Oh wie ich DAS kenne! Sowohl mein vorheriger als auch mein jetziger Russell gehören zur Geschirrhasserfraktion, wobei Leder immerhin etwas besser akzeptiert wird als Nylon. Bei Nylongeschirren war/ist der Hund grundsätzlich weg, Leder geht so halbwegs, wenn auch mit eingekniffenem Schwanz und Dramablick.
Nach -zig Versuchen mit Schönfüttern und Gottweißwas gehöre ich auch zur Fraktion "da muß sie durch". Wenn nicht mal der Spaziergang hilft, auf den der Hund wilder ist als auf alles sonst, was könnte ich da auch bieten? Ich rufe also ran, ignoriere, wenn sie fast auf dem Bauch gekrochen kommt, ziehe sie an und fertig. Hänge ich übrigens in der Rankriech-Situation das Geschirr noch weg und nehme das Halsband, ist der Hund da wie der Blitz und freut sich wie ein Schnitzel - es ist also wirklich nicht die Situation ,sondern nur das Geschirr!
Immerhin läuft es jetzt vergleichsweise gut: Sobald das Ding an ist, wird sich nochmal geschüttelt und gut ist. Das gilt sogar für das Autogeschirr, dessen Brustriemen offenbar besonders gräßlich ist. Von der Vorgängerin, die wirklich eine Hardcore-Hasserin war, gab's fürs Geschirr-Anlegen immer solche Blicke, bis sie von dem Horror wieder befreit war. Da hatte ich jedes Mal Angst, daß sie irgendwann doch noch PETA anruft: