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Bela hat Wach- und Schutztrieb, aber dazu ist er auch sehr unsicher. Er ist kein selbstbewusster Hund, der sich im Griff hat und weiß, was er tut. Das Gegenteil ist der Fall. Bei ihm muss man schon sehr mitdenken und vorausschauend Gassi gehen. Wobei es draußen mittlerweile wirklich geht!
Was soll ich sagen, leider können sich Jenny und ich da die Hand geben, die Passage gilt zu 1000% auch für Samson.
Darüber hinaus ist Samson ein Hund, der sehr gerne dem Gedanken "Mein Haus, meine Straße, mein Block" nachgeht - und dementsprechend ist es für ihn ein Ding der Unmöglichkeit, dass sich insbesondere nachts Hunde oder gar Menschen auf seinem Terretorium bewegen.
Er hat mich genau im Blick, Unsicherheit bemerkt er sofort und wenn die auch nur im klitzekleinsten Maße vorhanden ist, wird diese auch schamlos ausgenutzt.
Wenn ich also das Gefühl hab, sein Trieb geht mit ihm durch, muss er an der Leine hinter mir gehen - von da aus brummt er zwar gerne, aber insgesamt kann ich ihm damit schon signalisieren, dass ich das jetzt regel - und damit kommen wir auch gut zurecht, was nicht heißt, dass Samson nicht lieber alles alleine regeln würde.
Samson ist zudem unglaublich feinfühlig, auch in Bezug auf seinen Schutz- und Wachtrieb. Wir hatten mal die Situation, dass zwei Labbis auf mich los sind, der eine wollte halt an mich ran und schnappen, Samson hat das rankommen geduldet, aber als der Labbi seine Zähne bleckte, wurde er ordentlich vermöbelt. Er hat nicht getackert, aber es war klar, die Labbis sind zu weit gegangen. Zudem bin ich davon überzeugt, würde mir wirklich ernsthaft jemand mir ans Hemd wollen, der Hund würde alles dransetzen um das zu verhindern - dransetzen ist eigentlich zu wenig, er würde sein Leben geben, um mich zu beschützen - hört sich krass an, aber ich bin sicher, er würde es tun.
Seine (:D) Wohnung bewacht er auch, Einbrecher möchte ich bei uns nicht sein, ich denke nicht, dass der die Türschwelle übertreten könnte, geschweigedenn, dass er mir auch nur ein Haar krümmen könnte. Allerdings bringt der "Wohnungswachtrieb" auch mit sich, dass er gerne anzeigt, wenn wer durchs Treppenhaus läuft oder wenn wer klingelt - das macht er auch lautstark und das nervt tierisch, weil er einfach maßlos übertreibt. Da die Situation ihn regelmäßig überfordert, nehme ich ihm da auch den Handlungsspielraum und er kommt in einen geschlossenen Raum - raus darf er, wenn er sich beruhigt hat. Das weiß er auch ziemlich genau!
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Wie gesagt, draußen kommen wir gut klar, drinnen sieht es anders aus. Besuch von Fremden ist sehr schwierig mit ihm[...]. Zudem ist Bela extrem reserviert, argwöhnisch und misstrauisch gegenüber Fremden.
Auch hier gilt das ebenso (leider) für Samson. Fremder Besuch, nein eigentlich allgemein Besuch ist unsere größte Baustelle. Lange Zeit habe ich eher hilflos zugeschaut, wie Samson sein Kontrollimperium aufgebaut hat - "die Mama kommt ja eh mit nix klar hier", so seine Theorie! Vermutlich ging das einfach zu lange so, denn diese Kontrollschiene würde er am liebsten immer fahren wenn Besuch im Haus ist. Mit der Box haben wir schon recht gute Erfolge erzielt, weil ich ihm dann den Einflussbereich und die Verantwortung nehmen kann. Das klappt schon echt gut, aber zufriedenstellend ist was anderes ehrlich gesagt.
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Bei Bela muss man einfach immer ein Auge drauf haben, und das wird auch so bleiben, das kann man nicht ausschalten. Dieser Aussie (ich wage mal die pauschale Aussage, dass das bei den meisten Aussies so ist) kriegt alles mit, dem entgeht nichts und der hat auch zu allem ne Meinung.Er wufft zB nach, das kann man nicht abstellen, oder er brummt in sich rein. Aber das ist ein Fortschritt gegenüber durchgängigem Alarmbellen!
Ähm ja...auch hier...wiederum mein Samson in grün. 