Was ist denn das für eine idiotische Hundeschule?!
Euer Junghund hat mit Sicherheit keinen Kontrollzwang und "stalkt" auch nicht. Er sucht einfach - rassetypisch! - einen sehr engen Anschluß an seine Menschen. Alterstypisch ist das natürlich ebenfalls: mit fünfeinhalb Monaten wäre der Kleine draußen tot, sobald er seine Familie verliert, und auch das "weiß" er natürlich.
Den jungen Hund dafür zu ignorieren oder gar abzuschieben, ist der sicherste Weg, ihn einmal sehr ängstlich zu machen (ihm wird ja ständig die einzige Sicherheit genommen, die er haben kann). Wie gut das funktioniert, erlebt ihr ja gerade. Zum anderen kannst du so Trennungsangst regelrecht züchten: Der Hund ist schon im Alltag mit euch unsicher, weil ihr ihn dauernd wegstoßt, wo er eigentlich dazugehört - wie soll er denn dann auch noch ganz alleine klarkommen?
Daß euch dann noch erzählt wird, der Kleine habe keinen Bezug zu Menschen, weil er altersgemäß mal spielende Hunde interessanter findet, ist wirklich die Krönung aller Dummheit...
Besser wäre es, die Kleine drinnen einfach mitkommen zu lassen, wenn sie möchte, aber ohne sich dabei groß mit ihr zu beschäftigen. Sie ist dabei, also in ihren Augen sicher, aber eben nicht der Mittelpunkt. Alleinsein lernt sie dann auch gleich selbstverständlich, indem sie eben vor geschlossenen Badezimmertüren, beim Postreinholen oder anderen Alltagsgelegenheiten ganz selbstverständlich mal beiseite geschickt wird oder warten muß. Auf diese Weise hat sie dann auch irgendwann raus, daß sie sich genausogut irgendwo in eurer Nähe (und später weiter weg) hinlegen kann - ihr kommt ja immer wieder. Meine letzte Hündin hatte drei Plätze im Haus verteilt und schlief den größten Teil des Tages friedlich in meiner Nähe, ihre Nachfolgerin gibt sich mit einem zentralen Überblicks-Platz zufrieden - aber Dabeisein ist auch für sie alles.
Die Sicherheit und Nähe braucht die Kleine zumindestens zeitweise unbedingt, wenn ihr euch da nicht ein Nervenbündel ranziehen wollt. Ungewöhnlich große Anhänglichkeit an "seine" Menschen ist für so einen Terrier nun mal ebenso rassetypisch wie die größere Unabhängigkeit draußen.
Genau so, drinnen anhänglich und draußen sehr selbständig, soll er für seine Jagdhunde-Aufgaben sein - und was euch die "Trainer" da erzählen, ist wirklich blanker Unsinn.