Keinen anderen, aber gern noch einen zweiten als Ergänzung und Kontrastprogramm zum Terrier-Quirl - so irgendwas Großes, Gelassenes, Molossoides...
Beiträge von terriers4me
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Sicher ist Erziehung ausschlaggebend (ich kann meine Pferde schließlich auch handeln) - aber bis die bei einem Großen sitzt, dürfte in gewissen Situationen eben doch einiges mehr an Körperkraft erforderlich sein.
Ich stell mir da gerade einen halbwüchsigen Gelegenheits-Leinenzerrer wie meinen Terrier vor - könnte ich da an einem Kaspertag das -zigfache Gewicht wirklich ebenso mühelos immer wieder auf "Los" zurückbringen, wenn es sein muß, einen ganzen Weg lang? Und was, der wenn der Spätpubertierende eben nicht nur kaspert, sondern z.B. auch mal gepflegt den Todfeind auf der anderen Straßenseite niedermachen möchte? Hand aufs Herz: Kommt das wirklich nie, nie vor...?
Meine eindrucksvollste Erfahrung war da ein anderthalbjähriger Neufundländer (nicht meiner!), der nicht nur null erzogen war, sondern auch noch unglaublich temperamentvoll für so einen Koloß. Dieser der gelangweilte und tatendurstige Junghund hat sich total an mich gehängt, was ja auch nett war - aber seinem gezielten Körpereinsatz war ich mit meinem knappen Zentner Lebendgewicht schlicht nicht gewachsen. Ich hab am Anfang wirklich bei jeder Begrüßung druntergelegen, hatte regelrecht blaugekaute Handgelenke und mehrere Tage zu tun, bis der fröhliche Flegel endlich etwas kutivierter war. "Halten" konnte ich den Hund allerdings nicht im geringsten - wenn er lostobte, hing ich waagerecht dran. Sein deutlich kräftigerer Besitzer übrigens ebenso.
Insofern, auch wenn ich super-supererzogene Große um mich gehabt habe, die wirklich kultivierter und normalerweise wirklich viel leichter zu handhaben waren als ein quirliger Kleiner - rundweg ein "Aberglaube" ist das mit dem "nicht zu halten" absolut nicht, sondern nüchterne Physik: Sobald du einem gewissen Gewicht im Zug nichts mehr engegensetzen kannst, gehst du hinterher. Und dieses Gewicht erreicht eine Dogge nun mal schneller als ein Zwergpinscher.
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Um auf die TS zurückzukommen: Du wirst beim Anmelden des Welpen ohnehin angeben müssen, woher er kommt. Das ist in unserer niedersächsischen Gemeinde schon beim "Normalhund" so, und ich glaube kaum, daß die Regeln da - wo auch immer - für einen Listenhund lascher sind.
Dann gibt's genau zwei Möglichkeiten: Du lügst ebenso wie dein Freund - und hast damit in jedem Zweifelsfall, der später auf euch zukommen kann, immerhin schon mal zweifelsfrei bewiesen, daß du nicht zuverlässig genug bist, einen derartigen Hund zu führen. Resultat: Hund im Tierheim.
Oder du sagst die Wahrhheit, dann könnte erstmal der Vermehrer dransein. Was ich jemandem, der eben mal heimlich den Pit auf den Staff hüpfen läßt, um dann diese coolen Superkampfhunde als süße Welpen an gutwillige, aber unbedarfte Bekannte zu verticken, zutiefst wünschen würde. In Erfolgsfall wird's da nämlich ziemlich sicher eine Wiederholung geben - wieso auch nicht, wenn alles so super läuft...? Resultat wäre: die ganze Familie im TH, hohe Kosten für den Halter.
