Ich kann mich da nur anschließen: Müßte ich in eine Gegend ziehen, in der mein Hund wirklich keinen regelmäßigen Freilauf haben kann (und damit meine ich Ausrennendürfen auch mal im größeren Radius und vollem Tempo), würde ich mich im Interesse des Hundes von ihm trennen. Ein Leben an der Leine, egal, wie lang, wäre für dieses Tier die blanke Qual. Wird aber nach menschlichem Ermessen nicht vorkommen, und ohne sichere Renn-Möglichkeit wäre dieser Hund gar nicht ins Haus gekommen.
Beiträge von terriers4me
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Von außen klingt das, als ob da alle Seite schrecklich Angst voreinander hätten und nun gleichermaßen "nach vorne gehen", damit ihnen bloß keiner was tut - der Hund unter lauter Fremden, die Menschen mit dem fremden Hund. Nicht gerade eine erfolgversprechende Konstellation.
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Sorry, aber noch ein kleine Anmerkung zur Bastel-Anleitung: Flatterband in Reichweite ist für einen Welpen/Junghund allein zu Haus schon fast eine Anleitung zum Suizid. Falls er es nicht schafft, sich da irgendwie zu verhängen, kannst du den Tierarzt im Prinzip gleich mitbuchen, schlimmstenfalls die Darmverschluß-OP.
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Von Kaninchendraht Do-it-yourself würde ich DRINGEND abraten, sowas kriegt ein Hund ganz schnell kaputt, und die dünnen, spitzen Drahtenden sind enorm verletzungsgefährlich. Das ist der Auslauf, mit dem mein Welpe auf dem Foto zu sehen ist, ein wirklich schweres, morddssolides Teil, und ich glaube, den gibt es auch noch als Baukasten-System zum Vergrößern:
http://www.animalshopping.de/shop/show_prod…xzqtfdssmkontfc
Hat uns übrigens nach einer OP noch sehr gute Dienste geleistet, als es darum ging, das Rumtorkeln nach der Narkose einzuschränken. In solchen Fällen wesentlich praktischer als eine Box, weil man den Patienten besser anfassen kann. Insofern war die Investition nicht vergeblich, die Gitter nehmen zerlegt im Keller kaum Platz weg und wandern jetzt bei jeder Krankheit/OP im Hunde-Freundeskreis:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Diese vier Gitter haben bei uns dann gereicht, die kritischen Ecken über die Hunde-Babyzeit hinweg zu sichern.
Was übrigens gleich noch eine Anmerkung zum Thema "Hunde kennen kein Eingesperrtsein" ergibt: Mein springfreudiger junger Hund hat während dieser Monate auch nicht einmal versucht, IN eine abgezäunte Ecke zu gelangen - aber AUS dem Gitterkäfig sprang sie sofort! -
Daß Hunde das Gefühl des Eingesperrtseins nicht kennen, halte ich für ein absolutes Gerücht, das die Situationseinsicht eines Hundes total unterschätzt - was natürlich für den Menschen mitunter sehr praktisch ist.
Mein Welpe sah das mit etwa zehn Wochen völlig anders: Nach der Aufzucht von sieben boxfreien Hunden wollte ich mal mit der Zeit gehen und Welpen Nr. 8 an einen Käfig gewöhnen - man weiß ja nie, wozu es gut ist. Box kam da nicht in Frage, weil ich noch nie einen Hund erlebt habe, der nicht nur die Liegeposition, sondern auch den Platz gern regelmäßig wechselt, und keinen, der es NICHT haßt, vom freien Rundumblick abgeschnitten zu werden.
Also habe ich meinem Zweikilo-Zwerg einen wunderschönen Welpenauslauf gekauft, in dem auf den Werbefotos ein Ridgeback-Wurf samt Mutter komfortabel Platz hatte, die Kleine mit offener Tür an den Zaun ums Körbchen gewöhnt, und alles war schick...
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt....SOLANGE besagte Tür offenblieb!
Als ich sie schloß, war der Welpe schon sehr viel weniger entspannt, fügte sich aber zunächst, peilte dann die Lage -und überwand dann die 70 (in Worten: siebzig!) Zentimeter im ersten Versuch: anspringen, nochmal abstoßen, rüberziehen - fertig.
Und das tat sie nicht etwa, weil sie den Platz nicht mochte: Sie legte sich nämlich prompt wieder ganz friedlich direkt vor das Gehege. Es war das Eingesperrtsein an sich, das ihr zuwider war. So blieb es dann auch: Tür offen: Welpe pennte entspannt drinnen, Tür zu: Welpe überwand die Begrenzung und legte sich einfach VOR den Käfig.
