Beiträge von terriers4me

    Schön wär's ja, aber wenn du dich mal ein bißchen umhörst, ist genau sowas für Jack Russells trauriger Normalfall geworden. Ich kenne selbst so einen Fall, da endete der lästige Welpe dann um sein Leben schreiend im Keller, da störte er ja nicht, wenn er gerade nicht als Spielzeug gebraucht wurde. Ins Tierheim ging's erst, nachdem der junge Hund beim "Spielen" ernsthaft zubiß.

    Und wenn du dich mal durch Not-Terrier-Seiten klickst, findest du dann bei einem sehr großen Teil der oft in sehr jungem Alter entsorgten Hunde den Hinweis "Keine Kinder" - dreimal dürfen wir raten, warum wohl....?

    Den Spaß hab ich mir bei meinem Terrier natürlich auch gemacht und bin dann, mit deutscher und britischer Literatur, bis in die 1860er Jahre gekommen. Wieviel Generationen das nun ganz genau sind, habe ich aber nicht mehr rausbekommen, weil es zeitweise etwas ungenau wird und dann nur noch heißt "Nachkommen von...." oder "Hunde aus einer Linie, die auf .... zurückgeht" - da kann man dann den Faden wieder rückwärts anknüpfen.

    Kein, wirklich KEIN auch nur halbwegs seriöser Züchter würde so einen Hochtemperaments-Jagdhundwelpen an eine total ahnungslose Familie mit siebenjährigem ADS-Kind abgeben, und SCHON GAR NICHT "einfach mal so" gleich zum Mitnehmen.

    Wer sowas tut, dem sind die Hunde selbst ebenso total wurscht wie die Käufer - und genau so kommt dieser ewige Teufelskreis zustande: Solche Leute kaufen grundsätzlich bei solchen "Scheißegal"-Produzenten: von seriösen Züchtern würden sie auf diese Tour nämlich gar keinen Welpen kriegen. Dann kriegen sie noch die entsprechenden "Tips" mit, und fertig ist das Elend.

    Das vielleicht noch: Frau Schmidt, die Betreiberin dieser Seite, hat ein ganz spezielles Herz für Terrier - vielleicht kann sie dir ein paar Tips geben, was du in dieser verfahrenen Situation tun kannst:

    http://www.hundshuus.de/hundevermittlung/index.html

    Wie genau solche Hunde ohne Leute wie dich sehr oft enden, kannst du auf der Seite übrigens auch sehen. Scroll beim Editorial auf der ersten Seite einfach mal runter zu dem armen kleinen "Wanderpokal"...

    Claricia, wenn du irgend kannst, bitte hol den armen Kleinen da bitte so schnell wie möglich raus - bei einem so sensiblen und schnellernenden Hund reichen schon ein paar Tage menschliche "Überforderung", die ihm ausgelassen werden, für kaum wieder gut zu machende Macken - eben, weil der Hund sich in seiner reaktionsschnellen Kleinheit so besonders bedroht fühlt.

    Und ich sag dir's hier gern nochmal: Hut ab vor deinem Engagement!!

    Ich bin jetzt seit mehr als 30 Jahren unterwegs und habe dabei zwischen einem und fünf Hunde bei mir gehabt. Die letzten zwölf Jahre war ich immer in der Position, bei jeder kritischen Begegnung schlimmstenfalls die A***karte zu haben, weil mein Hund sehr klein und dabei zeitweise auch noch blind und krank war.

    Wir hatten dabei wirklich reichlich Begegnungen, die nichts als Fassungslosigkeit zurückließen, aber noch nie irgendwas, was mir eine Forderung nach GENERELLEM Leinenzwang anders als absurd vorkommen ließe.

    Immerhin ist heute schon jeder gesetzlich verpflichtet, seinen Hund so zu führen, daß er niemanden schädigt, und es gibt da bekannlich auch längst Sanktionen. Das sollte ja wohl reichen (wenn es denn durchgesetzt würde!) Aber wegen irgendwelcher ungefährlicher, aber subjektiv ärgerlicher Belästigungen gleich nach der Kollektivstrafe zu rufen, finde ich maßlos übertrieben.

    Warum bitte soll ich z.B. meinen Hund in der menschleeren Pampa generell anleinen müssen bzw irgendwelche tagelangen(!!) Behörden-Prüfungen ablegen, nur weil irgendjemand in irgendeiner Großstadt den minimalsten zwischenmenschlichen Umgang mit Hund auch nicht besser gebacken kriegt als ohne?

    "...ich finde es bedenklich das Otto-Normal-Buerger nach immer mehr Regelung und Einschraenkung fordert anstatt einfach etwas mehr Toleranz, Umsicht und Alltagsverstand (eben gesunden Menschenverstand) walten laesst.
    Ich brauche keine staatliche Regelung und keine Obrigkeit um mit meinen Viechern durch die Oeffentlichkeit zu pilgern."

    So isses!!!

    Ich frag mich allmählich auch, was eigentlich aus einem Land werden soll, dessen mündige Bürger permanent nach mehr Gesetzen und Kontrolle jammern - und möglichst jede überhaupt nur erdenkliche Lebenssituation von Übervater Staat abgesichert haben wollen?

    Es kann doch nicht SO schwierig sein, auch als Hundehalter mal selbst das Hirn einzuschalten und so viel selbstverständliche Rücksicht zu nehmen, daß man nicht noch mehr gegängelt werden muß als eh schon??

    ...und wir brauchen auch nicht lange zu raten, aus welcher Quelle - niemand mit auch nur einem Funken Verantwortungsbewußtsein hätte ihnen unter diesen Umständen einen derartigen Hund gegeben.

    Immer dieselbe Geschichte, und durch die ewige Wiederholung wird sie nie weniger traurig. Immerhin hast du getan, was du nur tun konntest - und wahrscheinlich darfst du zu gegebener Zeit dann auch den "neuen, guten Platz" für den lästig gewordenen Köter suchen helfen...