Schön, daß ihr euch rechtzeitig Gedanken macht. Das ist wirklich eine Entscheidung, vor der ich nicht stehen möchte. Unterschätzt bitte keinesfalls, was da auf euch zukommen könnte. Es kann - für Hund und Mensch! - schon eine ziemliche Aufgabe sein, als Ersthund einen Jungerwachsenen mit unklarer Vergangenheit zu integrieren. Da werdet ihr alle drei gut zu tun haben, und die unvermeidlichen Umstellungs- und Anpassungsprobleme fallen vielleicht heftiger aus, als ihr euch das jetzt vorstellt. Wollt ihr dazu wirklich ganz bewußt noch eine chronische Krankheit?
Ich gebe zu, mich würde das an die Grenze bringen - und ich hab einiges an Erfahrung. Aber genau deswegen weiß ich auch, wie sehr das Leben mit einem chronisch kranken Hund zehren kann. Es sind weniger die Kosten und Einschränkungen (die ganz schnell ganz heftig werden können!), es ist das ständige Auf und Ab, dieser Wechsel zwischen Hoffen und Wissen, daß es vergebliche Hoffnungen sind, die einem wirklich zusetzen - und das vielleicht über Jahre. Wenn's einen Hund trifft, der schon der "eigene" ist, ist es selbstverständlich, das zusammen durchzustehen, da wächst man sozusagen gemeinsam rein. Aber ob ich mir diese Situation bewußt aufladen würde, weiß ich nicht.
Ich kann mich dem Rat der anderen nur anschließen: Informiert euch sehr, sehr genau, macht euch klar, was das bedeuten kann und ob eure Möglichkeiten da überhaupt ausreichen, laßt euch nicht in eine Situation hetzen, in der nachher alle gleichermaßen leiden, am meisten der Hund - und dann viel Glück!