Natürlich hätte ich jetzt mit einer Box nachrüsten können, aber die Botschaft war angekommen: Ich hab den tollen Auslauf zerlegt, mit den praktischen Gittern Kabel, Rooter & Co geschützt, und auch dieser Welpe wuchs ungekäfigt und mit völlig freier Platzwahl auf:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.War einfach streßfreier so - und kaputt ging nix.
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Das ist natürlich der springende Punkt, wie bei aller Hundeerziehung: Aaron muß nicht nur lernen, zuverlässig zu tun, was ihr von ihm wollt - das wäre ja nur mechanischer Drill und zu kurz gegriffen.
Hinter solchem Üben steht aber etwas ganz Entscheidendes: Der Hund muß aus eurer Regelmäßigkeit, Konsequenz und Berechenbarkeit beim Training den Eindruck mitnehmen, daß ihr jederzeit absolut wißt, was ihr tut und wollt, und was er tun soll, kurz: daß ihr die Situation überblicken könnt. Daß er euch also, aus seiner Hundesicht, die Sorge um die Security und um sein Mädel jederzeit getrost überlassen kann. Wenn DAS sitzt, habt ihr gewonnen!
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Aarons Verhalten ist erstmal ganz normal. Jeder erwachsene Rüde hat das Bedürfnis, seine Hündinnen vor Rivalen und generell Fremdhunden abzuschirmen, und das äußern sie dann je nach Typ mehr oder weniger deutlich. Aaron ist jetzt in diese Beschützer-Rolle nachgerückt, und er nimmt sie offenbar zunehmend ernst - ein Knackpunkt bei gemischtgeschlechtlicher Haltung - und an euch ist es jetzt, das Ganze zu managen.
Ich kenne das ziemlich gut, denn ich war lange mit einem sehr selbstbewußten DSH/Boxermix-Rüden seinen zwei Hündinnen unterwegs. Wobei noch erschwerend hinzukam, daß die beiden seine Frau und seine "Tochter" waren, also ein echtes Rudel. Und nicht nur er selbst hatte zu fremden Kerlen an der Familie sehr ausgeprägte Ansichten, sondern die beiden Damen waren auch regelrecht scharf darauf, daß er sich kloppte. Wich er von sich aus Ärger aus und beschränkte sich auf Knurr- und Pinkelrituale (so lief es meist mit bekannten Rüden - da wollte keiner den totalen Krieg), hingen die Mädels ihm anschließend gern mal keifend am Bein.
Bei uns half da nur eins: ganz altmodische, strikte Disziplin. Auf jedem Spaziergang in ruhiger Umgebung geübt, jeden Tag. Beifußgehen, Down aus der Bewegung, Abliegen - all das, und natürlich mit reichlich Anerkennung für die vierbeinigen "Arbeitspartner". Ich hab dem Boß aber keinen Zweifel darüber gelassen, daß nicht er es war, der die Entscheidungen traf, sondern ich. Anders ging es schlicht nicht, dann hätten die drei sich nämlich nicht nur mit anderen gekloppt, sondern auch noch gewildert - alles in der Hand zu haben, war also wirklich lebenswichtig.
Bei Hundesichtung in freiem Gelände kamen sie dann ins "Fuß", Rüde an der ganz kurzen Leine links, Hündinnen frei rechts, und dann ging es so vorbei, egal, was der andere aufstellte. Im Ernstfall hab ich mich wirklich massiv durchgesetzt. Am Anfang auch mit Knuff und Leinenruck, sobald der Rüde abgehen wollte (sowas muß aber wirklich im Ansatz kommen, sonst ist's zu spät!), später reichte dann die warnende Stimme. Die Hündinnen richteten sich nach dem Boß, die waren dann kein Problem. So ging es, abgesehen von ein paar Todfeind-Treffen, bei denen dann auch noch der andere attackierte, immer gut. Und hinterher hab ich NIE vergessen, ihnen zu sagen ,daß sie die tollsten Hunde der Welt waren, bevor sie wieder laufen durften!
Das soll jetzt absolut keine Empfehlung für körperliche Auseinandersetzungen sein, wenn du ernsthaft Angst hast, daß sich der Hund in seiner Aufregung gegen dich wendet - das hätte "meiner" nie getan, da konnte ich mir völlig sicher sein.
Aber ich denke, lösen wirst du das Problem wirklich nur damit, daß du es an der Wurzel angehst: damit, daß Aaron ganz konsequent lernt, DIR auch dann die Entscheidung zu überlassen, wenn's ihm richtig schwerfällt. Je nach Rüdentyp sicher ein mehr oder weniger harter Brocken (ich bewundere da immer meine Freundin mit ihrem HSH, bei dem notfalls ein Blickwechsel reicht), aber ohne solche konsequente Disziplin, so oft geübt, daß sie selbstverständlich wird, spielst du in so einer Konstellation wirklich mit dem Feuer. Und das je mehr, desto älter und selbstbewußter der Beschützer-Rüde wird.
