Beiträge von bonitadsbc

    Für mich auch überflüssig. :ka:

    Ally findet alle neuen Hunde im ersten Moment furchtbar und wird hysterisch. Es würde mir also zB nix bringen bei ihr.

    Raven teilt Junghunden/Welpen mit, dass sie ihn ignorieren und auf Abstand bleiben sollen.

    Also bei meinen erwachsenen Hunden sagt die erste Reaktion NULL darüber aus, wie die einen Hund dann aufnehmen, der tatsächlich einzieht.

    Wenn ich erwachsene Hunde 'zusammenführe' geh ich einfach gemeinsam spazieren und lockere nach und nach die Regeln bis die normal interagieren.

    Raven ignoriert die dann zB völlig bzw. schnuppert mal kurz an der selben Stelle möchte aber nicht mehr Kontakt.

    Aber unter adulten Hunden ist alles ein wenig anders, das hatten wir bisher nur bei Bonnie/Luna bzw Nico/Luna.

    Ich hab alle Welpen übrigens die hier eingezogen sind auch direkt zu Hause vorgestellt, wie gesagt: zuerst sind die Großen sowieso nicht begeistert.

    Ich hab mir jetzt eure Beiträge durchgelesen, Zitate abgespeichert aber geschafft alle Zitate zu löschen :lepra:

    Einen Punkt, den ich aufgreifen wollte war definitiv, dass man sich nicht vorstellen könnte dauerhaft Stress, Trennung und Disharmonie zu haben. Da möchte ich nur kurz klären: ich auch nicht! Aber mMn kann man das nicht nach wenigen Tagen sagen, ob das so sein wird.

    Dazu passt auch die Frage, was ein angemessener Zeitraum wäre.. hier war nach 1.5 Wochen beim letzten Welpen recht klar, dass das sich einpendeln wird. Das fand ich okay. Diese 1.5 Wochen waren jetzt aber auch kein Dauerstress, eben weil es gewisse Regeln gab und die bestehenden Hunde das auch bereits gewohnt waren.

    Ich kann kurz was zu unseren Vergesellschaftungen sagen, also nicht alle im Detail, weil das zig Konstellationen waren aber die interessanteren.

    Bonnie und Luna waren koexistent. Die beiden waren nie Freundinnen, die waren sich stets gegenseitig wurscht. Einfach völlig unterschiedliche Typen, die konnten nix miteinander anfangen. Aber es gab auch keine Konflikte. Zu den beiden kam Ally.

    Wir wussten, dass das mit Luna keine große Sache wird, aber bei Bonnie wars unsicher. Ursprünglich wollten wir Ally und Luna mal einander vorstellen und Bonnie halt mittels Box bis zum nächsten Tag trennen.

    Vom Auto ins Haus hat sich Bonnie dann aber dermaßen freundlich für Ally interessiert, dass wir sie Kontakt aufnehmen haben lassen. Am nächsten Morgen liefen alle 3 Hunde frei miteinander im Garten.

    Einige Jahre später zog Raven zu Bonnie und Ally. Gezielt ein Rüdenwelpe. Ally und Bonnie verstanden sich ganz gut, profitierten voneinander und es war kein großes Thema sie zu halten gemeinsam. Aber es gab Spannungen ab und an, zudem war da auch Lucy schon da. Eine 4. Hündin wollten wir nicht, wir waren froh, dass es mit 3en gut funktionierte.

    Also zog Ray ein, ein BC Rüde, fröhlich naiv.

    Ally kann nicht mit Fremdhunden und ist nicht stressresistent, dazu hysterisch. In der Gruppe aber absolut ruhig, souverän und einfach wirklich gruppentauglich. Das war eine interessante Ausgangsposition. Wir wussten, wenn die den erstmal in der Familie hat, dann passt das. Aber wir wussten nicht ganz, wie wir ihr verklickern dass der bleibt.

    Es regnete in Strömen am Tag seiner Abholung also haben wir die Hunde direkt in der Wohnung einander vorgestellt. Trainerin war dabei um Ally einzuschätzen & uns Tipps für die nächsten Tage zu geben.

    A und B liefen mit Maulkorb, A und R waren oft abwechselnd in der Box (wenn wir nicht 100%ig da waren), R hat am ersten Abend gelernt in einer Box zu sein ohne tamtam zu veranstalten.

    Nach ein paar Tagen saßen wir mal sehr ausgelaugt auf der Couch und wussten nicht, ob das eine gute Idee war. Nach 2 Wochen kam der Mauli auch bei Ally ab (die hat davor schon mit Korb mit Ray gespielt, aber safety first).

    Die ersten Tage waren geprägt von Scheinattacken von Ally, die war zeitweise durch mit den Nerven. Jede Situation musste sie einmal gesehen haben um klar zu kommen (wir heben R auf, R geht aus der Bix raus, R kommt vom Garten rein - all das hat sie getriggert beim 1. Mal)

    Und von einem stoischen Welpen.

