Beiträge von terriers4me

    Nö, deine Hündin ist halbstark und flippig und hat einfach noch nicht gelernt, ihr Temperament in den Griff zu kriegen. Klingt soweit völlig normal.

    Da hilft die gute alte Erziehung ungemein: nicht nur in solchen Situationen, sondern in allen Lebenslagen immer wieder Übungen einbauen, mit denen sie lernt, sich zu kontrollieren und immer länger Ruhe zu bewahren. Natürlich mit reichlich Dampfablassen zwischendurch. Das bringt's auf die Dauer wirklich - selbst mein Terrier-Flummi sitzt inzwischen brav und frei daneben, wenn der Paketbote kommt.

    Ich würde den verlinkten Therad mal durchlesen - kippende Spiele sind leider ein ziemlich häufiger Unfall - und dem Hund jedes Nachsetzen hinter der Katze von Anfang an konsequent verbieten. Nachsetzen, also Jagen, kann man ja deutlich von Kontaktaufnahme unterscheiden - nämlich daran, daß die Katze wegläuft.

    Wenn ein konsequentes "Nein" da nicht genügt, würde ich den Hund auch jedes Mal auf seinen Platz schicken, und wenn er das Verbot verstanden hätte, aber trotzdem weitermachte, auch mal sehr nachdrücklich. Wenn man solche Jagdsequenzen konsequent unterbindet, ist der Hund entspannter und die Katze lebt mittelfristig deutlich sicherer.

    https://www.dogforum.de/hund-hat-rudel…be-t145161.html

    Nicht nur in der DDR, Airedales gehörten/gehören auch hier zu den traditionellen Gebrauchshunderassen. Allerdings mit dem Unterschied, daß sie da generell deutlich "umweltfreundlicher" sind als einige andere Hundetypen. Sie sollen grundsätzlich in jeder Situation erstmal aufgeschlossen und freundlich reagieren - außer sie oder ihr Mensch werden angegriffen.

    Der hier?

    http://www.airedale-kft.de/Airedale_Terri…e_terrier.htmlr

    Kann alles, macht alles begeistert mit, ein perfekter Allround-Traumhund - WENN ihr bereit seid, eine Menge Pep, eine gute Dosis Schlitzohrigkeit und reichlich Jagdtrieb zu handeln. Ist aber bei den ausgeprägten Gebrauchshunde-Eigenschaften einfacher als bei kleinen Terrierrassen. Ist auch ein im Umgang angenehm ruhiger Vertreter, nicht so ein nervöser Quirl - bloß langweilen mag er sich nicht!

    Bei mir haben die Russells Wunder gewirkt, nachdem ich lange mit der doch vergleichsweise sehr viel verzeihenden Gebrauchshunde-Fraktion zu tun gehabt hatte. Ein Hund, bei dem du mit Geduldverlieren nichts, aber auch garnichts erreichst, außer ihn neurotisch zu machen, und dessen Hektik dir im Zweifelsfall deine eigene gnadenlos vorspiegelt, bringt dich schon enorm zum Nachdenken und zur Selbstbeherrschung.

    Technisch gesehen: TIEF durchatmen und notfalls darüber lachen, wie dich der Köter gerade wieder vorgeführt hat - dann bist du schon mal auf dem richtigen Weg. Alles nicht ganz so ernst nehmen hilft generell ganz ungemein - du absolvierst keine Leben oder Tod-Leistungsprüfung, sondern machst nur freiwillig was Schönes mit deinem Hund!

    Als wir noch zwei Hunde, Mutter & Sohn, in der Familie hatten, hatte jeder "seinen" Menschen und so seine Extrazeit: Der Rüde ging allein mit Herrchen joggen (die Hündin haßte sowas), die Hündin fuhr allein mit mir in die Stadt (der Rüde haßte sowas). Für beide war das ein absolutes Highlight, aber sie waren auch insofern ein Sonderfall, als beide eh viel, viel lieber Einzelhund gewesen wären.

    "dann sag ich Nein und da hört sie nicht drauf und wenn sie weitermacht gehe ich weg von ihr.. also überlasse ich ihr ja in dem Moment das Feld... da ist mir auch klar, dass sie keinen Respekt hat.. aber das beißen tut auch schon langsam richtig weh.."

