Ich arbeite im 3-Schich-System und lebe mit meinen drei Hunden (12, 7 und 2 Jahre alt) allein in einer Mietwohnung mit kleinem Garten. An normalen Arbeitstagen gehen meine Hunde entweder am frühen Nachmittag oder morgens eine große Runde von 1-2 Stunden, je nach Wetter, Lust und Laune. Das Tempo ist durchschnittlich, die Kilometer liegen meist irgendwo um die 6. Nuri und Vega sind eher die Läufer, Hope trödelt und schnüffelt gerne. Wo es geht, läuft sie also ohne Leine, damit ich nicht ständig stehen bleiben und warten muss, weil mich das manchmal echt nervt. Aber ich gehe ja in erster Linie für die Hunde Gassi und sehe halt zu, dass alle irgendwie auf ihre Kosten kommen. Auf der Runde kommen wir immer auch mal an Wiesen vorbei, wo Hope dann oft noch mit Vega eine Runde tobt und so sind am Ende dann alle glücklich und zufrieden.
Von diesen großen Runden abgesehen, gibt es noch eine kleinere Runde von 20-60min und die kleinste Löserunde, die ist nur 10min, die gibt's aber nur vor dem Schlafengehen. Im Spätdienst gehen die Hunde diese zweite Runde mit einer Gassigängerin raus, damit der Nachmittag nicht so lang ist.
3-4x die Woche fahre ich zum Hundeplatz, wo ich Vega dann bespaße und anschließend dort das große Gassi gehe, wobei die Runde dort eher kleiner ist als bei mir zu Hause. Hope geht dort trotzdem gerne spazieren, weil es dort viel Wild gibt und sie sich dann einfach durch die intensive Spurensuche auslastet. Außerdem können Hope und Vega am Platz anschließend auch noch toben. Nuri bleibt im Winter in dieser Zeit zu Hause, weil die Kälte und Nässe eine Zumutung für ihn ist. Im Sommer nehme ich ihn dann mit.
Wenn ich frei habe, ändert sich tatsächlich gar nicht so viel. Beide Gassirunden des Tages werden dann etwas länger, so dass die Hunde dann auch schonmal 3-4 Stunden am Tag Gassi gehen.
In der Wohnung herrscht weitestgehend Ruhe. Hin und wieder maulrangeln die Großen mal ne Runde oder spielen ein wenig im Garten, aber das nur im Sommer, wenn die Tür auch auf ist. Außerhalb der Gassirunden chillen die Hunde eigentlich nur und das tun sie von sich aus, das habe ich nie wirklich bewusst gefördert. Daher gehe ich davon aus, dass sie ganz zufrieden mit ihrem Bewegungspensum sind.
Bei schlechtem Wetter bin ich weniger motiviert. Frost ist ok, Schnee auch, am Liebsten 15 Grad und Sonnenschein. Starke Hitze mag hier keiner wirklich und Regen und Matsch stören leider nur mich und Nuri. Deshalb gehe ich manchmal dann mit Nuri nur auf die Wiese und mit den Weibern etwas weiter. Schüttet es mal so richtig, haben die Hunde einfach das Nachsehen, da müssen sie dann mal durch, aber solche Tage sind eher selten. Bei Matsch (den haben wir leider fast den ganzen Winter über) habe ich dann wiederum das Nachsehen, weil ich natürlich nicht den ganzen Herbst und Winter nur kurze Runden gehen kann, wo die Hunde nicht allzu dreckig werden. Da trete ich mich dann auch mal in den Hintern, aber ich gebe zu, Spaß macht es mir bei so Matsch- und Regenwetter nicht wirklich. Weniger weil es draußen so schlimm ist, sondern vielmehr, weil ich die Hunde dann entweder nach jedem Gassi duschen muss oder eben täglich meine Wohnung komplett wischen. Aber das gehört natürlich trotzdem dazu und auch ich schaffe es, mich dennoch an der Freude meiner Hunde zu erfreuen, für die Pfützen und Dreck einfach die größte Gaudi sind.