Beiträge von terriers4me

    Ich kann dir leider auch nur sagen, daß es mir ganz, ganz entsetzlich leid tut, um diesen wunderschönen Hund ebenso wie für dich - aber du hast da für alle sicher die richtige Entscheidung getroffen, nachdem ihr wirklich alles Menschenmögliche versucht habt.
    Wir wünschen dir jetzt noch einmal ganz viel Kraft und Pepper eine gute, friedliche Reise...

    Das mit dem Hundesitter halte ich auch für die beste Idee, jedenfalls erstmal. Du brauchst dir da übrigens keine Sorgen zu machen, daß er/sie dir deinen Hund irgendwie abspenstig machen würde (das klingt bei dir ein bißchen zwischen den Zeilen).

    Ich habe sowas über viele Jahre gemacht, zum eigenen Hund noch einen oder mehrere andere Hunde mit rausgenommen/gestittet - und so gut sich jeder auch auf uns eingestellt hat: Sie wußte deshalb kein bißchen weniger, zu wem sie wirklich gehörten! Seit ich das so genau weiß, habe ich übrigens auch kein Problem damit, meinen Hund mal vertrauenswürdigen (!!!) gemeinsamen Freunden mitzugeben. Der Hund genießt die Abwechslung, an der guten Bindung zu mir ändert das garantiert nichts.

    Dein Hund kann da genau unterscheiden und bald mühelos hin- und zurückschalten - und aus eigener Eifersucht würdest du ihm den Extra-Spaß ja sicher nicht vorenthalten wollen?

    hallo Missa,

    wenn du zum Zweiten entschlossen bist (und es liest sich so), tu euch allen wenigstens den Gefallen und nimm KEINEN JRT! Das paßt einfach nicht - nicht nur deswegen ,weil das ein besonders anspruchsvoller Hund ist, was Bewegung und Beschäftigung angeht. Ich hab ja nun den zweiten - aber wenn ich jemals weniger Hundezeit habe, schaff ich mir bestimmt stattdessen wieder einen Großen an - die sind wirklich deutlich bequemer.

    Zu den "Nachteilen" der JRTs, die oft ein bißchen verschwiegen werden, gehört auch der, daß es ein besonders anhänglicher Hund ist, der oft nur sehr schwer und langsam das Alleinbleiben lernt, weil er auf seine Menschen so schlecht verzichten kann. Da hiflt ein anderer Hund auch nur wenig. Bei stundenlangem täglichem Alleinsein tendieren sie dann dazu, ihrem Streß so richtig, mit aller Jagdhunde-Energie Luft zu machen. Vor allem fürs Wohnungs-Zerstören haben sie da einen großen, wohlverdienten Ruf, das Kläffen nicht zu vergessen - und wenn dein Dackel noch jung ist, ist die Gefahr groß, daß er bald mitmacht. Ist ja deutlich spannender als Ruhigsein!

    Außerdem haben JRTs leider oft kein besonders tolles Sozialverhalten, die Geduld ist kurz, die Reaktionen gehen meist nach vorne, "same sex - aggression" ist ein sehr bekanntes Problem. Verschärft dadurch, daß diese Hunde sehr besitzergreifend und ressourcenverteidigend sein können - das ist bei einem Solojäger ja auch erwünscht.

    Zwischen zwei gleichgeschlechtlichen, so lange unbeaufsichtigten Hunden wird es also ziemlich sicher irgendwann böse knallen. Selbst wenn der ältere Dackel nachgibt bis zum geht-nicht-mehr (was nicht vorauszusetzen ist) kann's gut passieren, daß der junge, gelangweilte Terrier ihn täglich bis weit über die Frustgrenze pestet, so daß er im Dauerstreß lebt. Mit einer Hündin bist du da auch nicht auf der sicheren Seite - die können, vor allem aus schlechter Zucht, auch sehr heftig werden und kennen dann keine Geschlechtsunterschiede mehr.

    Und das ist der letzte Punkt (der mir sehr zu denken geben würde): Ein wirklich guter Züchter weiß all das, würde euch also in diese Konstellation keinen Terrier geben. Wer euch bedenkenlos einen gibt, hat vielleicht vorher beim Züchten auch nicht genau hingesehen.

    Insofern: Wenn ein zweiter Hund, dann möglichst eine sanftere, generell verträglichere, weniger fordernde Rasse - schon dem Dackel zuliebe.

    Ich hab beides gehabt: eine besonders sanfte und freundliche Hündin, die immer wieder angeprollt wurde und tatsächlich schließlich zum Mobbingopfer wurde. War aber auch meine Mitschuld, ich hab sie damals zu viel "allein regeln" lassen - das würde ich heute nie mehr tun.

