Beiträge von Saltimbanco

    Huhu,

    schon seit längerem versuchen wir uns am Humpeln. Wir bereits die eine oder andere Herangehensweise probiert. Erst habe ich Samson Pfötchen im Steh beigebracht (ging schnell), dann bin ich seitwärts gegangen und habe meine linke Hand vor Samsons linke Pfote getan - so dass er um meine Handfläche zu berühren die Pfote hochheben musste. Allerdings ist er dann oft mit beiden Pfoten hochgehüpft oder es blieb eben bei einem Hüpfer.

    Jetzt haben wirs anders gemacht. Samson war etwa 3-4 Meter von mir entfernt. Im Sitzen habe ich meine Hand dann relativ weit nach vorne gehalten und das Kommando gegeben (so wie Inez das auch in ihrem Video bei Youtube macht). Damit sind wir schon besser, mehr als einen Humpler haben wir aber bisher nicht wirklich hingekriegt.

    Über Eure Herangehensweise würde ich mich freuen, vielleicht kriegen wirs dann ja doch irgendwann hin.

    Zitat

    bei den aussies und papillon der will to please, aber auch das eigenständige denken, vorallem bei den aussies, diese mitdenken und auch die bereitschaft zu lernen und das schnelle lernen.

    Alles korrekt soweit.

    Allerdings gibt es auch diverse andere Eigenschaften, die beim Aussie nicht untypisch sind und auf die Du vorbereitet sein solltest (die Ausprägung ist je nach Aussie unterschiedlich). Der Aussie kann Schutz- und Wachtrieb haben - wird in einer Mietwohnung oftmals als sehr lästig empfunden (auch von Nachbarn). Wenn bei uns wer im Treppenhaus ist, wird das sehr wachsam von meinem Aussie wahrgenommen, gerne wird auch gewufft oder gebellt. Alles auch ne Frage der Erziehung, aber Tendenzen gibt es. Gerne wird auch Frauchen bewacht, grade in Situationen wo es dunkel ist oder "komische" Leute Dir zu nahe treten.

    Der Aussie kann eine sehr niedrige Reizschwelle haben und leicht stressanfällig sein. Ist nicht bei jedem so, kann aber vorkommen.

    Viele Aussies haben Probleme mit Kindern. Das muss nicht sein, bei mir ist es aber beispielsweise so.

    Auch die Aussietypische Reserviertheit wird nicht immer geschätzt.

    Und dann muss man natürlich auch bedenken, dass der Aussie ein Hütehund ist, dessen Auslastung man sich bewusst sein sollte.

    Ich möchte Dir nicht abraten, denn der Aussie ist und bleibt eine ganz tolle Hunderasse, sonst hätte ich sie mir selbst nie angeschafft, ich bitte nur zu bedenken, dass ein hoher Will to please und die Begierde zu lernen nicht alles sind, was den Aussie ausmacht.

    Und wie bei jedem anderen Hund auch - such Dir einen guten Züchter (bitte keine unseriösen Anzeigen!!!). Wir selbst haben unseren Aussie vom Vermehrer (aus einer Anzeige...) und ich kann Dir aus Erfahrung sagen - nie wieder, trotz Traumhund, den wir trotz alledem bekommen haben!

    Solltest Du Dich wirklich für einen Aussie entscheiden, kann ich Dir nur empfehlen Dich mit verschiedenen Aussiemenschen zu unterhalten, ggf. auch mal einen Spaziergang mitzumachen. Du wirst dabei schnell merken, dass es die und die gibt (wie bei jeder Rasse versteht sich). Wenn ich mich mit Aussiefreunden aus der Umgebung treffe, merke ich immer wieder, wie vielfältig diese Rasse ist.

    Übrigens kannst Du bei konkreten Fragen auch mal im Aussie Klönschnack Thread nachhaken, hier werden Dir sicherlich ehrliche Meinungen geschildert. Gerne auch PN an mich.

    Hallöchen,

    wenn ich das richtig verstanden habe, möchtest Du vor allem einen Hund, der kinderlieb ist, richtig?