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Im Grunde hast du das "Problem" schon wunderbar beschrieben: Sie findet es draußen "megaspannend".
Welpen können sich aber nur lösen, wenn sie völlig ENTspannt sind. Sich also a.) sehr sicher fühlen (wie jetzt in der Wohnung) und b.) nicht so abgelenkt sind, daß sie ihr Geschäft "vergessen". Das fällt ihnen dann nämlich - siehe oben - garantiert erst in der ruhigen Wohnung wieder ein. Und dann ist es wirklich dringend, weil sie draußen, abgelenkt, ja so lange dichtgehalten haben...
Die Lösung ist also genauso simpel: Macht nicht so einen Aufriß ums Draußen. Laß die Hühnerherzen und die eigene Erwartung erstmal zuhause und such euch einen ganz ruhigen Ort, und zwar immer denselben.
Da stellst/setzt du dich total gelassen hin, mit aller Zeit der Welt, strahlst sozusagen entschlossene Langeweile aus und und läßt die Kleine krabbeln, bis ihr ebenfalls langweilig wird - dann muß sie ziemlich prompt. Das lobst du dann, ruhig und ohne allzuviel Gewese (sonst kommt schnell wieder diese Anspannung rein), und gehst anschließend vielleicht noch ein bißchen erkunden und spielen. Hältst du das durch, weiß dein Welpe ziemlich schnell, wofür dieser Platz vorgesehen ist, und das Ritual sitzt erstmal - Unfälle gibt's natürlich immer.
Es ist tatsächlich so simpel - du brauchst nur am Anfang entsprechende Geduld. Nimm dir notfalls ein Buch mit und freu dich, daß du keinen Winterwelpen hast...
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Ja, nach vier sehr verschiedenen Hunden habe ich nach dem Tod meiner ersten Russellhündin zum ersten Mal gezielt eine gleichrassige Nachfolgerin angeschafft. Nicht, weil ich auf "Ersatz" gehofft hätte, sondern weil ich dem speziellen Charme eines gewissen Hundetyps erlegen bin, den in meinem Leben nicht mehr missen mag.
Ich bin sehr glücklich mit meiner Entscheidung, auch, weil die Unterschiede zwischen den Individuen immer noch enorm sind, nicht nur optisch, sondern vor allem im Charakter - es ist also nicht so ,daß die eine zu schmerzlich an die andere erinnern würde. Den gewisse Bodensatz an rassetypisch schräger Verrückheit haben die beiden Hündinnen zum Glück gemeinsam - aber auch das auf total verschiedene Weise.
Anzunehmen, daß du bei Gleichrassigkeit einen sozusagen "genormten" Hund bekommst, ist sowieso Unsinn. Natürlich läßt sich gezielt auf einen bestimmten Typ züchten, aber auch Rassehunde sind schließlich Individuen. Ich kenne -zig Beispiele, wo genau das absolut nicht geklappt hat, oft zur absoluten Verblüffung der Halter, die wirklich dachten, sie könnten denselben Hund sozusagen zweimal bekommen, wenn er dem Vorgänger nur optisch ähnlich sieht.
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Das ist aber doch ein Riesenunterschied, ob du privat mit deinem Killer spielst (wenn mein lämmchenfrommer Airedale brüllend am Seil hing, hätte man vermutlich auch an Mord gedacht), oder ob du deinen Hund auf Spielgeräte und Spielplatz-Umgebung "konditionierst".
Mir wird echt übel, wenn ich von sowas lese. Ich wohne in Hamburg-Nähe, und da ist uns allen immer noch diese entsetzliche, tödliche Hundeattacke auf den kleinen Jungen scharf in Erinnerung, die dann zu dieser Flut an gruseligen Hundegesetzen und Rasselisten führte, von der Hysterie mal ganz abgesehen.
Und der war GENAU DAS vorausgegangen: Die Besitzer hatten ihre Hunde täglich auf genau dem Schulhof Spielgeräte attackieren lassen, auf dem sie später das Kind gerissen haben. Im Prozeß wurde das als ein mitentscheidener Faktor für diese Attacke genannt: die Hunde waren regelrecht drauf gepolt worden, in so einer Umgebung aggressiv zu "jagen" und zuzufassen. Was sie dann ja auch getan haben.
Insofern: Sollte ich je irgendwelche kriminellen Idioten bei solchen "Spielplatzübungen" mit einem Hund beobachten, würde ich sofort die Polizei rufen.