Beiträge von terriers4me

    Jimmy ist ja goldig mit diesem halb verunsicherten, halb geduldigen Blick!

    Kurzes OT: Bei uns steht das inzwischen übrigens so mit groß & schwarz plus klein - bei wem die Ressourcen sind, seit aus dem Zwerg eine Hündin geworden ist, brauche ich wohl nicht näher zu erklären...

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    Vermeiden, wenn möglich, wenn unvermeidlich, kein Drama draus machen. Leine möglichst locker, kurzes Schnüffeln erlaubt, kurzer Gruß an den dazugehörigen Menschen, Weitergehen. Ende der Durchsage.

    Hier kommen alle Nase lang entweder ein Freiläufer oder ein "will doch nur Hallo sagen"-Flexihänger, dessen wohlmeinender Besitzer für meinen süßen kleinen Hund möglichst noch die Straßenseite wechselt. Also für den beteiligten Menschen ganz wichtig: Bloß niemals über sowas ärgern - das ist einfach nur eine Alltagssituation!

    Spielen ist natürlich absolut verboten, auch wenn Flexi-Frauchen das auch bei der -zigsten Begenung nicht einsieht, Rüpeln erst recht- aber ich muß zugeben, daß es fast immer mein Youngster ist, der nach dem ersten Schnupperkontakt eins von beiden prompt versucht. Ein Grund mehr, zügig weiterzugehen.

    Wohnungsgröße ist wirklich wurscht, wenn der Hund draußen beschäftigt ist. Ich hatte zeitweise einen 50cm/14Kilo-Mix in knapp zwanzig Quadratmetern Studentenbude. Meist waren wir ohnehin zusammen unterwegs, weil der Hund überallhin mitkam, wenn nicht, pennte das ohnehin eher faule Tier eben eine Runde - und es gab absolut kein Problem.
    Ich denke, mit einem ausgelichenen Tier, das generell auf der ruhigen Seite ist und eine friedliche Siesta zu schätzen weiß, geht so ziemlich alles - wie ein quirliger kleiner Terrier da reagieren würde, weiß ich allerdings nicht.

    Meine frühere Hündin war außerordentlich geräuschempfindlich und trug deshalb nur eine kleine Katzen-Marke aus Metall mit Name und Telefonnummer. Selbst die brachte sie noch zum Kratzen, aber das mußte nun mal sein.

    Ihre Nachfolgerin ist da ein totaler Büffel und reagiert null auf Geklimper, insofern trägt sie an jedem Halsband/Geschirr zwei Marken, eine aus Metall mit Name/Festnetznummer, eine billige mit Handynummer und am Halsband noch zusätzlich die Steuermarke. Tasso und Tollwut schenken wir uns.

    Die Dinger von hier klimpern übrigens vergleichsweise minimal, sind aber sehr haltbar und enorm preiswert:

    http://www.billige-hundemarken.de/

    Bevor ich mir die Größen-Obergrenze da gesetzt habe, wo ich den Hund noch tragen kann, hätte "zu groß" oder nicht für mich total vom Wesen des Hundes und dem "Draht" zwischen uns abgehangen.

    Die beiden genialen Doggenrüden zum Beispiel, bei denen zur Kommunikation wirklich ein Blickwechsel genügte, hätte ich nie für "zu groß" für mich gehalten. Den kräftigen Schäferhundboxer, der sich wie ein ganz normaler, gut erzogener Rüde benahm, sprich: auch mal richtig schlecht, fand ich nie problematisch zu handhaben, obwohl ich ihn nicht hätte "halten" können, den sehr gelassenen Bernhardiner-Rottweiler erst recht nicht.

    Aber von den unerzogenen Labbis, die hier aktuell gerade durchs Revier flegeln, wäre mir jeder einzelne viel zu riesig, und keinen würde ich je als Anfängerhund empfehlen - aber wie sich jeder hier sicher denken kann: sie sind natürlich allesamt genau das...

    Ihr glaubt gar nicht, WIE schnell das geht, und wie starr und blöde man dann dabeisteht, weil man diesen Anblick einfach nicht erwartet. Meine alt eTerrierhündin ist ja auch mal von einer unverhofft aus den Büschen springenden Ricke in einen Pfütze gekickt worden. Das effektivste Antijagdtraining meiner gesamten Hundehalter-Geschichte - aber zum Eingreifen hätte die Zeit echt nicht gereicht.

    Und es wäre fast noch mal passiert, als auf einem Grasweg zwischen zwei hohen Maisfeldern plötzlich ein Bock aus einem Feld sprang, stoppte - und plötzlich Kurs auf den kleinen Hund nahm. Da blieb mir allerdings Zeit genug, lauthals "EY!!" zu brüllen und loszusprinten - und da war der Schock dann auf Rehseite, so rasant wie der Bursche abgesprungen ist.

    Hatte mich vor lauter Hundehaß wohl noch gar nicht wahrgenommen - ganz so selten sind Rehattacken also nicht.

    Genau das ist inzwischen auch mein KO-Kriterium für Hundegröße: Keiner mehr, den ich alleine nicht heben oder tragen - also im ganz wörtlichen Sinne halten - kann, zumal mein Haus gemein steile Stufen hat.

    Mir ist jetzt bei zwei Hunden nacheinander passiert, daß das wochenlang nötig wurde, einmal war's ein vergifteter Airedale mit Lähmungserscheinungen, und dann der frisch erblindete Russell, den ich nur mit viel Körperkontakt über die erste, schlimme Zeit wegbringen konnte. Bei einem Riesenhund in einer so desparaten Verfassung hätte ich wohl schlicht kapitulieren und einschläfern müssen, der Kleinen konnte ich die Unterstützung geben, bis sie wieder klarkam.

    Insofern habe ich meine Riesenträume begraben und mir da die Grenze gesetzt - und hoffe nur, daß mir das im Zweifelsfall rechtzeitig einfällt...