Das Ganze klingt für mich auch sehr nach fehlverdautem Monty Roberts und unterschätzt zudem die Intelligenz eines Hundes sträflich.
Ich würde jede Wette darauf eingehen, daß selbst ein mäßig kluger Hund den Zusammenhang "Mensch kommt-Generve geht los" ziemlich fix durchschaut hat. Das schafft nämlich selbst ein Pferd nach dem ersten Round-Up-Schock ziemlich bald, und wie beruhigend und vertrauensbildend sich sowas langfristig auswirkt, mag sich jeder selbst vorstellen.
Auch wenn das weniger spektakulär ist und vermutlich nie ins Fernsehen kommt: Ich würde darauf setzen, den Hund an einen Maulkorb zu gewöhnen, ihn möglichst dicht in mein Leben zu nehmen und ihn 24/7/365 in langsam, vorsichtig gesteigerten Alltagssituationen erleben zu lassen, daß er bei mir sicher ist, aber auch nach meinen Regeln spielen muß.
Kostet sicher sehr viel Geduld und Geschick, schafft aber (wenn wir hier schon von fragwürdigem Pferde- auf Hundetraining schließen wollen) die einzige solide Basis: echtes, gewachsenes Vertrauen.
Sich selbst einzugestehen ,daß das ein zu mühsamer, schwieriger Weg ist und folglich die Finger von einem so schwierigen Hund zu lassen ist nicht ehrenrührig und vielleicht sogar klug - so ein Tier noch absolut fragwürdigen Spielchen auszusetzen, ist alles andere als das.