Beiträge von ReallyRed

    Tiermedizin erfordert viele Praktika, hier in Hannover z.B. beim Schlachthof. Die sind natürlich sehr zeitintensiv und liegen wahrscheinlich auch nicht alle vor der Haustür.
    WENN Du genau weißt, was Du studieren willst bzw. angefangen hast und weißt, was Dich erwartet und Dein Studium einigermaßen organisert hast, spricht nicht unbedingt etwas gegen den Hund. Aber die derzeitige Situation halte ich für sehr unpassend, von daher begrüße ich Deine Entscheidung.

    Natürlich kann man im Leben nicht alles durchplanen, gerade ich weiß das sehr gut. Aber man sollte wenigstens einen roten Fadenfür sich selbst haben, der nach Bedarf auch mal einen Knoten haben darf ;)

    Mal eine ganz andere Frage: Hast Du Dich schon mal auf ADS oder Hochbegabung testen lassen? Das würde ich nach Deiner Schilderung auf jeden Fall machen, ich kenne einige solcher Fälle, bei denen es fast genauso ist wie bei Dir.
    Und dann solltest Du erstmal etwas in Deinem Leben ordnen, bevor ein wilder Wusel alles wieder durcheinander bringt :) Ihr meine den Beitrag nicht böse, sondern versuche nur, einen anderen Blickwinkel einzubringen.
    Was ist, wenn Dir die Ausbildung auch nicht gefällt?

    Das "um jeden Preis" gefällt mir nicht. Ist Dir klar, welchen Preis der Hund evtl. für Dich zahlen muss, wenn Du nicht wirklich viel Zeit für ihn hast und kaum Geld?

    Ich fahr LKW :)
    Opel Combo, weiß, 2-Sitzer mit Schiebetür, Klimaanlage und seit neuestem CD/USB-Radio. Also eine echte Luxus-Handwerkerschlurre. Mit Hund würde ich immer wieder einen Hochdachkombi nehmen. Und ohne auch: Tür auf, Kram rein, Tür zu.
    Ohne Hund fahren wir einen Ford Fiesta von 2009 mit allem Schnürfax. Eigentlich sollte es ein Ka werden, aber nach 10 Monaten Warten auf die Lieferung haben wir uns dann doch spontan umentschieden.
    Eigentlich hätte ich statt dem Combo gern einen Skoda Yeti in grün gehabt, aber der war leider noch nicht meine Preisklasse. Davor hatten wir einen Peugeot 307SW, das war DAS Auto schlechthin. Hätte er nicht so viele KM als Benziner drauf gehabt, hätte ich ihn bestimmt nicht hergegeben.

    schara: Welche Lösung würdest Du denn dann der TE vorschlagen?

    So weitergehen kann es nicht. Gesundheitlich ist sie anscheinend nicht in der Lage, großartig mit ihm zu trainieren. Also?

    Natürlich kann ein Dialysepatient nicht einfach so mal 5 Tage wegfahren und körperlich und psychisch belastende Tätigkeiten durchführen. Aber vielleicht hätte man eine andere Lösung finden können? Ein Besuch bei Kaffee und Kuchen, damit mal jemand von außen auf die Situation schaut.

    @Bouvier7: Es geht nicht darum, dass irgendwer die Reinigung bezahlt, sondern darum, dass auch auf dem Land nicht jede unbebaute Ecke automatisch ein Hundeklo ist. Und ich finde es eklig, wie viel Hundekot mitten in meinen zukünftigen Lebensmitteln liegt oder auf den Wiesen im Naherholungsgebiet.
    Auch hier zählt Rücksichtnahme!

    Ich erwarte von der Gemeinde keine vergoldeten Hundeklos, aber wenigstens in der Fußgängerzone zwei Spender, damit sich niemand mehr mit "Beutel vergessen" herausreden kann.

    Und warum sind hohe Steuern gut? Damit werden irgendwelche Haushaltslöcher geflickt, die definitiv nicht durch Hundehaltung entstanden sind. Ich wäre in Bezug auf die Verschmutzung übrigens für eine saftige Pferdesteuer, so oft wie ich hier Slalom laufen muss. Die Reiter lassen alles hinter sich liegen und alle anderen müssen Slalom laufen. Wenig ist das nicht gerade, was so ein Pferd hinterlässt. Früher wurde das wenigstens zur Seite geräumt.

    Ich denke auch, die alte Dame braucht einfach etwas Zeit. Wenn ich mir vorstelle, dass meine Mutter von heute auf morgen umziehen müsste und das in eine fremde Stadt, wo sie niemanden kennt und sich überhaupt nicht auskennt... würde das auch nicht einfach so fluppen.

    Nächste Woche kann das schon ganz anders aussehen. Habe ich jetzt nicht gelesen: Warst Du mit ihr schon bei "Deinem" Tierarzt zum Durchchecken?
    Beim TS war sie ja schon länger und ihr war alles vertraut. Dementsprechend war sie dort ruhiger, ich würde das nicht als Falschaussagen interpretieren.

    Bouvier7: Ich weiß zwar nicht, woher Du Deine idyllisch-verstaubten Vorstellungen vom Dorfleben bzw. der Hundehaltung auf dem Dorf her hast, aber hier sch*** die die arbeitslosen Luxusköter genauso die Fußwege voll wie in der Stadt. Und gerade auf dem Land macht sich kaum einer Gedanken darum, wenn sich sein Hund gerade auf einem bewirtschafteten Acker oder einer genutzten Weidefläche löst.
    Ungenutzte Flächen gibt es in der Nähe menschlicher Ansiedlungen doch so gut wie gar nicht mehr. Und auch eine schöne wilde Wiese muss nicht zum Hundeklo verkommen.

    Und die Städte tun hier überhaupt nichts für Hunde. Es gibt keine Auslaufflächen, Kotbeutelspender u.ä. Darum hat sich der HH gefälligst selbst zu kümmern. Hat er doch gewusst, als er sich die Töle angeschafft hat. Warum sollte sich die Gemeinschaft darum kümmern? So lautet hier zumindest der Tenor von Verwaltung und hundelosen Mitbürgern.
    Dafür wurde die Hundesteuer für dieses Jahr erstmal um 12% auf 72€ erhöht. Mehr Geld für nix, aber es ist eben keine zweckgebundene Steuer.

    Red hat uns letztes Jahr bestimmt locker 1500€ gekostet, Allergiekrams, Spondylose, Tollwut-Titer für Norwegen war viel zu niedrig... und wie es aussieht, könnte dieses Jahr eine Menge dazukommen: CT wegen der Rückengeschichte, zwei Zähne müssen irgendwann mal behandelt werden (zum Glück nicht akut), weitere Allergietests, Physiotherapie, Medikamente, etc...
    Dafür hätte ich schon zwei VDH-Welpen haben können *ironie*

    Ich weiß nicht, wo unsere Grenze liegt. Wir hatten da letztes Jahr ordentlich dran zu knabbern, weil ich noch keinen Job hatte. Und das Studium muss auch abbezahlt werden. Wahrscheinlich würden wir die Grenze eher dort ziehen, wo es lediglich Leidensverlängerung/keine Steigerung der Lebensqualität mehr bringt, sondern nur noch unserem Egoismus dient (WIR wollen den Hund nicht verlieren). Ich würde niemanden einen Vorwurf machen, der sagt, ich KANN mir den Hund nicht mehr leisten, ich habe keine Möglichkeiten mehr. Irgendwann sind alle Reserven ausgeschöpft, nicht jeder hat gut gestellte Eltern oder einen guten Job. Kein Verständnis habe ich für ich WILL nicht mehr in den Hund investieren, wird mir zu teuer.
    Was machen solche Leute, wenn der Partner mal einen schweren Unfall hat? Wird der auch abgeschoben?

    Bekannte von mir haben schon einmal 5 Stunden einen fremden Schäfi auf dem Grundstück gehabt... zwar mit Telefonnummer am Halsband, da ging aber niemand ran.

    Die Leute waren in der Nähe zu Besuch, haben den Hund im Garten geparkt und sich nicht mehr drum gekümmert. Irgendwann als sie nach Hause wollten, ist dann aufgefallen, das er weg ist.

    So oder so würde ich den Tierschutz anrufen. Ob ausgesetzt oder rausgeschmissen zum Gassi gehen, der Hund scheint seinen Besitzern nicht wichtig zu sein.