Was ich mich auch frage, ob es nicht zB die sicherere Alternative wäre, keine Versicherung abzuschließen und im Bedarfsfall einen Mini-Kredit bei der Bank zu beantragen? (mal davon ausgegangen, man hat keine anderweitigen Schulden und ist nicht im Minus - ich jedenfalls hätte vor ein paar Monaten einen Kredit im mittleren 4stelligen Bereich bekommen...)
Ich hab ein Sparkonto, auf das ich wirklich nur für unerwartete, große Ausgaben zugreife. Das ist meine "Versicherung" sowohl für Jin, die Geierbande als auch das Autole. Der Vorteil ist, dass der hier eingezahlte Betrag bei Nicht(komplett)nutzung nicht einfach mit dem Tod des Tieres/Autos "verschwindet", sondern in der gleichen Höhe für den Nachfolger bereit steht.
Für mich ist daher dieses Sparkonto sinnvoller als eine Tierkrankenversicherung.
Ich finde es gut, was man heute alles medizinisch für Tiere machen kann. Wobei ich auch verstehe, dass die Kosten mit in die Behandlungsoptionen einfließen. Nicht jeder kann/will alles leisten. Und manchmal wird dem Tier auch zu viel zugemutet - sei es vom TA, sei es vom Halter.
Ich hab selber gerade erst den umständlicheren und teureren Weg gewählt, der für den Hund auch je nach Sichtweise unnötiges Leiden bedeutet: erstmal Pyometra medikamentös behandeln, um schließlich im Februar kastrieren zu lassen (da die Wahrscheinlichkeit auf eine weitere Pyometra stark erhöht ist, führt grundsätzlich kein Weg an einer Kastration vorbei).
Warum ich so entschieden habe? Weil mein Hund erst 7,5 Jahre alt ist, es erst eine beginnende Pyometra war und mein Hund ansonsten gesund. Eine Kastration in der Scheinmutterschaft erhöht die Wahrscheinlichkeit auf (langfristige) kastrationsbedingte Probleme. Eine Kastration im Anöstrus hingegen, ist für den Körper sowohl akut als auch langfristig die schonenste Kastration.
Auch hier bin ich froh, dass ich das ganz frei entscheiden kann und nicht bedenken muss, dass eine Versicherung vmtl. diesen Weg nicht zahlen würde. Eine Versicherung würde wohl nur die akute Behandlung bezahlen - also entweder sofortige Kastration oder die medikamentöse Behandlung. Die Kastration im Anöstrus, wenn akut (hoffentlich) keine Beschwerden vorliegen, wird eine Krankenversicherung vmtl. eher nicht zahlen.