Was, gemessen an einem so offensichtlich verantwortunglosen Idioten, der die Hunde da gerade schwarz vermehrt und verteilt, gar nicht mal das Schlechteste wäre. In der Hamburger Süderstraße ist vor nicht langer Zeit ein ganzer Wurf (!) Rednose-Pitbullwelpen aufgezogen und angeboten worden. Die Hunde haben inzwischen alle ein Zuhause, trotz der restriktiven Hamburger Regelungen. Es gibt also offenbar durchaus verantwortungsbewußte Halter - aber die wissen vermutlich auch vorher, worauf sie sich da einlassen.
Tut mir leid, falls das hart klingt, und ich bezweifele auch keinesfalls deinen persönlichen guten Willen. Ich habe aber, wie die meisten anderen hier, über die Jahre immer mehr für verantwortungslose oder nur naive Hundehalter mithaften müssen: hier ein Hundegesetz, da einen Leinenzwang, dort kraß erhöhte Steuern "zur Abschreckung", vom verschärften Antihundeklima an manchen Orten gar nicht zu reden.
Man bekommt's wirklich leid - und insofern sind Halter wie dieser Vermehrer inzwischen echt ein rotes Tuch: Wenn solche Trottel nicht gestoppt werden, haften wir garantiert bald wieder alle. -
Meine junge Terrierhündin hat sich im ersten Lebensjahr auch relativ häufig gekratzt. Ich war natürlich prompt alarmiert, weil ihre Vorgängerin auf Grasmilben allergisch gewesen war, aber das war Fehlanzeige. Fell war blank, Haut total glatt, offensichtliche Ursache war nicht zu finden, es war insgesamt nicht allzu heftig, also hab ich damit gelebt. Wenn auch mit zunehmendem Unbehagen, als der Hund auch noch anfing, ab und zu intensiv Pfoten zu lecken. War auch noch im normalen Putz-Rahmen, aber es fiel schon auf.
ABER: Seit die Hündin körperlich ausgewachsen ist, bekommt sie weniger Rohfleisch, dafür mehr gedünstetes Gemüse und aufgekochtes Getreide ins Futter. In der Aufzuchtphase war es etwa halbe/halbe plus fleischige Knochen obendrauf, jetzt sind wir bei etwa einem Drittel, das sind roundabout 100-125 g Rohfleisch auf acht Kilo Hund, allerdings großzügig gerechnet: Den Hühnerflügel extra gibt's immer noch gelegentlich. Genau mit dieser Futterumstellung ließ das Kratzen plötzlich auffallend nach. Intensives Pfotenlecken war ganz vorbei.
Da fiel mir dann - etwas spät - die Erfahrung ihrer Züchterin ein, daß bei den Terriern, die in englischen Jagdkennels ausschließlich mit rohem Fleisch satt ernährt werden, außerhalb der Arbeitssaison vermehrt Hautprobleme auftreten, Ursache vermutlich zuviel Protein. Insofern achte ich jetzt außerdem noch darauf, daß der Rohfleischanteil im Hundefutter nicht so viel Protein enthält, sondern lieber mehr Fett, füttere also z.B. viel Lamm und Pansen.
Ergebnis: Das scheinbar grundlose Kratzen hat komplett aufgehört.
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Vielen Dank für die Tips, die werde ich mir gleich abspeichern - das scheint ja gar kein so seltenes Weißer-Hund-Problem zu sein. Wir werden dann wohl auf die Zeit und den Haarwechsel setzen, an irgendeine Bleiche so dicht am Auge eines so lebhaften Hundes traue ich mich einfach nicht ran. Ich hab jetzt mal ganz, ganz vorsichtig das Gröbste ein bißchen weggezupft, und nun sieht's so aus:
Externer Inhalt img4.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Fällt in der Vorderansicht deutlich mehr auf als so, würde mich aber normalerweise nicht mehr stören, weil ich einfach nur froh bin, daß das Auge so schnell wieder in Ordnung war. Aber nun haben wir gerade in den nächsten Tagen mal die Chance, schöne professionelle Fotos zu bekommen - da hätte ich das Model natürlich gern total schick gehabt. Aber dann doch besser Reststreifen als gleich das nächste Leckauge!
