AnnaAimee,
der Vorteil ist, daß Einschläfern durchaus auch sehr ruhig gehen KANN und dann ein wirklich sanfter Tod ist. Ich hab's jetzt zweimal unter solchen Umständen erlebt: da wurde das alte Pferd erstmal nur soweit sediert, daß es sich noch selbst hinlegen konnte, also nicht gleich haltlos torkelte oder gar fiel, sondenr einfach sehr müde wurde. Wenn das dauerte, hatten alle rundum Zeit. Dann wurde von vertrauten Menschen nochmal ausführlich beruhigt, bis es döste, und erst dann ging's weiter. Da war nichts von Panik im Auge, aber beide Tiere waren auch schon sehr schwach und nicht tierarzt- oder spritzenängstlich - das sah wirklich aus, als ob die sich einfach fallen ließen und erloschen. Ich hab's, zugegeben, auch schon anders erlebt - es ist wohl wirklich immer ein Einzelfall.
Und natürlich hat's den Vorteil, daß das Pferd am Ort verbleibt. Die eigentlich sehr humane Lösung mit dem erfahrenen Schlachter, der kommt, ist z.B. hier in den letzten Jahren so gut wie unmöglich geworden.
Einmal, weil es aus hygienischen Gründen eine Menge Formalitätenkram gibt (eigentlich darfst du außerhalb eines geeigneten Raumes eben nicht schlachten - aber da gibt's Hintertürchen). Zum anderen, weil für sehr viele Pferdebesitzer(innen!) "Schlachten" und "Erschießen" inzwischen dermaßen mit Grausamkeit gleichgesetzt ist, daß es in den Ställen schon bei dem Wort "Schlachter" reichlich Aufruhr gegeben hat, inklusive Ärger für den Schlachter - und das hat hier keiner mehr nötig.
Insofern gibt's für uns nur noch die Alternative: TA oder Transport - wie das anderswo aussieht, weiß ich nicht.