    Jetzt habe ich wieder eine - für Terrierbegriffe - ganz besonders freudliche, verträgliche und unterwürfige junge Hündin, bei der ich allerdings von Anfang an, aus Erfahrung klug geworden, aufgepaßt habe, daß sie nicht überfordert wird, aber auch selbst möglichst keine Gelegenheit zum Rumprollen bekommt. Das ist, - toi, toi, toi - bis jetzt der meiner Hunde, der mit Abstand am besten auch mit unbekannten Artgenossen zurechtkommt. Sie ist eine dermaßen geschickte Diplomatin geworden, daß sie selbst sehr abweisende Hunde freundlich gestimmt kriegt und mit so ziemlich jedem Hundetyp jeder Größe auskommt. Richtigen Ärger hatte sie noch nie, vom gelegentlich, wohlverdienten Fellvoll abgesehen - daraus hat sie gelernt und geht mit den betreffenden Hunden respektvoller um. Angst hat sie nicht. Ich hoffe inständig, das bleibt so, und und wir treffen nicht eines Tages doch noch den einen Psychopathen...

    Ist das vielleicht auch eine Geschlechterfrage: Kommen Hündinnen mit Diplomatie eher gut durch, während ein sehr höflicher Rüde bei Geschlechtsgenossen gleich in der Kategorie: "Weichei - also drauf!!" landet?

    Dieses "die klären das unter sich!" hieß bei uns übersetzt immer nur "Ich find's nämlich total toll, wenn meiner andere plattmacht und wenn Ihr Zwerg sich dann auch noch so lustig aufregt!"

    Das hab ich mit meinem ersten kleinen Hund so oft hören müssen (bei den Großen vorher komischerweise nie!), daß ich's irgendwann satt hatte und fortan nur noch mit einem geliehenen Airedale-Bodyguard für die Kleine unterwegs war. Der LIEBTE es, auf einen Wink hin alles mit fremden Hunden zu "klären". Aber komischerweise hatten dieselben Besitzer dann plötzlich eine Menge dagegen - und wir fortan Ruhe.

    Inzwischen bin ich auch so weit, daß aufdringliche fremde Hunde die Dinge mit mir zu klären haben, wenn die Besitzer ignorant sind - insofern hat die Frau meinen vollen Beifall.

    Das Gemeine ist ja, daß man sie fast nie erwischt, ob nun mit Hund oder ohne.

    Meine Freundin hat einen ihrer Pferde-Rentner verloren, weil jemand ihre zwischen Wohngebiet & Wald gelegene, außer mit dem Weidezaun innen auch noch mit 1,90-Maschendraht außen umfriedete Koppel mit mehreren(!) Tüten schimmeliger Lebensmittel vollgeschmissen hat. Wir haben das Zeug dann am nächsten Morgen abgesammelt, neben massenhaft blauem Brot und Kuchen in allen Stadien der Auflösung war auch noch ein halbes Dutzend Pfannkuchen mit dickem Schimmelrasen dabei. Mit Marmelade. Wie kommt man bloß zu sowas, und wie kommt man dann bitte auf die Idee, das alles dann auch noch, inklusive der Aldi-Tüten, so hoch-weit zu schmeißen, daß die Tiere drankommen - Deponie hätte sicher weniger Mühe gemacht....?

    Einer der der Wallache hatte jedenfalls schon genug von dem Zeugs gefressen, um sich über mehrere Tage hinweg zu Tode zu koliken - da half auch keine Klinik mehr.

    "Wann verstehen die Leute, das Tiere auf der Wiese kein Allgemeingut sind, was man nach Lust und Laune füttern kann und wo man einfach so den Strom ausmachen kann und mit seinen Kindern über den Zaun klettern kann."

    meckmeck,
    nicht, daß ich dich irgendwie entmutigen will - aber nach langer Pferdehaltung fürchte ich: leider NIE!
    (...und in Großstadtnähe schon mal doppelt nicht...)

    Solidarischer Seufzer & alles Gute für die Wollis!

    Meine Hündin darf auch im Garten - da allerdings nur auf dem Extra-Hundeklo. Das haben wir seit der Erkankung und Erblindung ihrer Vorgängerin: einen eh scheußlichen Busch neben der Einfahrt geopfert, ein paar Quadratmeter mit Rindenmulch ausgelegt, fertig war der einladende, hausnahe Platz für Notfälle. Das kam nicht nur der zeitweise total verunsicherten Blinden zugute, bis die sich außerhalb des Grundstücks wieder normal zurechtfand. Es hat mir später auch die Welpenaufzucht sehr erleichtert und ist deshalb für irgendwelche Notfälle (Hund krank, ich krank) bestehen geblieben. Ich find's einfach rundum praktisch, einem Hund mit akutem Durchfall nachts eben nur die Tür aufmachen zu müssen und mich darauf verlassne zu können, daß der Hund weiß, wohin.

    Auf die Stubenreinheit des erwachsenen Hundes/des Welpen hatte der "erlaubte" Platz nie irgendwelchen Einfluß, der Rest des Gartens blieb tabu, und seit sie älter ist, nutzt meine Hündin das Klo wirklich nur noch im absoluten Notfall - einen Platz außerhalb des Reviers zieht sie immer vor und hält dafür lange dicht.

    Sauber halten läßt sich's übrigens alles sehr gut: Mit regelmäßig gestreutem Urgesteinsmehl (geruchsbindend) und ab und zu einer neuen obersten Rindenmulch-Schicht (das Zeug läßt sich bestens kompostieren) hat es in der Ecke selbst in den chaotischen Welpen-Pinkelphasen nie nach Hund gerochen.