Ich bin ja mit meiner kleinen, jungen Hündin oft in einer ähnlichen Situation, und ich bin inzwischen längst dazu übergegangen, solche lästigen Rüden nicht nur nachdrücklich, sondern ganz übertrieben deutlich abzuwehren, falls der Besitzer in Sichtweite ist. Richtig laut, mit drohender Gestik, so daß auch von weitem klar wird, was da läuft. Einmal deutlich vor dem Hund aufstampfen kommt auch ganz gut, kurz: das volle menschliche Imponiergehabe.
Nicht etwa, weil der Hund selbst nicht auch schon auf subtilere Zeichen reagieren würde - aber erfahrungsgemäß läßt nichts solche "das regeln die schon alleine!"-Besitzer zügiger antraben und eingreifen als die Annahme, ihr kleiner Liebling würde nicht nur in seiner freien Entfaltung eingeschränkt, sondern sogar BEDROHT....
Albern, daß man wegen der Blödheit einiger Mit-Hundehalter zu solchen Mitteln greifen muß, und bizarr komisch, was man dann noch zu hören kriegt, besonders von Rammler-Herrchen ("Gönnen Sie Ihrem Hund den Spaß etwa nicht?!!"), aber ich habe einfach keine Lust auf eine Hündin, die vor Bedrängnis irgendwann hysterisch um sich schnappt. Soweit lasse ich's gar nicht kommen - dann wären wir beide nämlich schlimmstenfalls die Blöden.