    Problem bei der Sache: Auch wenn der Hund von einem anerkannten Züchter kommt, der viel Zeit und Liebe in die Sozialisation investiert hat (vielleicht auch mit Kindern aufgewachsen ist), muss das nicht zwangläufig bedeuten, dass er Kinder mag und familientauglich ist. Bei Welpen ist das zudem nicht direkt ersichtlich, sondern wird sich erst später zeigen. Gute Voraussetzungen können natürlich sehr entscheidend sein, verlassen würde ich mich darauf allerdings nie. Du schreibst, dass Du gerne einen Welpen möchtest - trotz allem würde ich Dir zu einem erwachsenen Hund aus dem Tierheim oder Tierschutz raten. Warum? Im Tierheim (oder auf entsprechenden Notseiten - auch bei französischen Bulldoggen gibts das sicherlich, einfach mal googlen) kann man Dir (sofern man an kompetente Leute kommt) sehr genau sagen, ob der Hund bisher gut mit Kindern ausgekommen ist. Dort könnt ihr auch mit Kind und Kegel auflaufen, gemeinsam spazieren gehen und antesten, ob die Chemie zwischen Hund und Kind stimmt. Gerade als Hundeanfänger kann das sehr hilfreich sein. Denn bedenke: ein Welpe ist schon ne anspruchsvolle Sache, auch wenn es eine kleine, leichtführige Rasse ist. Und Rassehunde gibt es auch im Tierheim, man muss nur etwas länger suchen.

    Vielleicht ein kleiner Denkanstoß?

    Die Bedingungen, die Du beschreibst sind sicherlich optimal für einen Hund, dessen Rasse zu Euch passt. Vom Beagle und dem Jack Russel (Jagdtrieb ohne Ende...) würde ich eher Abstand nehmen.

    Falls ihr es nicht sowieso schon vorhabt, unbedingt einen guten Züchter auswählen! Gerade beim Berner ist HD und ED sehr häufig vertreten, vor allem, wenn man nicht genau bei der Züchterwahl vorgeht. Laura, ihr hattet da doch auch Probleme oder? Ich glaube, selbst in guten Zuchten ist das immer wieder Thema oder? Aber da würde ich auf die Bernerbesitzer vertrauen, die können da sicherlich mehr sagen, würde mich im übrigen auch interessieren.

    Demnach auf jeden Fall auf Gesundheitszeugnisse etc. achten und vielleicht auch einen Züchter auswählen, bei dem die Berner nicht allzu massig, sondern eher schlanker sind (mal davon abgesehen, dass die Tiere halt immer massig erscheinen, weil sie groß, breit und lang sind - aber ihr wisst ja was ich meine).

    Deiner Beschreibung nach denke ich ebenfalls, dass der Berner besser passen würde als der Labbi oder der Goldie. Auch hier kann ich nur nochmal betonen: Von der Vorstellung des immer braven, schwanzwedelnden, anspruchslosen Labbis Abstand zu nehmen. Kann so sein, muss aber nicht. Ich kenne mittlerweile zwei Exemplare. Der meiner Trainerin (sehr reserviert, sehr kontrollierend, kann nicht mit Kindern, viel Jagdtrieb, braucht viel Auslastung...), der einer Freundin (total quirlig, sehr hoher Bewegungsdrang, immer auf Achse, beim nächsten Hasen weg etc.,) Da da darf man eben nicht pauschalisieren nach dem Motto Labbi =Familienhund. Aber vermutlich ist Euch das auch klar.

    Obiger Link ist ja in Duisburg, wo ich öfter mal bin. Zumal die auch in Köln Seminare geben (jemand Erfahrungen damit?), wo ichs anprobieren könnte. Ohhh toll, Danke für den Tipp - die werden sich sicherlich auskennen und mir ein gutes, vor allem passendes empfehlen können.

    Vielleicht mach ich da wirklich mal ein Seminar, hört sich sehr interessant an.