Beiträge von terriers4me

    Ich finde die Welpenphase drecktechnisch mit Abstand am harmlosesten und kann mich auch nur der Erfahrung anschließen, daß die Waschmaschine mit zunehmendem Alter des Hundes zunehmend arbeiten muß.

    Ist doch auch logisch: Mehr Körperoberfläche zum Einsauen, mehr Fell zum Dreck-Festhalten, größere Pfoten, viel mehr Kraft für schmutzintensive Abenteuer - und nicht zuletzt, wenn's mal schiefgeht, ein deutlich größeres Fassungsvermögen von Magen, Darm & Blase.....

    Also Gut Wasch - und das hoffentlich noch sehr lange!

    Und sooo gut wie der Mali in dem Clip konnten wir's natürlich auch nie. Mir hat es bei den Großen immer gereicht, wenn die Schulter möglichst nicht über mein Bein ging - also ein Alltagsfuß.

    Bei den Zwergen gibt's da ja auch noch technische Probleme: Da finde ich es praktischer, wenn der Hund nicht klassisch Fuß, sondern ein bißchen vor mir läuft. Da habe ich nämlich weitaus besser im Blick, was anliegt: ob er sich zum Beispiel anspannt, die Rute hochnimmt oder sonstwie abgelenkt ist. Bei einem Großen, der dicht am Bein läuft, spürt man sowas ja, aber in Wadenhöhe fällt das leider ebenso weg wie der schnelle Griff ins Halsband - da ist es praktischer, möglichst viel Hund im Blickfeld zu haben, ohne sich umdrehen zu müssen.

    Insofern: Einem größeren Hund würde ich wohl auch wieder ein halbwegs korrektes Fuß beibringen, weil's doch sehr hilfreich sein kann, bei den Kleinen reicht mir das Nahedranbleiben und ich leine im Zweifelsfall eh an.

    Meine ersten drei Hunde gingen super bei Fuß, angeleint und frei. Das zu üben, gehörte irgendwie dazu. Die vierte reagierte so fein auf die Leine, daß ein Kommando unnötig war, da brauchte ich nur die Leine entsprechend zu verkürzen. Im Freilauf sah ich's da eh schon nicht mehr so eng, da reichte es mir, wenn der Hund bei mir blieb, aber ein perfektes Fuß war eher ein "nice to have" als ein "must".

    So halte ich es jetzt bei der jungen Wilden auch: Die muß auf "hier" frei dicht neben mir gehen ,aber mir ist eigentlich egal, auf wieviel Beinen sie dabei läuft oder ob sie Flicflacs schlägt - Hauptsache, sie tut das im vorgegebenen Radius. Wenn ich ganz zuverlässige Kontrolle brauche, leine ich sie nach dem "hier" ohnehin an.

    Um Welpenspielstunden machen wir aus genau solchen Gründen einen Riesenbogen.
    Wir haben uns lieber erstmal einen souveränen älteren Rüden als Erzieher und Vorbild für den Zwerg gesucht, dann die gleichalten Spielkameraden nach und nach privat kennengelernt.

    Hätten wir diesen kleinen Teufel einfach in einen Haufen Gleichaltriger geschmissen, wäre es wohl auf Mobben oder Gemobbtwerden rausgelaufen, so konnte ich jederzeit Einfluß nehmen und mir die Hunde entsprechend aussuchen - hier gibt's gottseidank reichlich Gesellschaft.

    Und, lustigerweise: Wenn wir die Hundeschul-Welpengruppe im Auslaufgebiet getroffen haben, war ich immer die einzige, die ihren Zwerg schließlich abrufen konnte - der Rest wollte mit uns über alle Berge....

    Reis ist gar nicht so leicht verdaulich. Meine beiden empfindlichen Hunde vertrugen ihn z.B. überhaupt nicht, und bei akuten Magen-Darm-Problemen haben wir auch schlechte Erfahrungen damit gemacht. Haferschleim bzw. - brei ging immer deutlich besser, erst diese aufgekochten Schmelzflocken für Babys, später immer dicker gekochten Brei aus zarten Haferflocken - auf Vollkorn muß man dann natürlich verzichten.

