Ich glaub bei dem Stress meines Praktikums gönn ich mir jetzt ne Glaskugel ![]()
Beiträge von Saltimbanco
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Jana, vielleicht kannst du mir und auch Shadowwing mal beschreiben, wie du das hinten dran laufen aufgebaut hast.
Gibst du eigentlich ein Kommando, wenn Samson "Fuss" laufen soll? Oder ist es "Standard"-Einstellung und Leine dran heisst "Fuss" laufen? Was machst du, wenn er mal an längerer Leine laufen darf?
Danke schon jetzt für deine Antworten :)Ich gebe kein Kommando fürs Fußlaufen an der Leine. Für ihn ist klar: Leine = Ich muss in der Fußstellung bleiben. Und zur zweiten Frage: Leine heißt IMMER Fußlaufen. Bei mir läuft der Hund entweder offline oder online. Ein Zwischending an lange Leine gibt es nicht (außer beim ZHS, aber nun gut, das sieht Samson nicht als "Leine" an und ich auch nicht). Bei uns ist das aber auch recht einfach umzusetzen, da es hier ausreichend Wälder, Felder, Wiesen gibt, so dass Samson genügend Freilauf bekommt. Bei uns beschränkt sich das eben nur auf die Leinengeherei (die ich übrigens mehr als ätzend finde!) bei Löserunden, sonst läuft Samson immer frei (natürlich nicht an Gefahrenstellen wie Straßen oder sonst was, also überall da, wo man eben nicht den Hund sichern muss).
Tja, wie ich hab ich das aufgebaut...Nun ja, wie vieles von dem, was ich so angefangen habe - einfach Frei Schnauze
. Jedenfalls gibt es sicherlich keinen trainerischen Ansatz, der mein System stützen würde. Aber das ist bei mir eh meistens zweitrangig, weil Samson sehr oft nicht "nach System funktioniert", da entwickelt man schon mal gezwungermaßen Alternativen :D. Dazu muss man sagen, Samson ist ein sehr weicher Hund und er stellt selten in Frage.Also angefangen habe ich mit Geschirr und Halsband, wobei die Leine am Halsband war, wieso, erkläre ich gleich. Deswegen auch immer nur (am Anfang) auf den wirklich kurzen Runden, denn sonst wirste ja wahnsinnig und kommst nicht weit :D. Ich bin also los, ohne was zu sagen, ohne den Hund anzugucken. Ich hatte die Leine kurz, aber locker. Wenn Samson zu weit nach vorne kam als die Position, die ich wollte, habe ich ihn seitlich mit meinem Bein wieder an die Position bugsiert (kein treten, sondern eher ein drücken), wo ich ihn hinhaben wollte. Ich hoffe, man versteht was ich meine...mein Bein war einfach mein verlängerter Arm und hat zudem verhindert, dass ich ihn angucken musste. Mein Blick ging stur grade aus. Wenn er durch das Blocken mit dem Bein irgendwie zur Seite wegging, habe ich ihn am Geschirrteil angefasst und ebenfalls wieder stur an die Position zurückgeführt. Nach ein paar Spaziergängen musste ich nur noch leicht das Bein anheben (das Geschirr kam gar nicht mehr zum Einsatz) und der Hund hat sich automatisch wieder eingeordnet.
Für das hinter mich bringen gibts eigentlich keine große Anleitung. Ich nehme mir da die Freiheit (wenn Samson meint er müsste hier regeln), ihn einfach an kurzer Leine (so dass er nicht seitlich wieder nach vorne stürmen kann) hinter mich einzuordnen. Die Leine ist dabei kurz, aber wieder nicht gezogen oder so. Sie ist nur so kurz, dass er nicht seitich weg kann.
Falls was unklar ist, nachfragen :)
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Okay, ist schon bei der Anmeldung gescheitert, die wollten ja quasi alles sychronisieren.
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Meine Lieblingsapp seit gestern: Nike Running+
Ein Freund erzählte mir von einer tollen Lauf-App die ihn total zum laufen motiviert.. naja nachdem er so erzählt hat hab ich sie mir auch geholt. Mit den gelaufenen km sammelt man "Trophäen" ein die einen dazu anspornen sollen weiterzulaufen. Der beste Ansporn ist aber wenn man sich einen Freund sucht der die App ebenfalls hat. In einer "Ranking-Liste" wird angezeigt welcher Freund in diesem Monat schon wie viele km gelaufen hat, was sein Streckenrekord war, seine schnellsten 5km usw. DAS spornt mich nun ungemein an, mehr zu tun als andere! Mal sehen wie lange weil laufen eigentlich nicht meine Königsdisziplin ist
Das gemeine an der Geschichte: ich starte die App natürlich auch wenn ich "nur Gassi gehe" und sammel mir so die km zusammen hihi... Bewegung ists ja trotzdem.Das hört sich großartig an, gleich mal laden :)
Wie sieht das mit den Freunden aus? Muss man die als Kontakte haben? Oder wie sieht man das?