Danke nochmal - und einen schönen Restsonntag!
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Guten Morgen,
mein weißer Terrier hatte eine Bindehautentzündung in einem Auge. Alles wieder gut, aber von Tränenfluß und Salbe hat sich das Fell unter diesem Auge ganz schnell zu einem rötlichen "Tränenstreifen" verfärbt. Sieht immer noch krank aus, obwohl nichts mehr ist, und und insofern wäre ich's gern wieder los. Lauwarmes Wasser nützt nichts, und mit irgendwas Schärferem wage ich mich natürlich nicht in Augennähe.
Müssen wir also bis zum Fellwechsel warten - oder gibt's da doch irgendwelche augenfreundlichen Geheimtips gegen braun verfärbtes weißes Fell?
besten Dank und schönen Sonntag, auch im Namen von Black-Eyed Pea, die im Moment leider eher matsch-eyed aussieht...
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Vergiß bitte nicht, dich vorher zu erkundigen, wo du den Hund haftpflichtversichern kannst - und zu welchem Tarif!
Das ist ja nun gottseidank überall für einen Listenhund und in Niedersachsen (nochmal Gottseidank!!) bald für jeden Hund Pflicht und kann für einen derartigen Mix nochmal ganz schön teuer werden. -
Selbst für mich als Listen-Laien sieht der Hund aus jeder Perspektive auffallend nach Amstaff-Mix aus - das Hamburger Tierheim saß zeitweise voll mit solchen Typen, und in Bayern wird da wohl auf eine (anonyme?) Anzeige hin schlimmstenfalls noch weniger gefackelt?
Ich würde da auch schleunigst sehen, ob ich den Mix, notfalls mit Gentest, "legal" gemacht bekomme - sonst ist da sicher fürchterlicher Ärger fällig. Der gruselige Vorbesitzer wird schon so seine Gründe gehabt haben ,den armen Hund zu verstecken...
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mal eine Frage am Rande: Wenn's nichts Schriftliches gibt - bist du dir sicher, daß der Hund haftpflichtversichert ist? Oder möchtest du für den nächsten Schnapp-Unfall, vielleicht noch mit Kind, finanziell geradestehen?
Zum Rest sag ich lieber nichts - aber dem Hund wünsche ich alles Gute und der Orga das, was sie verdient.
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Unter anderem - ich dachte vor allem daran, daß das lebende Spielzeug sich plötzlich Meerschweinchen/Hamster/Zwergkanichen der Freundin schnappt und sie im Kinderzimmer totschüttelt, die Siebenjährige entsetzt zurechtweist, wenn sie sich auf der Couch nur mal so zum Spaß draufschmeißt. Die Kinder irgendwann anknurrt, die unbeaufsichtigt endlos an der Leine zerren, und bald vorbeugend schnappt, sobald sie nach ihm greifen. Bei lärmiger Dauerbespielung vor Streß irgendwann austickt, in den Jagdmodus kippt und blaue Flecken kneift. Vor Überspannung bald nie mehr zur Ruhe kommt und dauernd hysterisch Aufmerksamkeit fordert. Oder die Kläffe, mit der es ursprünglich seine Beute so kirre machen sollte, daß die lieber vor die Hounds oder die Knarre lief, sehr erfolgreich bei den Nachbarn einsetzt, wenn man den lästigen Köter endlich mal wegsperren will.
Alles schon mitbekommen, alles -zigfach bekannte Abgabegründe, und zum -zigsten traurigen Mal: das endet dann oft so, wie man es hier nachlesen kann. Einfach unters Editorial runterscrollen bis zum "Wanderpokal": da ist es, das typische Billig-Spontankauf-Terrierschicksal. Wenn auch in einer milderen Variante: der arme kleine Hund ist immerhin noch nicht komplett durchgedreht und würde sich sicher schnell erholen. Aber haben will ihn offenbar auch so niemand mehr...