aus dem Hasen zu reißen, sondern ihn sogar so in den Maulkorb zu ziehen, dass nichts anderes übrig bleibt, als dem Hund den Hasen zu überlassen und einen neuen an die Schnur zu hängen.

    (Anmerkung: Der Hase im Windhundsport ist ein mehr oder weniger dickes Bündel Flatterband mit einem Stückchen Fell drin)

    Stabile Maulkörbe dürften zu hohes Verletzungspotential bergen: wenn der Hund damit im Laufen wo hängen bleibt (Hindernis, Gebüsche, Gehölz usw.), mit der Pfote reingerät (ja, sowas passiert. Ich kenn jemandem, dessen Whippet hat das geschafft) oder zwei Maulkörbe sich ineinander verhaken.

    Ich wollte eine Kotprobe mitbringen aber mir wurde gesagt dass dies keinen Sinn machen würde. Wenn ich Kot mitbringe dann nur gesammelte Proben.

    Da Parasiten nicht unbedingt mit jedem Koten ausgeschieden werden, ist eine über 3 Tage gesammelte Kotprobe tatsächlich am sinnvollsten.

    Entwurmst du deinen Hund regelmäßig?


    Die Züchterin hat mir bei der Übergabe gesagt dass er eine sehr niedrige Frustrationstoleranz hat und beim Autofahren und TA der Lauteste war.

    Das deutet daraufhin, dass dein Umgang jedenfalls nicht allein ursächlich ist.

    Der Hund gehört für mich mal komplett auf den Kopf gestellt. Außer dem Verhaltenstierarzt, würde ich noch zu einem Physiotherapeuten oder Osteopathen raten - manche Probleme im Bewegungsapparat sieht man (als Laie) zwar nicht, führen aber beim Hund zu Unwohlsein/Schmerzen, was dann zu diversen Verhaltensproblemen führen kann.

    Außerdem würde ich schauen, dass der Hund v.a. ruhige Bewegung und kaum bis keine puschende Bewegung (z.B. Bällchenspiel) erhält, harte Stopps, Wendungen, Sprünge vermeiden. Zumindest bis geklärt ist, ob mit dem Bewegungsapparat alles in Ordnung ist.

    Die TÄin war alles andere als hilfreich. „Gehen sie mit ihm zur Hundeschule?Ist er ausgelastet?Sie müssen ihm zeigen dass sie der Chef sind und zuerst durch die Tür gehen“

    ja, die meisten TAs haben keine Ahnung von Hundetraining/-erziehung. Ist ja auch nicht deren Job. Sie sind für die Gesundheit zuständig. Von Hunden, Katzen und x weiteren Tierarten. Die können nicht nebenbei auch noch Trainingsprofis für jede Tierart sein.

    er täglich immer mal wieder Durchfall

    Heißt, dass zwischendurch der Kot normal ist?

    Durchfall kann auch "nur" stressbedingt sein. Kann natürlich auch durch Darmparasiten oder andere Erkrankungen verursacht werden.

    Hast du beim TA eine Kotprobe untersuchen lassen? Das wäre einfach umsetzbar, ohne dass der Hund selber zum TA müsste und man kann damit Würmer, Giardien etc. ausschließen/feststellen und dann ggf. die nötige Behandlung einleiten.


    Aktuell bin sehr am hadern ob ich irgendwas falsch gemacht habe.

    Das wirst du nur durch einen Blick von Außen beantwortet bekommen.


    und hat mir gut zugesprochen.

    Was heißt das? Hat sich dein Hund auch schon als Welpe bei ihr so verhalten? Konnte sie dir Tipps geben? Hatte sie Ideen, was die Ursache sein könnte?