Nein, sind sie nicht. Es gibt sie in drei Haartypen, smooth (glatthaarig), rough (Rauhhaar) und broken (das liegt dazwischen und kann von leicht gewelltem Glatthaar bis kurz unter richtiges Rauhhaar gehen). Die Glatten sind nur selten geworden, weil aus der Mode.
Aber das sind Äußerlichkeiten. Viel wichtiger ist, daß ihr euch wirklich klarmacht, mit wem ihr es zu tun bekommt - und da helfen die verlinktne Adressen sicher schon gut weiter. Viel Glück!
Ich hab da übrigens vor langer Zeit mal von einem alten Jäger, den ich um seine traumhafte Partnerschaft mit seinem Hund beneidet habe, was wirklich Nützliches erzählt bekommen: Er sagte, WENN er den Hund mal maßregeln muß, achtet er immer sehr darauf, daß der, nachdem er die untersagte Aktion abgebrochen hat, sofort AKTIV zu ihm kommt und mit diesem "nichts für ungut, Chef, war nur'n Witz" -Ausdruck Kontakt sucht - also sehr ähnlich wie mein Welpe auf den Fotos, der dem grollenden Boß einfach den Kopf in den Fang packt.
Passiert das nicht, sondern der Hund meidet stattdessen, war's zuviel Druck - und der Mensch muß nochmal sehr darüber nachdenken, was er da tut. Das hat dieser Mann offenbar lebenslang getan, denn zwischen den beiden reichte normalerweise ein Blick.
Darauf zu achten ist wirklich ungemein hilfreich - und so zu maßregeln, ist Welten weg von diesen aufgeblähten Testosteron-Heinzen, denen ich meinen Hund auch niemals an die Hand geben würde.
Wir haben hier auch Pech: Bilderbuch-fester Kot - und trotzdem müssen die verdammten Dinger alle 6 Wochen ausgedrückt werden, entzünden sich aber gottseidank nicht.
Hund frißt frisch, alle Fütterungs-Experimente mit Möhren in Massen brachten nix, Knochen kriegt der Terrier eh zweimal die Woche, hilft trotzdem nicht. Also hab ich die TÄ mal ganz genau hinsehen lassen: eine Analdrüse sitzt normal und entleert sich normal, der Gang der anderen ist deutlich zu weit hinten - und die ist regelmäßig voll.
Bei uns ist es also sogar nur eine Drüse von beiden - und dafür dieser ganze blöde Aufwand!
...und weil aus diesem Grund viele - auch Trainer - dazu neigen, einen Hund ständig in diesem gedeckelten, tief unterwürfigen Zustand zu halten, was natürlich tatsächlich nichts als elend ist: Dauerstreß für den Hund, ein Zeichen von Unfähigkeit beim Halter.
Eigentlich sollte sowas nur ein kurzer Moment sein, in dem der Gemaßregelte reagiert - und dann muß es sofort sozusagen die Hand zur Versöhnung geben ,das Leben geht fröhlich weiter, und alles ist gut. No hard feelings.
Hier sind nochmal die beiden: die Kleine ist gut vier Monate alt und hat permanent an SEINEM Statussymbol-Stock gezerrt, obwohl er schon deutlich "Laß los" gesagt hat. Dann gibt's einen kurzen, wirklich ärgerlichen Brüller:
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....und SOFORT läßt der Druck nach und das Spiel geht fröhlich weiter - auch wenn die Kleine dem Boß jetzt vorsichtshalber erstmal nicht mehr am Unterkiefer hängt:
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Da siehst du also, trotz Maßregelung, keinen Hund kriechen, meiden oder auch nur das Spiel abbrechen - und das ist das Fingerspitzengefühl, das den meisten Menschen auch noch im Ansatz fehlt. Darum bin ich ja so dankbar, wenn ein toller Hund diesen Job übernimmt - und würde mir eben niemals rausnehmen, da irgendwas für ihn "regeln" zu wollen.
"Und meine beiden Großen dürfen dem Jungspund sehr deutlich sagen, wann es reicht. Wie sollte er auch anders die hündische Kommunikation lernen?
