Beiträge von terriers4me

    Da gibt's keinen Plan, außer dem regelmäßigen Spazierengehen, bei dem sich, wenn sich's anbietet, auch gewaltig ausgetobt wird. Hund lebt ansonsten mit mir (nicht umgekehrt!), und da ich zuhause arbeite, ergibt sich zwischendurch ständig was - vom Absitz-Training, wenn der Paketbote kommt bis zum Zerren an den Geräten und Such- & Apportier-Spielen bei der Gartenarbeit.

    Von Krauler zwischendurch, dem schnellen Spielchen und dem Extra-Spaziergang, wenn gerade alles paßt, mal abgesehen, Trimmen & Bürsten erledigen wir gern mit einem netten Hörbuch, ist also ebenso meine Entspannung wie die des Hundes. Für Youngster ist auch noch mal Auf dem Schoß-Sitzen während der Arbeit drin, aber aus dem Alter ist meine Hündin gottseidank raus. Unternehme ich was Längeres außer Haus, ist es regelmäßig hundetauglich und der Terrier dabei.

    Stundenpläne gibt's nicht, irgendeine Trennung zwischen "normaler" und Qualitätszeit ebensowenig - wir leben einfach nett miteinander. Aus mangelnder "Auslastung" vollgepinkelt oder zerkaut wurde hier noch nie irgendwas, einsperren mußte ich auch noch keinen - also scheinen die bisher sehr temperamentvollen Hunde so auch gut klarzukommen.

    Übrigens, auch wenn das - auch bei mir - viel so rübergekommen ist: Freilauf hat natürlich nicht nur was mit Rennen zu tun, sondern mindestens ebensoviel mit dem "frei".

    Die hier zum Beispiel ist total blind...

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    ...kann also nicht mehr unbegrenzt rennen, und hat trotzdem nichts mehr so sehr genossen, wie diese tägliche kleine Freiheit. Einfach nochmal der Nase folgen und die große, weiße Mäusejägerin sein, wie es ihr selbst gefiel. Wenn sie richtig rennen sollte, mußte ich vorwegjoggen und hab das auch getan - aber das hier war das, was ihre Lebensqualität aufrechterhielt. Sowas hätte ich ihr an keiner (Schlepp)leine (sie HASSTE jede Einschränkung am Körper und war angeleint ständig mit einem Ohr bei mir) je bieten können.

    Funktioniert hat das immer, weil wir sehr gut aufeinander eingestimmt waren - also tatsächlich ein Fall von "maximaler Gehorsam" (auch wenn ich das lieber "maximale Kooperation" nennen würde) gegen maximale Freiheit.

    Kann ich nur nochmal dick unterschreiben ,zumal Joggen/Radfahren, wie hier schon mehrfach erklärt mit Freilauf wenig zu tun haben.

    Damit magst du den Hund körperlich müde kriegen, es ist eine schöne gemeinsame Übung, aber mehr auch nicht.

    Freilaufen heißt, daß Hund auch mal ganz seinen Hunde-Vorgaben folgen kann, sowohl körperlich (mit Haken, Sprints, in-der-Pfütze-baden, oder was auch immer nach SEINEM Gusto) als auch geistig (damit, daß er nicht ständig ein Auge/Ohr auf meiner Tempo-Vorgabe oder die nachschleppende Leine haben muß, sondern sich wirklich auch entspannen darf).

    Mein prinzipiell rennfreudiger Hund findet Joggen übrigens totenöde. Das strengt sie zwar als Konzentrationsübung sehr an, weil sie gleichmäßig mein aus ihrer Sicht langsames Tempo "mitschleichen" soll, sich also ebenso anpassen muß wie an der Leine, als "Laufen" würde sie das aber ganz sicher nicht einordnen, von "frei" mal ganz zu schweigen. Radfahren liefe, vom höheren Tempo abgesehen, auf nichts anderes raus: sie müßte sich an- und dürfte sich nicht ebenso entspannen.

    Jagdhunde hetzten ja nun nicht nonstop Wild. Die meisten von ihnen haben auch eine derartige angeborene Bewegungsfreude, daß sie auch einfach um des Laufens willen laufen, sogar laufen müssen. Diese pure Bewegungsfreude, die etwa die gaaanz große Runde ums Stoppelfeld bietet, kannst du mit keiner "Auslastung", an keiner Schleppleine je wirklich bieten.

