Dann seid ihr doch auf dem allerbesten Weg!
Beiträge von terriers4me
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Ja, kleine Schrittchen klappen wirklich am besten - sozusagen der Baby-Hirnkapazität angemessen...*g*
Das kriegt ihr schon alles hin - ihr müßt euch ja erstmal beide an einen ganz neuen Alltag gewöhnen.
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Ja, erste Läufigkeit mit sechs Monaten ist bei KLeinhunden absolut normal - und doppeltes Ja: die Warnungen der anderen kannst du wirlich nicht ernst genug nehmen: Hündinnen werden geradezu unglaublich kreativ, wenn's um die Fortpflanzung geht - und Größenunterschiede sind da noch das kleinste Problem. Freunde von mir (auch noch beide Tiermedizinstudenten!!) haben nie erfahren, wie es ihre kleine Pudeldackelin und ihr großer Schäferboxer es nun eigentlich geschafft haben, obwohl eine Hunde-Paarung ja normalerweise unübersehbar ist.
Gottseidank ist alles gutgegangen, und die Welpen waren toll & haben tolle Plätze gefunden - aber es gibt Erfahrungen, die man sich besser ersparen sollte...
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Sehr süß, vor allem, das Bild, auf dem er so völlig weggetreten ist - das ist jedes Mal so komisch, wenn sie mitten aus dem Spiel plötzlich in den Tiefschlaf kippen...
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ja, das mit dem Arbeiten kennen wir auch, Schoßsitzen gab's da selten - es wird so mühsam ,wenn der erwachsene Hund dann auf seinem Recht besteht...LOL
Ich hab stattdessen ein Körbchen dicht dazugestellt (daß das überall so einfach geht, ist ein echtes Kleinhunde-Privileg - & macht das Leben wirklich sehr viel bequemer!) - und das war dann der Blick vom Schreibtisch:
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Nachts, ich geb's zu, hat der Welpe gleich im Bett geschlafen - das war tatsächlich die Bedingung der Züchterin dafür, mit acht Wochen abzugeben. Wenn dein Zwerg aber so zufrieden ist, ist doch alles bestens. Mir persönlich wäre mein Nachtschlaf dafür zu heilig: Liegt der Welpe nämlich im Bett, merke ich sofort, wenn er unruhig wird und raus muß - stehe also nicht unnütz auf. Dafür wär ich echt zu faul, und wir haben so schnell durchschlafen können.
Anosnten hab ich bei den kleinen Sturschädeln gute Erfahrungen damit gemacht, sie den Liegeplatz selbst wählen zu lassen, auch wenn ich die Maßstäbe manchmal nicht ganz verstehe. Die Dame hier hat mit zehn Wochen plötzlich alles verschmäht, Kuschelkorb, Sofa, Schoß, meine Füße - sie WOLLTE diesen Platz, un-be-dingt:
Externer Inhalt img4.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Den hat sie dann auch bekommen (die Klügere gibt bekanntlich nach - und ich wollte meine Dusch-Ruhe!) und da lag sie fortan zufrieden und entspannt:
Externer Inhalt img4.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Irgendwann war die Ecke dann out, und jetzt als Erwachsene liegt sie ganz regulär im Körbchen, an dme Platz, an dem ich es aufgestellt habe. War also nur eine Phase....*ggg*
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Erst mal herzlichen Glückwundsch zum Neuzugang, und dann: Es ist nicht nur ein Welpe, der Körperkontakt zum (Über-)leben braucht, es ist auch noch ein Welpe einer Rasse, für die der zeitlebens auf der Proiritätenliste ganz oben steht - gleichberechtigt mit dem "mal richtig den Terrier rauslassen" draußen. Wirklich ein Hund, dessen Kontaktbedürfnis oft ausgeprägter ist als das eines Schoßhündchens, und der sehr unglücklich ist, wenn dieses Bedürfnis nicht erfüllt wird. Nicht umsonst raten sogar kernige britische Jäger, den Terrier im Bett schlafen zu lassen...
