Beiträge von Helemaus

    Meiner ist ein bekennender Saftsack, da gibt es um einiges leichtführigere Cardigans als meinen :lol:
    Anfangs war es nicht immer leicht, meine vorherigen Hunde (auch die im Bekanntenkreis) waren ein ganz anderer Typ Hund und somit war ich dann teilweise doch etwas festgefahren. Durch den Hundesport und die Corgiszene hat sich mein Horizont erweitert und das kommt uns im Training zu gute.

    Ich mache mit Krabat Rally Obedience und Unterordnung. Agility haben wir auch angefangen, aber ob ich dabei bleibe weiß ich noch nicht. Die Vorurteile der Vereinskollegen gehen mir offen gestanden etwas auf den Sack, da macht es keinen Spaß zu trainieren.
    Eventuell gehen wir doch noch ins Obedience, mal sehen. Oder sehen uns mal Heelwork to musik an. Und manchmal probieren wir auch einfach nur Tricks, Longieren oder nur spazieren gehen.
    Er wird auch ausgestellt, so das auch dieses Training immer wieder ansteht.
    Ich kenne einige Corgis beider Rassen in unterschiedlichsten Sportarten. Die Pemhündin in unserem Verein macht Rally Obedience und Obedience (und hat am Freitag auf dem Tunier bei uns im Verein den zweiten Platz gemacht). Bis auf IPO wüsste ich jetzt ehrlich keine Sportart wo die nicht auch mal mitmischen :???:

    Aber es ist natürlich keine Pflicht und man muss auch nicht übertreiben. Die kommen auch mal mit weniger aus. Solange man sie mit irgendwas kopfmässigem auslastet. Sie lieben die Arbeit mit ihrem Menschen.

    Zum Bellen: Kommt halt drauf an was man zulässt. Viele Corgis frei in einem Garten sind viel Radau. Vor allem, wenn man sie machen lässt.
    Wir haben einfach ein Ritual daraus gemacht, dass Krabat ungewöhnliches anzeigt (meist ist es unterlegt mit nem Buff, richtig laut anschlagen ist eher selten) und ich nachsehen gehe. Wenn ich ihm sage "Ist ok, danke fürs bescheid geben." und die Tür verlasse ist es für ihn auch ok.
    Die sind ja wie gesagt auch nicht dumm und können schnell Geräusche zuordnen und die meisten Geräusche in einem Mehrfamilienhaus sind recht schnell Alltagsgeräusche.

    Sind jetzt gleich unterwegs, gerne später mehr.

    "Der Hund musste schon so viel laufen in seinem Leben und hat seine Beine abgenutzt. Deshalb sind sie so kurz."

    Erzählte ein Vater seiner Tochter. Bemerkenswert ist daran ja fast schon, das dieser Spruch nicht mal wirklich kreativ ist. Der kommt immer mal wieder.

    Ja, der Corgi haart ganzjährig. Aber so wirklich dramatisch wie sich das anhört empfinde ich das offen gestanden nicht. Vielleicht bei den Pembrokes (Vorfahr Spitz) und bei den Cardigans je nach Fellbeschaffenheit.
    Klar kann man mit dem richtigen Werkzeug viel Unterwolle rausholen (Doppelcoat), aber da sind bei uns zuhause Samson und der eine Kater mehr ein Problem für die Reinlichkeit. Und wenn ich momentan an die weißen Schäferhunde auf unserem Hundeplatz denke: DAS ist krass :lol:
    Dafür ist Krabats Fell schmutzabweisend. Der verliert den meisten Dreck bereis auf dem Spaziergang.

    Die Corgirassen binden sich beide sehr stark an ihre Familie und sind Kindern gegenüber sehr aufgeschlossen und nachgiebig (sollten sie keine schlechten Erfahrungen gemacht haben), gleichzeitig aber auch sehr beschützend.
    Sie wollen immer dabei sein, liegen meist in der Nähe ihres Menschen. Wenn man da nicht auch mal nen Stopp macht kann das schnell in Kontrollzwang umschlagen.
    Trotzdem können sie ohne weiteres alleine bleiben.

