Beiträge von terriers4me

    Klingt wirklich nach einem kleinen Einstein. Ich kannte mal einen Jagdterrier, der auf "armes Pfötchen" hin humpelnd zusammenbrach, natürlich auch nach einer echten Verletzung, für die er bedauert und verwöhnt wurde.

    Husten wäre da noch ein deutlicher technischer Schritt weiter - aber ,wie gesagt: daß ein schwerstkranker Hund willkürlich hechelt, um etwas damit zu erreichen, halte ich für unmöglich. Ich denke, es ist umgekehrt: Sie quält sich erst und sucht dann Hilfe da, wo sie es gelernt hat.

    Ein Hund kann weder bewußt hecheln noch husten, nur, um dich zu manipulieren - da stimmt immer was nicht.

    Was er sehr wohl kann, ist, sich in diesen Unwohlseins-und Unruhemomenten an den Besitzer zu wenden, um Hilfe zu bekommen - die für Jill ja offenbar im Ausweg aus der Wohnung besteht. Vermutlich hat sie nachts Schmerzen, Atemnot oder Beklemmungen und kommt damit draußen besser klar. War übrigens bei meiner alten Hündin sehr ähnlich, als sich die Lunge mit Wasser zu füllen begann: die fand nachts auch keine Ruhe mehr und wanderte hechelnd durch die Gegend, bis sie sich irgendwann wieder hinlegen konnte.

    Konditionieren will sie dich sicher nicht, weil sie das auf diese Weise schlicht nicht kann - ihr geht's in diesen Momenten einfach nur dreckig.

    Wir haben uns, glaube ich, ein bißchen zu sehr mit dem künstlerischen Ausdruck aufgehalten und darüber die Grundregel für wirkliche Erfolge vergessen: Beweg deinen Hund ansonsten so wenig wie möglich - dann ist er auf die Sekunde fit, wenn's drauf ankommt!

    Da muß so richtig eine Explosion von aufgestauter Energie, Frust und Langeweile kommen, dann klappt das sogar über längere Distanzen. Wie neulich bei dem pöbelnden Aussiemix im Park, der uns erst über gute hundert Meter Wiese hinweg auf den Hinterbeiden stehend niederkläffte, dann von Herrchen abgeleint wurde, wie der Korken aus der Sektflasche quer über besagte Wiese schoß und direkt vor meinem angeleinten Hund richtig in die Vollen ging. Während Herrchen keuchend nachsetzte und immerzu rief: "DER TUT NICHTS! DER WILL NUR BELLEN!!!"

    Das war wirklich eine Performance der Spitzenklasse, on- und offleash, athletisch perfekt, im künstlerischen Ausdruck auch sehr ansprechend, und zum Schluß sogar noch synchron, weil's dem Terrier dann auch reichte.
    Ein echter Fall von Hut ab, oder vielmehr: Leckerli her!
    Die gab's dann nämlich, als Herrchen das Herzchen sicher wieder an der Leine hatte - zum Trost, weil die böse Frau mit dem giftigen Terrier dem Hundi so einen Schreck eingejagt hatte.

    Bei Vögeln ist das ein Märchen - die haben so gut wie keinen Geruchssinn und nehmen die Kleinen auf die entsprechenden Reize hin sofort wieder an. Man darf nur nicht so lange warten, bis das Kleine zu schwach zum Schreien wird - dann fällt es durchs Raster und wird nicht mehr gefüttert.

    Ich würde hoch drauf wetten, daß die Knuffel nicht viel älter sind als drei Monate, da muß also jemand beim Einreise-Alter sehr zuvorkommend gewesen sein. Ansonsten wirklich sehr süß und recht proper, sehen aus wie die Schäfermixe hier im TH.

    Ein Fox IST ein Jack Russell, genauer gesagt umgekehrt: ein Jack Russell ist ein altmodischer Foxterrier.

    Natürlich haben die Rassen sich inzwischen auseinanderentwickelt, der Russell ist näher am Arbeitsterrier geblieben - aber in den Grundzügen sind diese Hunde sich immer noch ziemlich ähnlich. Wenn ihr also den einen nicht wollt, dürfte der andere auch nicht passen.