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Shadowwing: Wie klappt denn das Leinentraining bei den Abend/Morgenspaziergängen? Übrigens habe ich genau die ausgesucht, weil die ja meistens am kürzesten sind. Bei uns dauert das Abendpipi keine 10 minuten beispielweise, ich denke, da kann man Leinenführigkeit gut üben.
Übrigens
dafür, dass Du Dich mit den Problemen auseinandersetzt. Leider wohnst Du nicht in der Gegend, sonst hätte man auch mal zusammen Leinenspaziergänge machen können. -
Wenn ich das so so lese von Euch bin ich mal wieder froh, dass Samson keinerlei Interesse zeigt zu Jagen. In Holland standen wir mal vor einer ganzen Rehherde (ich wollte ein Foto machen
) und der Hund hat sehr interessiert geschaut, was ich da schönes fotografiere.Manchmal passiert es im Wald, dass irgendwas in der Luft ist und Samson dann ganz aufgeregt ist. Er rennt dann gerne mal vor...allerdings würde er nie im Leben durchstarten - wieso? Die Angst, dass er mich nicht mehr wiederfindet ist viiiiiiel zu groß

Wenn mein Gelegenheitsaussie Jamie da ist, merke ich erst richtig, wie es ist mit einem Sichtjäger (wenigstens nur Sicht...) unterwegs zu sein. Da kann ich während des Spaziergangs kein Buch lesen
Ich muss wirklich vorausschauend sein um im Notfall schneller zu agieren und die Schleppleine - meinen Helfer und Freund
- zu benutzen 
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Da sieht man mal wieder gut, beim einen funktionierts, bei anderen nicht. Ich finde den Klicker toll (und nutze ihn für diverses), aber unsere Leinenprobleme haben den Klicker nahezu ausgelacht

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Zunächst, mach Dir keinen Kopf und stell ruhig alle Deine Fragen und schildere konkrete Situationen. Wer ernsthaft an etwas arbeiten will, kriegt hier wirklich gute Tipps. Nur wie Du siehst gibt es unterschiedliche Ansätze und nicht jeder funktioniert gleich gut. Es liegt an Dir unterschiedliches auszuprobieren und DEINE Methode herauszufinden.
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Hm das hört sich sinnvoll an. Wir handhaben das mit dem Leinelaufen so: Halsband + Leine = Fuss. Geschirr + Leine= Lauf wie du willst, aber zieh nicht. Halsband + Leine nutze ich derzeit aber nur in homöopathischen Dosen zu Übungszwecken. Ich fand ihn noch zu jung, um an der Leine ewig 'Fuss' zu laufen. Oder ist er das nicht?
Und wie bekommst du Samson (toller Name übrigens) dazu direkt hinter dir zu bleiben und nicht zu versuchen wieder an deine Seite zu gelangen?Ich habe mich erst mit Leinenführigkeit beschäftigt, als die Probleme schon da waren (etwa mit 7 Monate fing das an). Nachdem ich alles mögliche ausprobiert hatte (dauerte bestimmt 2-3 Monate an :D), war er 10 Monate - und als ich mit der Methode wie oben beschrieben wirklich angefangen hab, da war er fast ein Jahr. Ich sage Dir ganz ehrlich, der nächste Aussie lernt die Leinenführigkeit von Anfang an (natürlich in kleinen Schritten). Das mögen einige anders sehen, aber ich finde da gibts kein zu früh. Kommt halt drauf an wie mans angeht und wie der Hund so ist. Ich bin davon überzeugt, bei Samson wäre das alles kein Problem gewesen und ich hätte mir wahrscheinlich so einiges erspart. Zu erreichen, dass der Hund automatisiert hat Leine=lockres Fußlaufen ist aber einiges an Geduld angesagt. Ich finde Deine Vorgehensweise mit Geschirr und Halsband gar nicht schlecht. Ich würde es so angehen, dass Du wirklich regelmäßig die kurzen Spaziergänge nutzt (bei uns das kurze Abendlösen von 10 minuten) und konsequent dran arbeitest.
