Beiträge von terriers4me

    Er ist nicht dumm, er ist einfach ein Rüde - und "Erzfeind in Riechnähe" läßt sich nun mal keiner entgehen ,der was auf sich hält. Wenn der andere dann auch noch angeleint ist, um so besser: da kann man dann richtig den dicken Max (oder Sammy!) machen.

    Wenn der andere Rüde Blut am Maul hatte, würde ich nicht auf eine Wunde bei deinem Sammy tippen, sondern darauf, daß Sammy ihn mit einem Schnapper an Maul, Lefze oder Zunge erwischt hat. Nahkampf-Gerangel hat's ja sehr wohl gegeben, sonst würdest du ja jetzt nicht nach Wunden suchen. Maul/Lefze ist immer die Stelle, an der es zuerst Macken gibt, weil die beiden sich mit den Zähnen in die Quere kommen. An den Stellen blutet es auch immer gleich richtig eindrucksvoll. Wenn das Blut von deinem Hund stammte, müßte der andere schon eine Riesenwunde gebissen haben, die du sofort sehen würdest.

    Mein Tip wäre also: Nicht Sammy, der andere, in diesem Fall Angegriffene, hat was abgekriegt. Also würde ich nochmal in Ruhe mit dessen Besitzer sprechen, das Ganze, bei dem ja nicht viel passiert ist, möglichst unter "Shit happens" verbuchen und von heute an verstärkt an Sammys Gehorsam arbeiten.

    Dumm war nämlich nicht er, der sich eben wie ein Rüde benommen hat, sondern dein Freund, der ihn durchbrennen ließ.

    Zwingerhusten klingt genau so, und bei meiner Hündin begann's auch einmal mit solchen Attacken, zwischen denen erst lange Ruhe war, bis es nach mehr als einer Woche richtig heftig wurde.

    Aber wenn bis jetzt überhaupt nichts mehr passiert ist, ist das wohl eher unwahrscheinlich - wir drücken jedenfalls die Daumen ,daß es nur der Kauknochen war.

    Das klingt doch nach einem prima Anfang - und der Alltag ist dann wirklich halb so wild, wie man es sich vorher ausmalt.

    Abgerissene Kralle (typische "Terrierkrankheit"!) heilt übrigens ohne Schühchen besser, weil mehr Sauerstoff drankommt. Als Schutz tut es da notfalls auch eine luftdurchlässige Babysocke, die gibt's ja günstig im Pack.

    Bei meinem Terrier flog eh alles beim ersten Durchstarten, egal, wie fest geklebt. Insofern haben wir's auf Rat unserer TÄ meist offen gelassen (Socke nur gegen Blutflecke im Haus), aber mehrmals täglich in lauwarmer Schmierseifen-Lösung gebadet, damit sich trotzdem nichts entzündet. Heilte rekordverdächtig schnell und ohne Antibiotika.

    Auf jeden Fall schnelle Besserung und vor allem eine lange, tolle gemeinsame Zeit!

    LOL - das klingt jetzt wirklich, als wäre Terrier die exterritorialen Höllenhunde - aus dem Universum gekommen, um ihre Besitzer ständigen Härtetests zu unterwerfen.

    Sind sie überhaupt nicht. Sie sind nur ziemlich schlau, sehr opportunistisch, und die Sensibleren unter den ohnehin schon sensiblen Russells haben die fatale Neigung, auf Streß und Unruhe ihrer Umgebung viel schneller und heftiger einzusteigen als viele andere Hundetypen.

    Umgekehrt funktioniert das aber genauso: Wenn du ruhig bist, wird der Hund froh sein, sich da ein Beispiel nehmen zu können. Spaß haben die an dem ganzen Streß nämlich nicht. Frag Foxi, wie's ihm beim stereotypen Leinenzerren gegangen ist, und wie glücklich er jetzt ist!

    Der Rat, selbst tief durchzuatmen, ins Körbchen zu gehen und sich locker zu machen, ist wirklich großartig. Keep cool, schalt den ganz großen Pädagogen-Ehrgeiz erstmal ab: das ist kein Staatsexamen, es gibt keine Zensuren, das ist nur ein verunsicherter kleiner Hund, der selbst gern zur Ruhe käme. Und wenn du mal Fehler machst, wird er dir die verzeihen - Hunde sind so.

