Sehr gute Idee - wir hätten da noch einen viel erprobten Tip für den sicheren Trainingsstart beizusteuern: Schafft euch einen möglichst kleinen Welpen einer möglichst süßen Rasse an, der sich auch noch zu einem freundlichen, niedlichen Junghund entwickelt und geht regelmäßig in einem Gebiet mit hoher Flexileinen- und Hundeliebhaberdichte spazieren. Wie gesagt: Es ist wichtig, daß der Hund klein ist - dann merkt er die nettgemeinten Tutnix-Tatzen im Kreuz deutlich besser.
Bei dem, was so zum "Hallosagen" nicht nur auf den netten Zwerg losgeschickt, sondern auch noch nachdrücklich zur Kontaktaufnahme ermuntert wird, wenn der Zwerg schon ganz deutlich signalisiert, daß er jetzt eigentlich die Nase voll hat, wird der Pöbel-Erfolg beim genervten Bedrängten auf die lange Sicht nicht ausbleiben.
Durchbrüche waren bei uns Situationen wie ein in vierbeinig die Pudel-Flexi eingewickelter Terrier, oder der wild keifende Mittelschnauzer, der - genau! - an der surrenden Flexi einmal quer über die Straße schoß, um so richtig mit allen Zähnen "Hallo!" zu sagen. Und natürlich die Szene mit dem tief empörten Frauchen, die mir das energische Abblocken richtig, richtig übel nahm und meinem Hund signalisierte, daß an anderen Leinen selten was Angenehmes hängt.
Danach waren wir beide schon richtig gut im Pöbeln, und mit positiver Bestätigung haben wir weiterhin auch gute Erfolge erzielt: Irgendwann war auch ich so genervt, daß ich den Terrier einfach hab machen lassen. Nachdem sie ein paar Tutnixe nachdrücklich weggeschickt hat, gilt sie als "böse" und wir haben soweit Ruhe - und können endlich mal am Leinenpöbeln arbeiten!