ZitatUnd dann muss er frühzeitig abgelenkt werden.
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Ich würde den Hund nicht ablenken. Hab ich damals natürlich auch versucht, ich glaube, das zählte zu den am wenigsten erfolgreichen Methoden die ich mal ausprobiert habe - okay, noch erfolgsloser war wohl "Schönklickern".
Bei Samson hat das jedenfalls nicht die Ursache bekämpft. Das Kasusknacktus bei uns war, dass Samson einfach immer dachte: Die Alte hat die Situation nicht im Griff, also regel ich das mal. Der Positionswechsel hat bewirkt, dass er erstmal nicht mehr alles abscannen konnte (da nicht mehr vor mir) und ich ihm immer ein Stück weit voraus war. -
Ach ja, manches erinnert mich ja schon an unsere Situation vor etwa 2 1/2 Jahren
. Gut, dass ich meine Beiträge zu der Zeit nicht mehr lesen muss, sonst würde ich vermutlich in Scham ersinken - also mach Dir keinen Kopf, ich denke, nicht nur ich kann Dich gut verstehen 
Samson hat im ersten Jahr ebenfalls viel Frust an der Leine aufgebaut und nebenbei noch schöööön seine Kontrollettieigenschaften (mit meinem Zutun) ausgebaut. Ich habe soviele Sachen ausprobiert, wenn ich da im nachhinein dran denke...ähm...ja
|).Vor allem hatten wir Probleme im Dunkeln mit Begegnungen an der Leine. Was uns wirklich sehr geholfen hat war die Position des Hundes zu korrgieren. Samson lief nämlich bis dato immer schön als Umgebungsscanner an langer Leine und hat so schon mal potentielle Agressoren ausgemacht
Irgendwann sind wir dann drauf gekommen Samson nicht mehr vorlaufen zu lassen, sondern ihn an der Leine immer im Fuß gehen zu lassen und keinen Meter mehr davon abzuweichen. In Situationen, die potentiell schwierig werden konnten, musste Samson dann die Position (an kurzer Leine) hinter mir einnehmen und ich bin im großen Bogen emotionslos um xy herum. Das hat so überraschend gut geklappt, dass ich selbst ganz baff war - aber was die Grundlage alldessen war, war die Arbeit an MIR! Bevor ich das begonnen habe, musste erstmal an meiner Unsicherheit arbeiten und ich muss sagen DAS war wirklich die größte Herausforderung an der Geschichte. Nun ja...jetzt legt man nicht einfach einen Schalter um und sagt: YES, jetzt bin ich nicht mehr unsicher. Aber umso mehr wir geübt haben, desto sicherer wurde ich. Und ich muss sagen, dass, was als Reaktion ankam war wirklich unglaublich...es lief nämlich mit entsprechendem Training.Was ich übrigens auch nur empfehlen kann (wenn Du es nicht bereits tust) - sehr vorausschauend spazieren zu gehen. Also schneller sein als der Hund. Heißt: XY schon vor dem Hund bemerken, entsprechend Abstand zu halten und auf die Situation (innerlich - bei mir hieß das, NICHT verunsichern lassen) vorbereiten.
Mittlerweile muss Samson beispielsweise gar nicht mehr hinter mir laufen, weil ich a) in der Lage bin vorrausschauender im Dunkeln spazieren zu gehen, b) sicherer bin, c) Sein Verhalten (Beispiel: Fixieren) schon vorher unterbinden kann.
Aber jeder Hund ist natürlich anders, bei uns hat das wirklich erstaunlich gut geklappt. Falls Du Fragen hast, frag ruhig, hier sind wirklich einige Leute, die richtig richtig viel Erfahrung haben (auch mit schweren Kandidaten), die auch mir damals sehr geholfen haben!
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Ich finde das "richtige" Clickern auch schwierig, wenn der Hund eben nicht in einer Erwartungshaltung sein soll. Der Click versetzt Grisu sofort in eine Erwartungshaltung. Ein ruhiges Lob rein stimmlich kann passen, aber einfach nur Ruhe ausstrahlen + die Erfahrung des Hundes "es passiert jetzt einfach nix" hat bei uns am besten geholfen. Auch ein Kommando (Platz bei uns oder situativ hinter mir gehen lassen) und selbst "erkunden", er beobachtet nur, hat geholfen. Ein "Lob" in welcher Form auch immer erwartet er da gar nicht. Er beobachtet und hat mit der Zeit gelernt, er muss nicht eingreifen.

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