Dann mal eine Kleinigkeit zum Chinesen. Chinesen sind sehr anpassungsfähig, blühen (mMn) aber erst richtig auf, wenn sie geistig und körperlich ausgelastet werden. Sie brauchen aber kein Hochleistungsprogramm.
Chinesen sind mMn nicht all zu schwer zu erziehen, solange man das ein oder andere mit Humor nimmt. Durch ihre Intelligenz schauen sie sich auch gerne Mist ab und finden die Lücken im System. Ich find sie relativ geschwätzig. Puck meldet (in der Wohnung) aber gar nicht, und Flip lernt auch nach und nach, dass er nicht alles anbellen und/oder melden muss. Typisch Pubertät, ist er da noch ab und an anderer Meinung. Aber unterhalten tun sich beide Jungs gerne mit mir.
Meine Jungs sind beide eher Einpersonenhunde, kommen aber auch mit Fremdbetreuung klar. Hat Flip von klein auf gelernt. Puck habe ich erwachsen bekommen und er hatte zu Beginn enorme Probleme, wenn er fremdbetreut wurde. Auch das alleine bleiben kann problematisch sein. Ging bei Puck anfangs gar nicht (was aber sicher auch an seiner Vorgeschichte lag). Flip scheint wenig Probleme zu haben. Aber ich bau es auch langsam auf wegen meinem Großen.
Wenn du allerdings eine Rasse suchst, bei der du keinen/ nur einen geringen Pflegeaufwand hast, dann fällt der Chinese raus.
Genetisch gesehen gibt es zwar nur die Varianten behaart (PowderPuff genannt) und nackt, aber tatsächlich haben die meisten Chinesen eine mehr oder minder starke Restbehaarung am Körper. Man unterteilt dabei unter Truehairless (keine großflächige Restbehaarung an "unerwünschten Stellen"), Semicoated (Restbehaarung am Körper, diese ist nicht annähernd so dicht wie bei einem genetisch behaarten Hund, teilweise auch haarlose Stellen vorhanden), Hairyhairless (Behaarung ist so stark, dass er optisch kaum oder gar nicht vom genetisch behaarten Hund zu unterscheiden ist). Es gibt keine offizielle Definition der Behaarungstypen, Die Übergänge sind fließend und es gibt auch noch weiter Begriffe und Abstufungen, aber alles nicht offiziell. Offiziell gibt es nur nackt und behaart. Die Restbehaarung wird häufig abgeschoren oder rasiert, um das typische Aussehen zu erreichen. Aber auch wenn man sie wachsen lässt, braucht das Fell pflege. Je nach Hauttyp (und Alter (Pubertät zB)) braucht auch die Haut pflege. Mancher Hairless hat recht wattiges Fell, welches zum Filzen neigt, und dementsprechend auch gut gepflegt gehört. Regelmäßiges Duschen ist bei den meisten Chinesen besser für Haut und Haar.
Ich schere und dusche meine Jungs alle 1-2 Wochen. Für den Großen (Semicoated) brauch ich mit allem drum und dran 45min, der Kleine (Truehairless) ist in 30min fertig. Außer die Haut braucht ein Peeling, dann komm ich auch bei ihm auf 45min.
Durch die Pfotenform (Hasenpfote) laufen sich die Chinesen nur selten die Krallen ausreichend ab. Das regelmäßige Kürzen der Krallen ist daher wichtig. Krallen werden bei mir ca. alle 2 Wochen gekürzt.
Was man auch nicht vergessen darf: Chinesen brauchen, gerade wenn sie sich nicht warmrennen können, weil sie an der Leine laufen, in der kalten Jahreszeit Kleidung. Passende Kleidung, die nicht scheuert, den optischen Vorlieben (wenn man es nicht kitschig mag) entspricht, zu finden, ist nicht ganz einfach und nicht immer günstig. Es ist von Vorteil wenn man selber ein bisschen nähen kann um Kleidung ggf. abzuändern...
LG Anna