Beiträge von terriers4me

    Wir sind sozusagen indirekt betroffen: alles scheint läufig zu sein, die Kerle drehen kollektiv ab - und meine kleine Hündin kapiert überhaupt nicht, weshalb ihre ganzen Freunde sie entweder total ignorieren und glasäugig, sabbernd und autistisch weiterschnüffeln, oder versuchen, sie unentwegt zu rammeln...

    Da kann man den Arbeitsgang ganz gut sehen: Sie hat den Knochen mit Pfoten und Schnauze immer weiter in die Ecke geschoben...

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    ...und sobald sie am Widerstand gemerkt hat (sehen konnte sie ja nix), daß er festsaß, ihr also beim Zubeißen nicht mehr dauernd wegrutschen konnte, hat sie ernsthaft losgekaut. Das hörte sich immer an wie im Sägewerk....LOL

    So viel pure Knochenmasse ist natürlich auch ganz schön reichlich, da hat Schara echt Glück, wenn sie das Zeugs wenigstens alleine wieder rauskriegt - aber das scheint ja gottseidank zu klappen. Aber nun ja, shit happens (in diesem Fall wortwörtlich!) und nächstes Mal rationierst du ihr das Ding eben.

    Nö, der kleine Terrier hat die großen Gelenke nicht nur abgelutscht, sondern tatsächlich gefressen. Nach der Raubtier-Angeberei wurden sie zielsicher in eine Küchenecke geklemmt (so viel Cleverneß bei einer Blinden hab ich echt bewundert!), und dann ging's zur Sache. Das Schwierigste war immer, erstmal durch die glatte Knorpelschicht zu kommen. Dauerte schön lange, weil diese Kugel immer wieder wegrutschte. Hatte sie da aber erstmal ein Loch drin und einen Angriffspunkt, hat sie die Knochenmasse selbst dann sehr fix abgekaut. Dann war eben, zu ihrem großen Kummer, erstmal wieder Pause angesagt, bis die Ration verdaut war.

    Bei uns ging's natürlich noch mehr als bei einem gesunden Hund auch um den Spaßfaktor: mit so einer Superbeute konnte selbst eine kranke Blinde wieder ganz zum imponierenden Raubtier mutieren, und das hat sie beinahe noch mehr ausgekostet als das Fressen. Die Superbeute wurde regelmäßig auf einen zentralen Punkt im Garten geschleppt, so daß sie bei jedem Schritt auf der Straße dumpf grollen konnte - das war in diesen letzten Jahren, in denen so vieles nicht mehr ging, einfach ihr monatlicher Riesenspaß:

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    Ich hab übrigens ganz schnell gelernt, die Röhre so kurz absägen zu lassen, daß der Hund das Mark komplett auslecken kann - das stinkt nämlich sonst zuerst.

    Gelenke müßte dir jeder Metzger besorgen können, der noch selber zerlegt und Suppenknochen schneidet. Hier bestelle ich die Teile immer beim Schlachter auf dem Wochenmarkt vor, der bringt sie dann nächstes Mal mit. So ein Riesending kostet hier um die drei Euro, auf Wunsch bringt er natürlich auch den ganzen Beinknochen mit - aber das war mir für den Zwerg dann doch ein bißchen zuviel.

    Sowas gibt es sicher auch über Hundefutter-Händler, aber mir sind die Knochen ganz frisch & in Lebensmittelqualität lieber. Da halten sie sich, mit Kühlschrank zwischendurch, gut über ein paar Tage, ohne zu stinken - auf einmal verfüttern ist da ja nun mal nicht.

    Ist ja gottseidank nochmal gutgegangen!

    Genau sowas war auch immer mein Bedenken, aber das läßt sich wirklich ganz gut vermeiden, indem du dem Hund 1. vorher eine Mahlzeit plus Öl gibst, und 2. die Kauzeit rationierst und den Knochen lieber über Tage "streckst".

    Dann hat sogar meine empfindliche Hündin die Dinger gut verdaut. Ich hab sie allerdings auch nicht als Futter, sondern vor allem als Zahnbürste gegeben - da bringt das intensive Kauen auf dieser immer wegrutschenden Rundung eben doch viel mehr als das Zerbeißen von Fleischknochen. Vom Spaßfaktor mal gar nicht zu reden.

    Natürlich auch noch ein "Gut Kau" für Schara - für meine Hündin war Gelenktag immer DIE Party (für die Fliegen auch)

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    Weggeschmissen hab ich das Ding immer ungefähr dann ,wenn sie diese "Huckel" am Gelenkkopf abgeknabbert hatte, über etwa drei Tage verteilt. Vom Futter abgezogen habe ich da nichts, aber vorher eine kleine Portion mit gut Leinöl drin gefüttert. Der Knochen war dann "Nachtisch" und, bilde ich mir jedenfalls ein, wurde mit dem Futter & Öl dazu besser verdaut als pur.

    Ich würde die Dosis davon abhängig machen, wie gut Schara generell Knochen verdaut, ohne zu sehr Verstopfung zu kriegen - das Problem ist ja weniger das Calcium als die Gefahr von ganz fiesem Knochenkot.

    Meine stoffwechselkranke Blinde bekam einmal monatlich ihr Kalbsgelenk als Zahnbürste. Da war ich sehr vorsichtig und hab ihr das Teil immer abgenommen, wenn sie Fleisch und Knorpel abgekaut und eine Ecke ernsthaft angeknabbert hatte, also bevor sie zuviel Knochenmasse auf einmal intus hatte. Das dauerte so etwa eine halbe Stunde. Bis zum nächsten Tag kam das Gelenk dann in den Kühlschrank, dann durfte sie wieder ein Stück weitermachen, bis das Teil nach 3-4 Tagenfür den Wohnungsgebrauch zu sehr müffelte. Ausnahme waren die leider sehr schwer zu kriegenden Gelenke von erwachsenen Weide-Galloways: Die konnte sie behalten und stundenlang nach Herzenslust beknabbern, da ging nicht genug ab, um die Verdauung durcheinanderzubringen.

    Ihrer Nachfolgerin würde ich längere Knabberzeiten zugestehen, weil sie generell Knochen gut verdaut - aber die vergräbt die Riesendinger immer bloß im Garten.

    Ich kann deine Sorge zwar mehr als verstehen, nachdem mir ein Hund an einem Giftköder krepiert ist (und obwohl wir auf dem betreffenden Spaziergang allein waren und ich sie im Auge hatte, habe ich das Schlucken NICHT gesehen!), aber nochmal: ich glaube nicht, daß es was Schlimmes war.

    Hunde-Vergifter machen es ihren Opfern möglichst einfach und den Besitzern möglichst schwer: Die legen Happen zum blitzschnellen Runterschlucken, so wie es uns passiert ist. Dagegen ist Rattengift, das nur für Ratten gedacht ist, mit Bitterstoffen versetzt. Ratten schmecken Bitter angeblich nicht, auf andere Tiere wirkt das abschreckend, so daß Othello vermutlich auch nicht abgeschluckt, sondern nach dem Zerbeißen erstmal gespuckt hätte. Und, last not least: ein Labrador müßte schon eine ganz gute Portion aufnehmen, und da die Pellets klein sind, hätte er entweder weiträumig weitersuchen müssen, oder du hättest an der Stelle, im oder am Fang noch was gefunden.

    Ich würde eher auf ein Superleckerli wie eine tote Maus tippen - und selbst wenn die vergiftet gewesen sein sollte, wäre die Dosis viel zu klein für eine ernsthafte Sekundärvergiftung bei einem so großen Hund.