Wenn's nicht so traurig wäre, war's ja saukomisch, aber richtig!
Stellt euch bitte mal vor, welche abstrakte Schlußfolgerung da von dem Hund verlagt wird: "Herrchen benimmt sich wie ein durchgeknallter Irrer, sobald ich Ärger habe - da liegt es für mich doch förmlich auf der Pfote, mit dem nächsten Problem vertrauensvoll zu ihm zu kommen....?"
Eigentlich mag ich auch partout keine Vögel im Haus, insofern schon ziemlich ironisch, daß ich mein Arbeitszimmer schließlich fast 20 Jahre lang mit einer Riesenvoliere samt Freifliegern geteilt habe - fing alles mit einem verletzten, gesund dann nicht mehr auswilderbaren Erlenzeisig an...
Jedenfalls: Die Kanarienhenne, die ich zur Gesellschaft dieses Zeisigs gehalten habe, ein ordinärer schmuddelbraunroter Farbkanari, war ganz schnell ganz erstaunlich zahm, nahm also nicht nur Futter von der Hand wie der Zeisig selbst, sondern flog mich auch quer durch Zimmer an und kletterte auf mir herum wie ein zahmer Wellensittich. Hätte ich vorher nicht gedacht, daß Kanarienvögel so derart zutraulich werden. War schon eine nette Zeit mit den Piepmätzen, aber ich bin doch froh, daß ich wieder "vogelfrei" bin und keinen Käfig mehr im Haus haben muß, seit der letzte an Altersschwäche starb. Übrigens mit immerhin gut 18 (achtzehn!) Jahren - es kann also eine langfristigere Entscheidung sein als für einen Hund!
Deutlich leiser als Krummschnäbel sind Kanaris übrigens auch, aber täusch dich da bitte nicht: In einer geschlossenen Wohnung ist JEDER Vogel verblüffend laut und oft auch ganz schön lästig!
Laß dir bloß keinen Mist erzählen, du hast das einzig Richtige getan.
Wir sind letzten Herbst mit blutigem Durchfall noch sofort nachts in die Klinik gefahren. Selbstverständlich war auch noch Wochenende, und unsere Haustierärztin hat uns am Telefon dringend dazu geraten, bei Blut im Stuhl keinesfalls abzuwarten, nicht mal ein paar Stunden. Also eine lange Fahrt durch die düstere Pampa, der Hund durfte dann gleich zur intensiven stationären Behandlung dableiben und war auf diese Weise glücklicherweise nach drei Tagen mit dem Gröbsten durch und wieder zuhause. Als Ursache stellten sich hämorrhagische Ecoli raus, also sowas wie Ehec, und bei langem Zuwarten hätte das bös ausgehen können.
Du hast deinen Hund mit der schnellen Reaktion sicher auch vor einer deutlich längeren und vielleicht sehr viel fieseren Krankheit bewahrt - und jetzt drücken wir natürlich die Daumen für gute, schnelle Besserung!
Mein Youngster nähert sich mit 22 Monaten ja nun deutlich dem Erwachsenenalter, aber gottseidank wird die Freude da nicht weniger. Und gefreut hab ich mich bisher wirklich täglich an dem zufriedenen, fröhlichen (und durchaus anstrengenden..*g*) jungen Hund - wie sollte man denn auch nicht, wenn man so angesehen wird....?
Nachdem ich beides gehabt habe/habe: von Dreck & Kosten abgesehen, ist ein halbwegs ruhiger Großer deutlich praktischer. Um dessen Unversehrtheit mußt du nicht immer wieder bangen, der hat nicht SO das Talent, sich blitzschnell in gefährliche Situationen zu bringen, den hast du so viel einfacher in Griffweite, unter Kontrolle und etwa "bei Fuß" gut in Sicht.
Während du bei dieser vertrackten Kombination aus Reaktionsgeschwindigkeit, Rakentstart und Minigröße, die etwa ein kleiner Terrier bietet, entweder das Nachsehen oder bald einen Bandscheibenschaden vom (vergeblichen)Blitzbücken hast. Ich tagträume inzwischen oft von diesem bequemen "mal eben"-Griff ins Halsband - das waren noch Zeiten...Gar nicht zu reden davon, daß du diese kleinen Konditionswunder lange nicht so einfach glücklich entspannt ins Körbchen kriegst.
Im Moment macht mir die Herausforderung ja noch Spaß - aber wenn ich älter werde und es bequemer haben möchte, kommt hier wieder ein Großer ins Haus. (Das Dumme ist nur: die verrückten Kleinen haben Suchtfaktor!)
