Hey Leute, da die letzten Stockerl Threads die ich gefunden habe schon uralt sind, wollt ich mal nen neuen öffnen.
Aus aktuellem Anlass möchte ich wieder zur Vorsicht im Umgang mit Stöcken aufrufen.
Meine Geschichte am Sonntag verlief wie folgt:
Ich hatte Lernstress und machte mich auf zum Fluss. Entspannender Spaziergang, schöne Fotos machen und Hundchen beim Spaß haben zuschauen.
Immer, absolut immer hab ich schwimmfähige Bälle dabei, sogar vor Kurzem ein eigenes Wasserspielzeug gekauft - außer Sonntag.
Meiner gesamten Familie hab ich verboten mit Stöcken zu spielen - "Die Verletzungsgefahr ist viel zu hoch".
Anscheinend hab ich selbst genau das unterschätzt.
"Ball vergessen, ach was, wird schon nix passieren. Wieso auch genau mir?"
Beim Flussgebiet angekommen fanden wir einige Jugendliche vor, so 15 - 18. Ich war stolz auf meinen Hund, sie ging offline vorbei ohne motzerei - super Hund, fein!
Und dann gings los, ich legte mich auf den Boden und machte ein Foto nach dem anderen. Wirklich gute Fotos, Ziel eigentlich erreicht. Alles lief glatt, Stockerl wurde apportiert.
Dann dachte ich mir, mal raus ausm Wasser, werf das Stockerl am Land.
Mein Hund sprintet los und ich habs Auge am Sucher, durch den Sucher seh ich wie der Stock senkrecht am Boden aufkommt und mein Hund mit geöffnetem Maul drauf. OMG.
Ich hör Bonnie schreien und brich in Tränen aus "die stirbt jetz, das wars" war mein einziger Gedanke.
Die Kamera machte nen Abflug in den Sand, ich hab meinen Hund gepackt und bin losgerannt.
Die Teenies kamen mir auf halben Weg mit Handys bereit entgegen, ich ihnen die Nr. meiner Eltern angesagt - ich war nicht fahrtüchtig, hab gezittert, Bonnie hustete Blut.
Ein Mädl lief meine Kamera holen und brachte sie mir. Hund und ich immer noch am Zittern und durchnässt.
Während der Fahrt hab ich mim Notdienst unserer Tierklinik telefoniert. Dort angekommen wurde meine, immer noch nicht selbst gehende und furchtbar röchelnde und zitternde Hündin, in Narkose gelegt.
Mundraum okay, man sieht nichts - das kann nicht sein.
Maul also weit geöffnet, Zunge raus und mit Kamera rein.
Und da wars - der komplette Rachenraum mit kleinen, recht stark blutenden Wunden voll.
Kurz darauf erkannten wir die Mandeln, aufgekratzt.
- Gott sei Dank nicht mehr. -
Wir warteten gemeinsam bis sie wieder wach war und selbst ging, sie bekam Schmerzmedis und Antibiotika gespritzt. Die ganze Nacht über lag ich wach, beobachtete sie, zeitweise röchelte sie.
Am Tag darauf wieder Kontrolle und Schmerzmittel.
Sie verhielt sich wieder ganz normal, nur etwas schwächer im Haus.
Gestern Abend gings ihr relativ schlecht, heute ist sie ganz normal.
Wir hatten wohl oder übel Glück im Unglück.
Unser behandelnder TA meinte, sowas passiert so sicher wie von nem Ziegelstein getroffen werden wenn man an nem Haus vorbei geht - aber es passiert.
Und es kann schlimm enden.
Bitte passt auf, wenn eure Hunde mit Stöcken spielen.
Was ich mit dem Thread erreichen will? Vielleicht etwas Vorsicht wieder erwecken bei allen DF-Leuten, einfach nur um wieder in Erinnerung zu rufen, was so passieren kann.
Mein Hund hat mir heut übrigens schon wieder nen Stock vor die Füße getragen.. unbelehrbar.