Dieser Hund hat ganz andere Vorstellungen von schönen Ruheplätzen als du und wird die Möglichkeit, sich in einen kuscheligen Kennel zurückzuziehen nur sehr selten begrüßen, sondern eher als Strafe ansehen. Er will DABEISEIN - möglichst eng und immer.
Das geht natürlich nicht, das muß er lernen, und du mußt da eine Balance finden. Was das Duschen angeht: das hatten wir hier ganz genauso. Ich habe allerdings vom zweiten Tag an auch die Badezimmertür erst angelehnt, dann zugemacht, und notfalls durch die Tür mit dem Welpen geprochen. Ein paar Tage hab ich noch zum Ruf der Wildnis geduscht ( die Kleine jaulte nicht, sondern heulte gleich los wie eine Hyäne), das wurde aber schnell weniger. Welpe hat fix verstanden, daß ich a.)ja noch da bin, nur hinter einer geschlossenen Tür, sich die Aufregung also nicht lohnt und b) auf dem Wohnzimmerteppich was Nettes zum Kauen serviert worden war, das es nur während dieser Zeit gab, und wir c) spazierengingen, sobald ich aus dem Bad kam - das Warten also was Positives einleitete, und sich damit sozusagen lohnte.
Da war dann bald Ruhe, abgesehen mal von einem kontaktsuchenden Piepser, den ich durch die Tür beantworten konnte. Ich habe die Zeit immer weiter ausgedehnt - und so hatten wir dann gleich nebenbei die Grundsatzlektion im Alleinbleiben gemeistert: Ganz normal und geht auch wieder vorbei - Aufregung lohnt sich also nicht.
Das werdet ihr sicher auch bald hinkriegen ,aber achte wirklich sehr darauf, daß du dem Welpen in der gemeinsamen Zeit dann auch den Körperkontakt bietest, den er jetzt noch so dringend benötigt und auch später mehr brauchen wird als viele andere Hunderassen. Wenn er da zu kurz kommt - also z.B. auch in deiner Abwesenheit dauernd im Kennel statt auf deinen Füßen liegen soll, wird auch das Alleinbleiben schwieriger.
Meine Welpen konnten sich den Liegeplatz völlig frei aussuchen, Hauptsache, sie gaben überhaupt Ruhe - und das hat immer gut geklappt.
Entspann dich da einfach ein bißchen, du brauchst wirklich nicht gleich die ganze Erziehung im Schnelldurchgang zu absolvieren - und noch ganz viel Spaß mit dem Zwerg!
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Ich hab notfalls eine dünne Weste an, wenn die Jackentaschen nicht reichen. Smartphone würde ich aber trotzdem nicht mitnehmen, das wär mir echt zu schade. Ich hab mir vor Jahren mal ein ziemlich stoß- & wasserfestes Outdoor-Handy gekauft, weil die Vorgänger weder Nässe noch Hundekuchenkrümel vertragen hatten - das ist dann auch beim Reiten dabei.
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mein herzliches Beileid, Björn - ich hab mal regelmäßig eine Riesenschnauzer-Hündin gesittet die genauso drauf war. Gottseidank war sie ein ebenso nettes wie gefräßiges Tier, das heißt: ich konnte ihr 1. über den Fang greifen, ohne daß sie irgendwie aggressiv wurde(sie sah das eher als nettes Spielchen an) und 2. reagierte sie sehr positiv aufs Reinschieben von was Leckerem.
Da habe ich's ziemlich genaus gemacht wie später bei meinem Welpen - Maulzuhalten und Stille belohnen. Hat trotzdem Wochen & Wochen & Wochen gedauert, bis wir die Zeiten soweit ausgedehnt hatten, daß wir halbwegs klarkamen - zuhause kriegte sie nämlich auf jeden Beller prompt ihren Willen, damit sie bloß die Klappe hielt.
War sonst ein entzückener Hund und zum Glück damals mein einziger Gast - aber nach der Zeit mit ihr war mir dann endgültig klar, daß ich nicht so gerne für die Erziehungsfehler anderer Leute zuständig bin....