Ich hab beim Selbst-Bekochen von drei Hunden über 15 Jahre hinweg noch keinerlei Temperamentsunterschiede im Zusammenhang mit Getreidefütterung feststellen können - die hatten immer eindeutige andere Ursachen, etwa Alter, Trainingszustand und aktuelle Umgebung. Meine jetzige Hündin frißt mal mit, mal ohne Getreide, und da ist kein Unterschied. Wir hatten im Urlaub gerade 14 Tage nur Kartoffeln (Babygläschen)als Kohlehydratquelle und die Fütterung war getreidefrei - der Hund allerdings, dank reichlich Bewegung und Anregung, so lebhaft wie selten.
Meine Erfahrung wäre also: meine Hunde hat noch nie auffällig der Hafer gestochen, die scheinen da anders zu reagieren als die Pferde.
Meine Hündin wiegt knapp acht Kilo, ist fast zwei, kastriert und sehr bewegungsfreudig und wird so ein bißchen nach Augenmaß gefüttert: durchschnittlich bekommt sie täglich ein gutes Viertelpfund rohes, gern fettiges Fleisch, oft Pansen oder Lamm, dazu etwa 100 Gramm gedünstetes Gemüse und 30 - 60 Gramm (also einen oder zwei Eßlöffel, trocken gewogen) aufgekochte Hirse-, Hafer- oder Buchweizenflocken. Dazu etwa einen halben Teelöffel Öl und rohe frische Kräuter. Zusätzlich gibt's zweimal die Woche Lammrippe oder einen Hühnerflügel zum Nachtisch.
Als sie allerdings aktuell im Urlaub mehrere Stunden täglich flott auf den Pfoten war, hat sie ein halbes Pfund Fleisch plus ein 190 Gramm-Babygläschen Gemüse täglich verputzt, natürlich auch in zwei Mahlzeiten. Das Ergebnis war ein wirklich fitter Hund, aber nach wie vor eher auf der schmalen Seite, wie es sich in ihrem Alter gehört:
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Das ist ja auch das Tolle an der Sache - du kannst die Ration jederzeit genau an den Bedarf anpassen und mußt nicht täglich nach Schema F dieselbe Zusammensetzung füttern. Wir wünschen dir viel Spaß & deinem Hund guten Appetit!
Den Hütehunde-Ball würde ich auch flachhalten - der Reiz eines galoppierenden Pferdes ist so stark, daß er wirklich rasseübergreifend wirkt. Meine ehemalige Reitbeteiligung hatte einen sonst megabraven, faulen Pudelmix, der sich identisch verhielt. Sobald das Pferd draußen angaloppierte, wurde es kläffend umkreist, solange der Hund mithalten konnte, dann kläffend verfolgt - das sah allerdings immer eher nach Spielaufforderung aus als nach ernsthaftem Hüten.
War zwar recht praktisch, um das Jungpferd absolut und total "hundesicher" zu kriegen, aber ein Spiel, das ich auf die Dauer nicht wollte, da die junge Stute schließlich auf jede hündische Spielaufforderung fröhlich angaloppieren wollte. Leider war die Hundebesitzerin total trainingsunwillig, insofern blieb mir nichts, als ihr schließlich das Mitnehmen des Hundes ins Gelände zu verbieten.
Was die Trainingsschritte angeht: besser als Chris kann man's nicht sagen - und mühsam wird es auf alle Fälle werden, weil da gleich zweierlei zusammenkommt: der Bewegungsreiz und die Erfahrung des Hundes, daß er freie Bahn hat. Aber laß dich bloß nicht entmutigen, der Zeitaufwand lohnt sich für ein perfektes Team. Hier sind meine beiden ersten - lang, lang ist's her:
Meine Hündin hat sich mal eine ähnlich aussehende Verletzung bei einem mißglückten Kontakt mit Spanndraht geholt. Da hatte sie beim Toben auf einer Grasfläche im Park schlicht nicht auf die Begrenzung geachtet und hat sich beim Versuch, noch in letzter Sekunde aus einer unmöglichen Lage zu springen, einen Pfotenballen halb geschürft, halb geschnitten - aber sowas käme hier wohl eher nicht in Frage?
Das Blöde an diesen Rechnung ist, daß sie so absolut unkalkulierbar sind. Ich hatte viele Jahre, in denen wir den TA nur zum Impfen gesehen haben, und dann kam's ganz plötzlich knüppeldick. Etwa im letzten Jahr, da kam für Kastration nach längerer Behandlung und später Klinikaufenthalt wg. hämorrhagischer Ecoli so viel zusammen, daß der spontane Hunderter fürs Entfernen der abgerissenen Kralle dagegen schon richtig niedlich war...