    Und nochmal: kann ich einem Hund dieser Art sowas nicht gefahrlos ermöglichen, wähle ich eben einen anderen Hundetyp. Es stehen ja nun wirklich unzählige zur Auswahl, die auch ohne Turbo-Extra bestens leben. Aber die, die das wirklich brauchen, wirst du mit keiner Ersatzbefriedigung je richtig glücklich machen. Sie werden sich bestenfalls fügen, weil sie einfach müssen - aber für wen eine solche Lebenssituation letztlich gut sein soll, werde ich nie verstehen.

    jenja,

    "Ich hätte aber meinen Hund ganz sicher nicht abgegeben, im Leben nicht."

    Ich HABE auch noch nie einen Hund abgegeben, no matter what, und ich habe mein Leben schon sehr lange gezielt so "geordnet", daß darin genau so ein Hund Platz hat, wie ich ihn gerade habe. Und das ist es doch: Ich lebe deswegen schon lange nicht mehr mit dem total großstadtauglichen Hundetyp zusammen, der mich früher begleitet hat, sondern habe ein sensibles und bewegungsfreudiges Tier, für das Gedränge, ständige Einschränkungen und ewige Leine schlicht eine Qual sind.

    Die Möglichkeit, täglich wenigstens einmal richtig rennen zu können (und sei es im Garten), ist diesem speziellen Hund ein wichtiges Maß für Lebensqualität - für ihre stadtliebende Vorgängerin wäre sowas eine Zumutung gewesen, weil sie lieber gemütlich ins Cafe ging.

    Sie sind nun mal alle verschieden. Und insofern: sollte mich das Leben, wider alles menschliche Ermessen, in eine Lage zwingen, in der ich langfristig nichts mehr von dem bieten könnte, was mein jetziger Hund braucht, würde ich dafür sorgen, daß das Tier sie nicht teilen muß - egal, wie weh mir selber das täte.

    Hundehaltung ist REINER Egoismus - einen anderen Grund als den, daß man sich mit Hund besser fühlt als ohne, gibt es für Normalverbraucher schlicht nicht. Und wenn man dann aus lauter Egoismus (ich hab nun mal gern ein zufriedenes Tier um mich) auch noch dafür sorgt, daß es dem Hund dabei ebenfalls gut geht, ist doch alles schick.

    Ich kann mich da nur anschließen: Müßte ich in eine Gegend ziehen, in der mein Hund wirklich keinen regelmäßigen Freilauf haben kann (und damit meine ich Ausrennendürfen auch mal im größeren Radius und vollem Tempo), würde ich mich im Interesse des Hundes von ihm trennen. Ein Leben an der Leine, egal, wie lang, wäre für dieses Tier die blanke Qual. Wird aber nach menschlichem Ermessen nicht vorkommen, und ohne sichere Renn-Möglichkeit wäre dieser Hund gar nicht ins Haus gekommen.

    Von Kaninchendraht Do-it-yourself würde ich DRINGEND abraten, sowas kriegt ein Hund ganz schnell kaputt, und die dünnen, spitzen Drahtenden sind enorm verletzungsgefährlich. Das ist der Auslauf, mit dem mein Welpe auf dem Foto zu sehen ist, ein wirklich schweres, morddssolides Teil, und ich glaube, den gibt es auch noch als Baukasten-System zum Vergrößern:

    http://www.animalshopping.de/shop/show_prod…xzqtfdssmkontfc

    Hat uns übrigens nach einer OP noch sehr gute Dienste geleistet, als es darum ging, das Rumtorkeln nach der Narkose einzuschränken. In solchen Fällen wesentlich praktischer als eine Box, weil man den Patienten besser anfassen kann. Insofern war die Investition nicht vergeblich, die Gitter nehmen zerlegt im Keller kaum Platz weg und wandern jetzt bei jeder Krankheit/OP im Hunde-Freundeskreis:

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    Diese vier Gitter haben bei uns dann gereicht, die kritischen Ecken über die Hunde-Babyzeit hinweg zu sichern.
    Was übrigens gleich noch eine Anmerkung zum Thema "Hunde kennen kein Eingesperrtsein" ergibt: Mein springfreudiger junger Hund hat während dieser Monate auch nicht einmal versucht, IN eine abgezäunte Ecke zu gelangen - aber AUS dem Gitterkäfig sprang sie sofort!