    Alle hatten Ruhezonen, alle hatten quality time und alle hatten genug Ruhe, um sich vom Stress zu erholen.

    Ally und Raven sind ein Team geworden, nach 2 Wochen. Sie hat ihn erzogen, mit ihm gespielt und gekuschelt. Und tut das bis heute. Er liebt sie. Ich hab mich sehr auf sie verlassen können sobald der Knopf aufging, dass er zu uns gehört.

    Es war tough, es hat mich Tränen gekostet & Nerven. Aber wir habens auch nie rosaroter gesehen. Bonnie war schnell cool mit Ray, die war Typ Pärchen denke ich, leider hatten die beiden nur ein Jahr gemeinsam.

    Ich lass ab nem gewissen Punkt auch viel laufen, dazu lese ich die Hunde und muss die entsprechend einschätzen. Bonnie durfte zB fast nix regeln, weil die das nicht konnte. Die ist einfach ausgeflippt und hat draufgehauen. Luna hat immer deeskaliert oder sich im Zweifel auf den anderen Hund drauf gelegt bis Ruhe im Karton war :pfeif: . Ally kann Konflikte klären, solange es nicht um Kaukram geht, sogar äußerst souverän. Raven auch, sogar mit ganz neuen Hunden. Lucy kann auch keine Konflikte klären. Die fiddelt oder geht ins fight.

    Mehrhundehaltung boomt. Es ist in, artgerecht & der Anspruch an die eigene Hundehaltung, Gruppen zu halten.

    Mir scheint in den letzten Jahren immer öfter, dass viele damit artgerecht agieren wollen, dann aber wenig realistische Ideen davon haben, wie Vergesellschaftung ablaufen kann. Hundehaltung wird romantisiert. Man geht davon aus, dass Welpi sowieso gleich adoptiert werden würde, die adulten Hunde natürlich sofort happy sind und am Abend schon alle kuschelnd gemeinsam am Sofa liegen würden.

    Und oft liest man dann sehr emotionale Texte darüber, wie gestresst die adulten Hunde sind, dass Welpi doch nicht so anpassungsfähig ist sondern da viel Management und Verständnis für innerartliches Verhalten da sein muss, wofür man dann aber eigentlich gar nicht bereit ist.

    Man liest, dass die adulten Hunde den Welpen 'nicht akzeptiert' hätten, sie sich 'nicht verstanden' hätten und alle gestresst gewesen wären.

    Ja. Einen Welpen in eine Gruppe zu integrieren ist für die meisten Hunde Stress.

    Es sollte nicht die Erwartung an erwachsene Hunde gestellt werden, Welpen einfach so zu akzeptieren und sofort 'Freunde' zu sein.

    Meine Hunde entscheiden auch nicht selbst, ob sie einen Welpen akzeptieren oder nicht. Das stelle ich klar. Daran arbeite ich. Weil ICH den neuen Hund will und den nicht als Freund für meine vorhandenen Hunde anschaffe.

    Türgitter, Boxen & Maulkörbe waren in der ersten Zeit immer meine besten Tools um Vergesellschaftungen gut über die Bühne zu bringen.

    Klare Regeln für alle. Auch für den Welpen. Trennen, Rückzugszonen, Distanzen schaffen und durchsetzen. Ab Tag 1.

    Immer öfter liest man von zurückgebrachten Welpen, innerhalb der ersten Tage. Auch außerhalb des Forums krieg ich das mit. Quasi 14 Tage Rückgaberecht für Welpen.

    Ich frage mich, was das über die Einstellung zum Tier aussagt. Probewohnen. 'Das hat ihm sicher nicht geschadet'. 'Wir haben ihn eh gleich zurück gebracht, hat nicht sollen sein'

    Mehrhundehaltung ist kein Glück oder Zufall. Keine Chemie oder romantische Liebesgeschichte.

    Mehrhundehaltung ist Gruppendynamik, ist Konflikte erkennen und händeln können, ist Grenzen setzen können, ist etwas wirklich schönes aber muss realistisch betrachtet werden.

    Mir rumort dieses Thema im Magen, schon lange.

    Vielleicht mag der ein oder andere was zu seiner eigenen Vergesellschaftung in der Gruppe sagen. Was sind eure Basics die ihr in der Hundehaltung etabliert um solche Situationen dann händeln zu können? Wie liefen die ersten Tage? Hattet ihr Zweifel? Was habt ihr erwartet & wie habe eure Hunde tatsächlich reagiert?

    Was wollt ihr jemanden der sich einen Zweit- oder Dritthund (sind dynamisch mEn die größten Knackpunkte) andchaffen möchte, mitgeben um zu reflektieren ob alle dafür bereit sind?