    Mit allem Respekt: Ich würde da ganz sicher nicht weggehen, sondern mit einem deutlichen (und ernstgemeinten!!)Nein einen Schritt auf den Kampfzwerg zu - und wenn dann nicht Ende ist, gäb's eine Ansprache, daß die Öhrchen flattern, notfalls auch mit kurzme Festhalten. Käm's öfter vor, käme der Hund jedes Mal prompt auf seinen Platz. Auf jeden Fall: ich würde hier (nochmal: es ist ein Kind!) der Konfrontation sicher nicht auch noch ausweichen - das einzige, was der Hund damit vermutlich lernt, wäre, daß Frauchen-Treiben ein sehr cooles Spiel ist. Etwas, das ich dieser Rassemischung nicht unbedingt beibrächte. Nochmal die Frage: Willst du dich auch noch so durch die Gegend scheuchen lassen, wenn sie ein Jahr älter ist?

    Nebenher: Daß eine Hündin einem nervenden Junior lange ausweicht, stimmt übrigens nur für die erste Zeit, da hat sie wirklich Engelsgeduld. Später, so ab der zehnten, zwölften Woche wurden zumindest die Hündinnen, die ich lange mit ihrem Nachwuchs erlebt habe, da sehr kurz angebunden: Wenn ein Blick nicht reichte, schossen sie hoch wie eine Natter, um sich den Unsinn zu verbitten, und der Störer suchte blitzartig das Weite - insofern hatten sie auch sehr schnell Ruhe. Sie meinten es nämlich ernst.
    Während der Vaterrüde, der zwar auch oft brüllte, sich von den Zwickern aber auch mal zu einem Spielchen verleiten ließ, ständig gepiesackt wurde, so in der Hoffnung, er könnte ja mal schwach werden. Hatte er allerdings echt genug, reichte auch da ein kurzer Knurrer, und die Bande wußte Bescheid.

    Hätt ich ja nicht gedacht..*g*..aber ich muß Bungee hier absolut zustimmen: Es geht einfach nicht an, daß du dich von einem hündischen Kindergartenkind tyrannisieren läßt - genau das passiert nämlich gerade bei euch. Wenn du jetzt schon Angst vor deinem eigenen Hund hast, wie soll das denn später laufen, wenn die jetzt etwa Fünfjährige fünfzehn ist?

    Es hilft übrigens wirklich, wenn du dir mal bewußt klar machst, daß du da ein kleines Kind vor dir hast, nicht den Hund von Baskerville und noch nicht mal eine Halbstarke - sondern ein Kind, das von der Grenzen- und Regellosigkeit überfordert ist und als Reaktion darauf gerade seinerseits maßlos wird.

    Jetzt hast du noch alle Gelegenheit, der Kleinen die Regeln des Zusammenlebens beizubringen, und die heißen eben nicht: sobald ich mich benehme wie Sau, werden mir promt Leckerchen/Spielzeug/Unterhaltung angeboten, sondern: sowas bringt mir nichts als prompten und energischen(!) Privilegien-Entzug.

    Die erste Zeit ist da die allerproblemloseste, da hat der Welpe noch einen totalen Folgetrieb, wird euch also konsequent nachtapsen. Da kannst du ihn, natürlich soweit die Umgebung ungefährlich ist, bestens frei laufenlassen und hast dabei gleich eine Supergelegenheit, das Rankommen zu üben. Das will er ja sowieso unbedingt, also belegst du es einfach gleich mit einem Kommando, lobst und belohnst es, und sobald der Zwerg selbständiger geworden ist, weiß er dann schon ,was du mit seinem Namen und/oder "Komm!" eigentlich meinst.

    Hier hast du meinen Neun Wochen-Welpen auf dem allerersten gemeinsamen Spaziergang nach 24 Stunden Zusammenleben. Die Kleine war schon ein vergleichsweise unabhängiger Typ und ging gern auf Entdeckung, aber du siehst da schon, wie sehr sie sich aufs Folgen konzentriert. Insofern völlig überflüssig, so einen Zwerg mit nervigem Leinengetüddel zu behängen.

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