    FREU dich einfach, mit so einem netten Tier zusammenleben zu dürfen, und laßt die Dinge gemeinsam auf euch zukommen - dann wird der Terrier sich deiner entspannten Grundhaltung vermutlich gerne anschließen:

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    Wir wünschen euch jedenfalls genausoviel Glück, wie Foxi es gehabt hat!

    Wenn's wirklich so schlimm ist, informier den Züchter - der dürfte froh sein, wenn er den Welpen rausholen kann, bevor er einen dicken Knacks hat.

    Würde ich meinen Welpen/Hund je nachweisbar (!)tierschutzwidrig behandeln, fiele er ins Eigentum der Züchterin zurück. Steht in meinem Kaufvertrag, hätte ich das nicht unterschrieben, hätte ich den Hund nicht bekommen - und eine ähnliche Klausel haben meines Wissens die meisten VDH-Verträge?

    "Schlechtes Gewissen" ist doch auch absolut unproduktiv - übrigens ein Grund, aus dem ich diese ruhigen Hundebilder viel eindrucksvoller finde als diverse TS-Grusel-Schocker: Sie zielen nicht so offensichtlich darauf ab.

    Aber sich einfach mal wieder ins Gedächtnis zu rufen, daß die Statistik Gesichter hat, schadet sicher nichts. Seit ich bei Ferienjobs über Jahre hinweg auch mit Schweinen zu tun hatte und gelernt habe, daß sie ebenso individuelle Gesichter haben können und vermutlich cleverer sind als mein Hund, ess ich zwar immer noch welche - aber eben nicht mehr aus Massentierhaltung und daher nur noch selten.

    Da man nun mal irgendwo anfangen muß, wenn man überhaupt irgend etwas ändern möchte, könnte ich mir gut vorstellen, daß diese stillen Hundebilder tatsächlich wirksamer sind als irgendwelche krassen Bluttrief-Kampagnen. Aufmerksamkeit haben sie ja offenbar wirklich bekommen - sonst würden wir sie hier kaum zu sehen kriegen.

    Was allerdings die langfristige Wirkung angeht: Die Älteren unter uns erinneren sich vielleicht noch an Heiko Gebhards "Du armer Hund" und diese große Stern-Serie dazu? Da gab's 1977 schon Porträts armer Massenzucht-Welpen zu sehen, bevor sie krankheitshalber eingeschläfert werden mußten, mit dem entsprechenden Empörungs-Aufschrei. Das Kaufverhalten hat's aber so gut wie nicht beeinflußt.

    "weiß doch jeder, wie die Tiere aussehen

    also meinetwegen macht es
    hindert mich nicht dran, sie zu essen"

    manuu,

    danke für diesen Beitrag - das bringt's doch auf den Punkt, ohne, daß wir seitenlage Kulturkreis-Debatten führen müßten: "Mach's doch - ich weiß eh, wie diese Viecher aussehen. So what?" - dürfte nämlich HAARGENAU die Reaktion des Durchschnitts-Taiwanesen auf diese Hundefotos sein.

    Der Unterschied läge also nur darin, welche Spezies wir kollektiv idealisieren.

    "aber wie Welpen das unter sich regeln, ist euch bekannt, oder? Die quieken auf, wenns zu dolle wird und das Spiel wird beendet."

    Wie ein älterer Hund das regelt, ist dir auch bekannt, oder? Der warnt den nervigen Welpen, und falls das nicht sofort nützt, beendet er nichts, sondern wird KURZ unmißverständlich deutlich. Danach geht's oft weiter - aber höflicher.

    Übrigens ist das Spiel auch bei Welpen mitnichten automatisch "beendet", wenn einer quiekt - es kann genausogut in eine handfeste Prügelei übergehen, weil der Gezwickte richtig wütend wird und seinerseits zufaßt. Dann wird aus Spaß ganz schnell Ernst - also etwas, das der Normalwelpe lieber gleich zu vermeiden versucht.

    Welpen habe also zum einen keine eingebaut Automatik, auf die du nur zurückzugreifen brauchst. Sie lernen, und das ständig. Zum anderen kommen sie, wenn sie umziehen, eben nicht zu gleichartigen Welpen-Kumpanen sondern - hoffentlich - zu einer menschlichen Respektsperson, die sie nicht regelmäßig bis zum Quieken traktieren sollen.