Wenn's mein Hund wäre, würde ich nach erst drei Wochen Zusammenleben noch nicht die harte Linie fahren, sondern ausprobieren, ob er nicht was anderes, zu anderen Zeiten oder eventuell in kleineren Portionen besser frißt (und verträgt?)
Ich bin da ein gebranntes Kind: Meinen bisher ersten & einzigen Futtermäkler hab ich, als das Gepicke begann, sehr konsquent behandelt - allerdings erst, nachdem mir eine TÄ versichert hat, der Hund sei rundum gesund, nur mäkelig. Dafür seien gerade Russells bekannt, da dürfe man sich nicht erpressen lassen.
Ich hatte vorher nur größere Hunde, die alle fraßen wie die Drescher, also bin ich ihrem Rat gefolgt. Der Hund, ohnehin kraß magenempfindlich (TÄ: rassetypisch!), hat dann eben nichts gefressen, bis er abmagerte und morgens erbrach. Nachgegeben hat er nicht - übrigens auch dann nicht, wenn die Hundefreundin direkt daneben die Näpfe putzte. Nächster Weg zur TÄ, Blutbild: Völlig gesund - einfach ein extrem sturer Terrier. Hart bleiben!
Tja - und später stellte sich heraus, daß das arme Tier wohl schon länger an einem unterschwelligen Leberschaden laborierte, sprich: daß ihr oft einfach zu übel zum Fressen war, und größere Mengen vertrug sie eh nicht. SIE wußte das, wir nicht - und daß ich da nicht mehr auf sie gehört habe, tut mir heute noch leid.
Insofern: Dir fällt kein Zacken aus der Krone, wenn du einem Hund, den du noch nicht mal genau kennst, ein bißchen entgegenkommst. Und wenn er grundsätzlich kein Trockenfutter mag,weiß er vielleicht ohnehin, was er tut...?