Viel mehr bleibt euch nicht mehr, wenn ihr Max klarmachen wollte, daß ihm von deinem Freund keine Gefahr droht: ihr müßt ihm die Situation buchstäblich schmackhaft machen.
Was dein Freund bis jetzt getan hat, war ja - aus Hundesicht - eine ganz konsequentes Training zum Beißen, und ihr habt echt Glück, daß Max dafür offenbar - noch - zu gutmütig ist. Er hat dem Hund jeden Tag bewiesen: Sobald dieser Typ auf dich zukommt, wird er dir dein Futter wegnehmen und du mußt hungern - also verteidige es, so gut du kannst. Weiter kann ein Hund einfach nicht folgern. Wer ihm das Essen wann am nächsten Tag zurückgibt, ist da egal. Den Zusammenhang kapiert er eh nicht.
Ich würde den Hund ja einfach in Frieden fressen lassen, und fertig. Aber wenn euch das jetzt so wichtig ist, daß dein Freund da rankann, macht Max das buchstäblich schmackhaft. Zum Beispiel damit, daß erst wenig im Napf ist, und dein Freud bei jedem Dazukommen noch was Tolles obendrauf spendiert und dann sofort wieder weggeht - dann lernt der Hund, daß die Situation nicht bedrohlich und Ruhigbleiben für ihn lohnend ist.
Ihr werden aber sicher viel Geduld brauchen, denn er ja leider einen Zusammenhang schon sehr gut gelernt: Freund kommt, und das bedeutet: ich muß gleich hungern. Eigentlich klar, daß ihn das absolut nicht begeistert, oder?