    Wenn sie im Oktober läufig war, könnte das Gefiepe mit der (ganz normalen) Scheinträchtigkeit zusammenhängen - dann hätte sie nämlich inzwischen "Junge bekommen" und könnte hormonell insoweit durch den Wind und unsicher sein, daß sie mehr Aufmerksamkeit fordert. Daß das Gefiepe erst über die letzten vier Wochen geht, würde genau dazu passen.

    Ansonsten: Du wolltest einen halben Terrier und könntest einen ganzen gekriegt haben. Also gibt's nur einen Weg: Sei dickschädeliger als dein Hund. Und mach dich darauf gefaßt, daß du übers ganze Leben ganz regelmäßig bestimmte Dinge ausdiskutieren mußt, immer wieder und immer wieder konsequent. So sind Terrier nun mal.

    Sturheit ist da wirklich alles. Ignorier das morgendliche Gezampel, oder sag dem Fieper notfalls deutlich, daß dir das Theater nicht paßt. Da bin ich knallhart egoistisch: sobald der Hund körperlich durchhalten kann, steht er mit mir auf und nicht umgekehrt. Die einzige Bespaßung, die von mir im Morgengrauen zu haben ist, sind ein Knuff und ein wütendes Grunzen. Zu gewissen Zeiten hat meine Hundeliebe nämlich echt Grenzen, und das haben bisher alle auch brav respektiert.

    Wenn sie wirklich rausmüssen, ist das natürlich was anderes, aber das hört sich dann auch deutlich anders an als dieser "Ich will Action!"-Alarm.

    Meine Hündin hat sich letzten Winter eine vordere Kralle so verletzt, daß sie gezogen werden mußte. Es gab überhaupt keinen Verband und keine Antibiotika, dafür den tierärztlichen Rat, stattdessen die Pfote dreimal täglich in verdünnter Schmierseife zu baden und abzuwarten, ob ABs überhaupt nötig würden. Hätte der Hund angefangen, die Stelle zu belecken, oder hätte es eine Rötung/Schwellung gegeben, hätten wir wiederkommen müssen.

    Der Hund hat aber nicht mal gelahmt, was leider die Folge hatte, daß all meine Pfoten-Schutzmaßnahmen draußen für den Terrier waren. Ein Start im Renngalopp, alles flog, und prompt blutete die Kralle wieder. An der Leine führen war schon mal gar nicht, da zog die kleine Rakete wie eine Irre, mit dem ganzen Gewicht auf der Vorhand, Ergebnis siehe oben: es blutete sofort wieder.

    Damals hab ich hier recht verzweifelt um Rat gefragt, aber nichts gefunden. TÄ riet nur weiter cool zu Verband ab, damit Luft drankommt, Hund laufenlassen, aber unbedingt regelmäßig baden. Ich hab's dann so modifiziert, daß ich eine Babysocke um die Pfote geklebt habe, um die Stelle wenigstens vor mechanischen Beschädigungen zu schützen, aber meist war die nach dem Spaziergang weg. Nachdem der Hund noch einen wunderschönen Salto geschlagen hatte, weil er mit Vollgas auf die rutschende Socke getreten war, hab ich's dann aufgegeben und nur nach jedem Spaziergang sofort gebadet.

    Und siehe da: Unsere TÄ hatte tatsächlich recht. Es entzündete sich nichts, nach einer Woche blutete die Kralle nicht mehr, nach einem Monat war alles vergessen. Hätte ich bei der Belastung nie gedacht - ich kann also zu diesen Schmierseifen-Bädern wirklich nur raten. Was die Kosten angeht: Wir waren nur das eine Mal zum Ziehen zum TA, der Rest lief telefonisch.