    Ich schreib später was dazu.

    Muss jetzt los, fahre einen Welpen abholen & anschließend den 2 vorhandenen Hunden vorstellen.

    Ah okay spannend!

    Meiner übertreibt zB im Look total. Also er tanzt nicht, aber er überstreckt sich, kriegt dadurch keinen Takt hin & macht zusätzlich nen Sternegucker wie sonstwas.

    Da stellen wir auch grad ein wenig das Training um.

    0 find ich jetzt auch sehr, sehr krass gezogen.

    Aber bist du so zufrieden mit der FA?

    Er balanciert/trägt sich selbst nicht weil er wirklich keinen Takt hat.. wie hast du denn aufgebaut?

    Seine Grundmotivation ist ja da, aber er ist schon wirklich sehr hektisch und dadurch tippelig, hüpfig und prescht vor, bedrängt..

    Ich kann nicht mitreden, was die Bewertung durch die Richter*innen angeht, weil ich halt nicht starte. Ich trainiere dennoch viel & sehr genau und bin grad in der FA absolute Perfektionistin. Fußarbeit ist halt schon auch körperlich echt anstrengend für den Hund.. da sollte man schon auch drauf achten, wie Hund sich trägt und balanciert, die Kopfposition hat etc.

    Pylos von Bäumen zu unterscheiden is halt auch ein Fokusthema, schaut der Hund den Baum oder die Pylo an. Und natürlich auch Signalkontrolle.

    Ich hab heut Heelwork-Halbtagdseminar & freu mich schon sehr :D

    bonitadsbc danke dir! Logo darf der Hund nicht hetzen und jagen!

    Heißt aber schon, dass ich den Mauli mitnehmen muss trotz Leine? Sorry, mein Hirn ist noch nicht so ganz wach…

    In Öffis, Gondeln usw. soweit ich weiß brauchst du sowieso nen Maulkorb.

    Wenn du so unterwegs bist (Wandern, Gassi etc.) hast du laut Gesetz Maulkorb ODER Leinenpflicht.

    Wenn du also gesetzeskonform sein möchtest, solltest du nen Maulkorb drauf haben wenn du frei laufen lässt.

    Das machen auch einige Leute die ich kenne so. :)

    Grad zB bei Wanderungen wo man viele Leute trifft. So ist man halt auf der ultra sicheren Seite.

    Guten Morgen, hier sind doch einige Österreicher unterwegs…Bin gerade auf der Suche nach Urlaub im Sommer. Hab ich es richtig verstanden, dass es eine generelle Leinenpflicht gibt? Kann mir jemand sagen, wie es tatsächlich gehandhabt wird? Speziell in der Steiermark aber gerne auch im Rest von Österreich…. Danke schonmal

    Naja es is Leinen oder Maulkorb Pflicht. Du kannst also im Gemüse überall mit Mauli laufen lassen und bist gesetzeskonform.

    Wie kontrolliert wird, hängt sicher davon ab wo du bist.

    Im vollen Tourigebiet wirds eher wem auffallen, auf der Alm auch (da ists auch nicht ratsam). Irgendwo im Thermenland oder so, auf so Waldspazierwegen wird vermutlich keiner was sagen. Man hält sich halt an gewisse Regeln, kein Hund im Dickicht oder abseits der Wälder, in der Dämmerung sind die Wälder tabu, kein jagen, kein hinrennen zu anderen..

    Mich hat noch nie wer angesprochen zig Jahren Hundehaltung, außer eben Jäger. Alsobes passiert jetzt nicht sofort was, es ist jetzt aber net allzu gerne gesehen. Und wenn dein Hund hetzen sollte, dann könnts halt gefährlich werden auf verschiedenen Ebenen.

    An dem Verein hätte ich irgendwie auch so meine Zweifel wenn ich so was hören würde :???:

    Weiß nicht, viele Sportler haben halt echt keine Probleme oder sehen gewisse dämliche Angewohnheiten ihrer Hunde nicht. Deshalb sollte sich die TS als Mutter auch die Hunde ansehen, ob sie 'damit' kann.

    Ich finde zB dieses angespannte stehen + losrasen was viele BC Halter so gerne machen und überall posten ganz fürchterlich. Das würden viele aber niemals als problematisch sehen. Also die TS muss sich ein Bild machen, ob sie nen BC will und sich zutraut. Und dafür brauchts viele Gespräche und ein Bild der Rasse, die man quasi nochmal in 3 Unter-Gruppen unterteilen kann. Wir reden nochmal von was anderem, wenn die Tochter der TS nen Show-BC mit Arbeitswillen haben möchte oder ob sie so nen richtigen Sport/Agi/'Whippet'-BC haben möchte.. das sind quasi unterschiedliche Rassen. Von nem Workingdog ganz zu schweigen..