Doch lieber hier von den seit Welpenzeit vertrauten Rüden, als von einem fremden, von dem ich nicht weiß, wie der reagiert. Ich kann ihm hundertmal sagen, er soll eine Hündin in Frieden lassen, er wird´s nicht verstehen. Ein Knurrer, ein Abschnapper der Hündin und Otto hat verstanden.
Vielleicht sollten wir unsere Regulierungswut etwas im Zaum halten und unseren Hunden mehr Vertrauen schenken. Ich fahre damit sehr gut."
Goldene Worte, Gaby - wenn ich das große Glück habe, einen Rüden im Haushalt oder zur Hand zu haben, der Welpen/Junghunde gut erzieht, dann würde ich den Teufel tun, ihm da in irgendeiner Weise "reinzureden", wenn er es für nötig hält, "aggressiv" zu werden. Auch wenn er die juvenile Nervensäge notfalls mit einem Gebrüll maßregelt, gegen das der Metro-Goldwyn-Meyer-Löwe sich wie ein Miezekätzchen anhört. Ich weiß einfach, daß er weiß, was er tut, vertraue ihm vollständig und bis jetzt hat jeder meiner Welpen bestens so hündisch gelernt und seinen "Erzieher" abgöttisch geliebt. Warum sollte man sowas deckeln?
Wenn er blind wird, dürfte da das Problem liegen: erblindende Hunde sind in dieser Phase so dermaßen auf ihre Bezugspersonen angewiesen, daß sie alleingelassen sehr schnell Panik bekommen: Die Welt verändert sich für sie so extrem, daß sie sich total an ihrem letzten Halt "festklammern" - und das ist ihr Mensch.
Wir hatten hier immer eine Faustregel, die recht gut hinkam: Sobald der Welpe, der draußen frei läuft, nach dem Spaziergang todmüde umkippt oder gar richtig aufdreht (noch ein krasseres Zeichen von Übermüdung) war's zuviel. Kommt er schnell runter und schläft bald entspannt irgendwo, war's richtig.
Wenn's mein Welpe wäre, würde ich auch weniger tun oder mir die Gänge anders einteilen. Überschnappen über den normalen Welpenwahn hinaus ist wirklich meist eine Folge von zuwenig oder zuviel neuen Eindrücken - da mußt du erstmal eine Balance finden. Wir haben in den Alter einen längeren Spaziergang gemacht, auf dem ich den Zwerg immer wieder getragen habe und der mit Hinsetz- und Schnüffelpausen bis zu einer Stunde dauerte. Ansonsten gab's nur kurze "Entsorgungsrunden" in den Garten. Das hat sich für uns besser bewährt als mehrmals am Tag zu einer aufregenden Runde loszuziehen. Sowas hätte den ohnehin schon sehr temperamentvollen Welpen unter Erwartungs-Dauerstrom gesetzt - und den hätte er ständig irgendwie abtoben müssen. So lief alles sehr entspannt ab: einmal am Tag richtig Gasgeben, ab & zu ein Spielchen zwischendurch und ansonsten Ruhe.
...und daß das mit dem "Rassenkram" nicht ganz ohne ist, wirst du spätestens dann feststellen dürfen, wenn du merkst daß die Welt nicht auf Münsterländer-Mixe gewartet hat: Jäger haben daran eh kein Interesse, und Nichtjäger wünschen sich keinen Hund, der regelmäßig hinter allem abgeht.
Und dann: eine Hündin zu haben heißt noch lange nicht, daß der Rüde sich regelmäßig an ihr ausleben darf. Ich kenne viele intakte Hundepaare, bei denen die Hündin läufig so ziemlich jeden Partner akzeptierne würde - außer dem Rüden, mit dem sie zusammenlebt.
Wir hatten auch so eins, und für den Rüden waren die Läufigkeiten zweimal im Jahr Qual pur: Sobald er sich auch nur in die Nähe der Hündin bewegte, kriegte er kräftig das Fell voll. Wir mußten sie also weniger wg. der Nachwuchsgefahr trennen, sondern eher deshalb, weil der arme Kerl sonst nur noch verprügelt in der Ecke hockte. Sowas ist wirklich nicht selten - und ob das jetzt wirklich der Traum deines Rüden wäre?