Ich barfe zwar nicht im sozusagen religiösen Sinn, sondern füttere einfach seit 17 Jahren frisch, aber die Vorteile wären vergleichbar: Erstmal, denke ich, spielt der Spaßfaktor für Hund & Halterin eine Riesenrolle: Ich seh einfach gerne zu, wie's dem Terrier schmeckt und freue mich daran, daß meine drei frisch gefütterten Hunde im Fell deutlich besser aussehen/aussahen als ihre beiden Fertigfutter-Vorgänger und der "Hundegeruch" sic hauf ein Minimum reduziert hat.
Zum zweiten ist frisches Futter für mich wesentlich preiswerter als auch nur halbwegs akzeptables "fertig", weil außer dem Frischfleisch eh fast alles in Menschen-Küche & Garten abfällt.
Und drittens ich weiß gern genau, was drin ist und stelle die Ration nach Bedarf zusammen: wird der Hund etwa zu dürr, gibt's mehr Getreide, legt er zu sehr zu, wird eben der Gemüseanteil größer. Finde ich superpraktisch, weil man die Erfolge so schnell sieht.
Eine Religion würde ich aus einer Fütterungsweise allerdings nie machen, ich denke, bei einem gesunden Hund führen viele Wege nach Rom, dafür sind die Viecher einfach vielseitig genug - insofern liegt die Futterfrage auch viel an den Prioritäten des Besitzers.
Auf meine stoffwechselkranke Hündin wäre das allerdings nicht zugetroffen, die vertrug nicht mal mehr irgendein Spezialfutter vom Tierarzt - wenn wir da nicht die frischen Zutaten einzeln ausprobiert hätten, hätte ich sie nicht am Leben erhalten können. Aber das war nun wirklich ein Sonderfall.