Prinzipiell würde es hier reichen, wenn der Hund allein einer Spur folgt, ja.
Aber in der Praxis sieht's dann glücklicherweise manchmal anders aus: von einem Jäger hier weiß ich, daß der nie auf einen Hund schießen würde, weil er's einfach nicht könnte. Er droht zwar renitenten Hundehaltern damit, aber er tut's nicht. Der andere hat mir erzählt, daß es beim einzigen Hunde-Abschuß in den letzten Jahren um zwei Ridgebacks ging, die aus einen Zwinger ausgerissen waren und frühmorgens in einem Waldstück gerade das zweite Reh am Wickel hatten, das so schrie, daß die Anwohner aus dem Bett fuhren & den Jagdpächter alarmierten. Der kriegte die Hunde nicht zum Ablassen und erschoß schließlich einen. Der andere lief weg & wurde später mitten auf einer großen Straßenkreuzung eingesammelt, wo er fast einen Unfall verursacht hätte. Daß der Besitzer da geklagt hat, glaube ich irgendwie nicht....
Letztlich kommt es wohl darauf an, wie der jeweilige Jäger die Lage einschätzt, und wenn dein Hund da an den Falschen gerät, dürftest du wenig Chancne haben - theoretisch geben die Gesetze einen Abschuß meist her.
In den USA ist das übrigens total anders: da ist es in vielen Staaten die streng verbotene jägerische "Todsünde", auf ein Haustier anzulegen. Der Sohn einer Freundin, der sie hier schon mehrere Katzen von eigenen Land (!) weggeschossen haben, war dann in Iowa total verblüfft.