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Ich kann dir nur ein paar Tips aus dem Zusammenleben mit einem Terrier geben ,der das Potential zu einem Fiepser der internationalen Spitzenklasse gehabt hätte - ich weiß nicht, wie weit sich das auf einen Erwachsenen mit festgefahrenen Gewohnheiten übertragen läßt.
Ein gewisses Recht auf akustische Frustabfuhr gestehe ich meiner Hündin generell zu. Ich weiß, daß sie extrem schnell hochfährt und dann mit ihrem Temperament irgendwo hin muß. Also ignoriere ich einiges an Gefiepel, um bloß keine große Sache (noch mehr Streß!) draus zu machen.
Geht das aber zu weit, etwa in nerviges Schreien oder fiependes, stures Ignorieren meiner Wünsche über, habe ich ihr von Anfang an mit einem "Schluß" die Hand über den Fang gelegt. Da war sie erstmal aus Verblüffung still - und das war natürlich der Moment für die Belohnung, den wir immer weiter ausdehnen konnten.
Am besten kam da, wenn sie fürs Ruhehalten bekommen hat, was sie "ranfiepen" wollte - also zum Beispiel: Sichtung eines geliebten Hundekumpels, Terrier fiept, gehorcht aber auf "Sitz" und "Schluß"(ist in dem Moment gleich vom Gewinsel abgelenkt) - und darf nach einiger Zeit Ruhigsitzen frei hinrasen. Das Üben hat Monate gedauert, sich aber so gut eingespielt, daß sie jetzt meist von selbst sitzt und mich ansieht, statt loszufiepen - da lohnt sich ein menschlicher Dickschädel allemal. Wenn sie beim Stillsitzen vor Spannung ein paar Quiekser (noch) nicht unterdrücken kann, ist das in Ordnung - das ignoriere ich.
Das Aufregungs-Gefiepe vor dem Spaziergang habe ich bis zu einem gewissen Maße zugelassen (also auch ignoriert), sobald es zu nervig wurde, mit "Schluß" und notfalls Hand am Fang abgebrochen. Heute, als fast Dreijährige, fiept sie da kaum noch.
Eine Situation, in der sie nach wie vor schwer Frust schiebt, ist die ,wenn ich mich zum Weggehen ohne sie anziehe. Da lasse ich ihr das Aufregungs-Fiepen ebenfalls, soweit es nicht zu heftig wird, damit sie sich nicht mit Sachenrumschleppen, Fußbodenkratzen oder Anspringen abreagieren muß. Wird's zu laut: siehe oben. Wenn ich gehe, endet das regelmäßig mit einem kurzen Aufschrei und Kratzen an der geschlossenen Tür - und das gönn ich ihr. Wenn das erfolglos war, schaltet sie nämlich postwendend runter, geht sofort in ihren Korb und pennt.
Insofern: Wir sind gut damit gefahren, diese Streßabfuhr in gewissen Maße zuzulassen - aber alles, was über dieses Maß geht, konsequent und notfalls auch körperlich abzubrechen.
Was ganz, ganz wichtig dabei ist, ist, sich selbst zur Ruhe zu zwingen. Ständiges Lautwerden, Leineschmeißen & Co packen ja beim Hund nur mehr Streß-Druck auf den Kessel, und der MUSS schließlich irgendwohin raus - genau: übers Fiepen!
Sowas kriegt man leider nicht von heute auf morgen in den Griff, weil ein Hund mit so leicht hochdrehendem Temperament ja parallel lernen muß, sich in den Griff zu kriegen und Stück für Stück mehr Frust auszuhalten. Bloßes "Abstellen" reicht leider nicht - dann geht der Frust anderswo hin.
Bei uns hat das Gequake genau in dem Maß abgenommen, in dem die junge Wilde auch sonst "vernünftiger" wird und lernt, mit mir zu kooperieren und Schritt für Schritt das eigene Raketen-Temperament auch mal zu zügeln. Ein langer Weg - aber es läßt sich schon machen, und es lohnt sich wirklich.