    Die Hunde machen spaß und mit ihrer Intelligenz und Unnachgiebigkeit faszinieren sie einen jeden Tag aufs Neue. Das bringt es aber auch mit sich, dass man in der Erziehung konsequent bleiben muss, denn sie hinterfragen. Teilweise ein Leben lang.
    Wenn sie einem glauben, das man weiß was man tut und anständig führt, tut der Corgi alles für einen. Wenn man selbst unsicher wird oder sich nicht durchsetzt wird es eine nervenaufreibende Aufgabe. Aber sobald der Knoten platz schwebt man auf Wolken.
    Sie haben einen absolut umwerfenden Charme.
    Mein Freundeskreis wird von Krabat gerade zu kontrolliert. Der muss nur antippen, schon wird er gestreichelt, darf überall auf den Schoß (selbst bei Leuten, die es nicht mit Hunden haben und 10 Minuten vorher noch sagten das sowas nicht passieren wird) oder bekommt was zu Futtern. Und er darf sich alles erlauben, was die anderen Hunde sich nicht erlauben dürften :ugly:
    Ich sag ja: Kleine manipulative Arschlöcher, die genau beobachten und sehr sensibel auf Menschen eingehen können.
    Was je nach Linie aber auch mit sich bringt, das sie etwas unsicher auf gewisse Personenkreise reagieren. Ist aber gut kontrollierbar.

    Allerdings kann es sein das grad bei den Rüden eine gewisse Rüdenunverträglichkeit besteht. Nachgeben tun sie leider nicht und dumm anmachen lassen tun sie sich auch nicht so gerne. Deshalb können sie sich zu Mobbern entwickeln.
    Vom Spiel her sind es dann auch eher Dampfwalzen. Laute Dampfwalzen.

    Was uns zu dem Mitteilsam kommen lässt: Das sind sie, aber damit ist kein stundenlanges Bellen gemeint. Sie haben eine große Skala an lautäusserungen vom buffen, jodeln, mehreren Knurrlauten usw.
    Laut bellen tun sie auch nicht mehr als der Durchschnittshund. Ok, sie melden (was eine ihrer Aufgaben war in der Vergangenheit. Den Hof bewachen), aber auch das ist gut kontrollierbar.
    Krabat meldet auch nur wirklich meldenswertes im Hausflur. Also alles, was darauf hindeutet das da etwas nicht stimmt. Alltagsgeräusche (in einem Mehrfamilienhaus sind das einige) werden nicht mehr beachtet.
    Als die Putzfirma ihre Zeit von Montag auf Donnerstag verlegt hat hat er einmal kurz angeschlagen, die Geräusche dann sortiert als "kenn ich ja" und die Sache war gegessen. Wobei das meist dann mit buffbuff gemeldet wird. Stulle von oben hört man im gegensatz im ganzen Haus und der ist nen Mix.

    Es gibt Cardigans, die extrem jagen. Der Cardigan einer Bekannten muss in wildreichem Gebiet gesichert werden, während ihre Anderen sich leicht abrufen lassen.
    Würde aber sagen das der Großteil da sehr gut lenkbar/erziehbar ist. Krabat lässt sich mittlerweile auch gut abrufen.
    Auch das Hackenkneifen war nach zwei Versuchen im Welpenalter geschichte.

    Etwas gefordert und gefördert sollte der Cardigan schon werden, sonst wird er sich ne Aufgabe suchen.
    Er ist für viele Hundesportarten geeignet, aber macht auch gerne Tricks und jede Menge Mist mit.
    Selbst hüten oder besser treiben kann ein Cardigan heute noch genau so gut und das ohne das man die Rasse in Arbeits- und Showhunde unterteilen muss. Gibt es bei uns nicht.
    zb. lebt in Frankreich eine Hündin aus deutscher Zucht die dort an den Schafen arbeitet. Die deutsche Zucht hat anbei keine Schafe ;)

    Krabat ist ein sehr kleiner Rüde mit 16 Kilo auf 31cm, aber eigentlich ist die Höhe da zweitrangig, denn wenn man ihn zb. neben die Border stellt ist er genau so lang und im Brustkorb breiter. Es sind nunmal keine Kleinhunde.
    Sie sind weder von der optischen Größe, noch vom Verhalten mit den kleinen Begleithunderassen vergleichbar!
    Und ja: Sie sind noch ziemlich ursprünglich und gesund. Zumindest in der Zucht in Europa. Ich kenne so gut wie alle Züchter hier in Deutschland, kenne viele Halter im In- und Ausland und zb. Cardigans mit Bandscheibenvorfällen kenne ich zwei. Einer auch erst nach einem Autounfall.
    Der andere Hund hat sich nach kurzer Zeit mittlerweile so erholt, das man ihm kaum mehr was anmerkt.
    Die Züchter haben ein Glück erkannt, dass sie in der Zucht nun keine falschen Wege einschlagen sollten und viele Züchter wollen wieder zu kleiner, leichter, sportlicher.
    In Amerika kommt sowas leider häufiger vor, allerdings darf man da auch nicht vergessen: Corgis sind dort seid Jahren in, werden im Zooladen verkauft (keine kontrollierte Zucht mit Untersuchungen), bekommen wenig bewegung (keine Muskulatur) und sind meist zu fett (Übergewicht sollte man tunlichst vermeiden). Bällchenspiele (Stopp-und-go-Spiele grad im Wachstum gehen gar nicht) in Doggyparks und sich von Großhunde überrennen lassen (dumpfe Schläge auf die Wirbelsäule) sind da alltagsbeschäftigungen, wenn man sich in den Foren umsieht.
    Also alles Gift, was man einem Corgi antun kann um sie körperlich kaputt zu bekommen.

    Auch der Pembroke hat ne Rute, wenn er nicht mit Naturel Bob (natürliche stummelrute) geboren wird. Sind ja nicht in Amerika, wo man sie leider noch immer flächedeckend abschnippelt ;)

    Eigentlich sind die Corgirassen nicht so wirklich was für Anfänger. Ausnahme, der Anfänger ist engagiert und hat nen Gefühl für einen sensiblen und gleichzeitigen Hallo-hier-bin-ich-Hund.
    Sind nämlich kleine manipulative Arschlöcher, die Viecher.

    Kann jetzt leider nicht viel schreiben, später gerne mehr. Aber eins noch: Krabat (seines Zeichens Welsh Corgi Cardigan) wird gleich wegen einem Termin vier Stunden allein daheim bleiben. Ist kein Problem.

    Zwischenfazit nach einer Woche Natrue´s Effect von Mera Dog, Sorte Rind:

    Beide Hunde lieben es nach wie vor. Krabat ist richig wild darauf und das will was heißen.
    Optik bei beiden Hunden gut (keine Schuppen, glänzendes Fell).
    Nur bei der Verdauung bin ich Semi-Zufrieden was die Häufchen angeht :roll:
    Während Samson es scheinbar rundum gut verträgt (keine Blähungen, kein Durchfall, von der Futtermenge keinen sehr hohen Bedarf, Haufenmenge im Rahmen) erhöht der Corgen momentan den Verbrauch meiner Kotbeutel auf das dreifache :shocked:
    Von der Futtermenge her bekommt er gleich auf mit Samson, im Training nebenher noch Zeug (momentan Fleischwurst), und den Umsatz brauch er bei dem Futter scheinbar auch damit er seinen Umsatz hält.

    Allerdings ist das jetzt auch erst eine Woche und gebackenes Futter hatte ich bei Krabat glaub auch noch nicht :???: Könnte sich also auch noch einspielen.
    Überlege grad ob ich nochmal einen Sack (andere Sorte) nachkaufe :???: Solange die Küche noch nicht fertig renoviert ist fallen Großbestellungen mangels Lagerplatz eh weg.