Beiträge von terriers4me

    Wir hatten vor Jahren selbst einen Dreierwurf, zwei Rüden, eine Hündin - und die Hündin wuchs so "feminin" heran, wie es eine Hündin nur sein kann.

    Meine jetzige Hündin stammt aus einem Zwei-Mädel-Wurf und ist die bisher "rüdigste" Hündin, die ich je hatte. Ihre Vorgängerin wiederum war auch die einzige Hündin im Rüden-Wurf und absolut feminin - also könnte ich diese Verallgemeinerung eher nicht bestätigen.

    Hallo Melanie,

    erstmal: es tut mir ganz entsetzlich leid, was ihr da gerade durchmacht - das ist die grausamste Zeit im Hundehalter-Leben, und wie mies es dir dabei gerade geht, werden dir hier sicher sehr viele wirklich nachfühlen können.

    Trotzdem würde ich dir auch raten, den Hund nicht auf Biegen und Brechen festhalten zu wollen, leider aus ganz bitterer Erfahrung. Meine erste, heißgeliebte Hündin starb vor Jahren auch an einer schnell fortschreitenden Herzinsuffizienz und Wasser in der Lunge. Heute, nach mehrere Abschieden, weiß ich, daß sie die "ich will nicht mehr"-Zeichen deutlich gegeben hat - aber ich habe sie nicht verstanden. Leider habe ich mehr auf die Tierärztin, die mir immer noch ständig Hoffnung gemacht hat, als auf den Hund gehört. Ich wollte wohl einfach nicht verstehen: mein Hund war doch erst zwölf, erst seit vier Wochen krank, vorher immer fit gewesen, es MUSSTE doch Hoffnung geben...und so weiter.

    Der Preis war dann entsetzlich, und meine Hündin hat ihn bezahlen müssen: Sie ist, nachdem wir abends noch zum Abhören gewesen waren, über eine ganze Nacht hinweg qualvoll erstickt. Es war kein TA zu erreichen - und sie starb dann genau in dem Moment, in dem der erste morgens das Telefon abnahm...


    Weshalb ich dir das überhaupt erzähle? Weil du es besser machen kannst, so hart das für dich ist. Wenn die Lage wirklich hoffnungslos ist, erspar deinem Hund so etwas und laß ihn lieber einschlafen, bevor er sich richtig grausam quälen muß - und Atemnot ist grausam.

    Ein gnädiger Abschied ist leider das letzte große Geschenk, das du einem todkranken Hund noch machen kannst - alles andere ist ja längst entschieden. Ich denke, du wirst da das Richtige tun - und ich wünsch dir wirklich alle Kraft der Welt dazu!

    Ich hab mir diese Adapter übrigens auch ursprünglich angeschafft, weil mir die Geschirr-Variante mit der Schlaufe um den Gurt viel zu unsicher war und der Welpe damit prima vom Sitz fallen konnte. Das Praktische ist daß man so ein Geschirr an sich damit gut weiterbenutzen kann: einfach den Adapter-Haken in den oberen Wirbel am Geschirr klinken, die gewünschte Bewegungsspielraum-Länge einstellen, und fertig.

    Genau, die hab ich gemeint.

    Benutzen wir auch oft, wenn der Hund in fremden Autos mitfährt. Ich hab übrigens für knapp acht Kilo Hund die Großhunde-Variante, weil die vergleichsweise viel stabiler ist, und die kann man auch sehr kurz einstellen. Sowas sollte auch gut einen Bully halten. Falls der Gurt zu lang ist, findest du sicher einen Sattler oder Schuster, der ihn dir einkürzt und fest vernäht.

    Die Dinger sind wirklich superpraktisch, wenn man nichts Festes einbauen kann. Ein Hund auf jeder Seite der Rückbank fixiert, und es müßte zumindest im Auto Ruhe sein.

    Von der Erziehung jetzt mal abgesehen - warum fixierst du den Bully nicht so auf der Rückbank, daß er am Platz bleiben muß? Es gibt doch diese verstellbaren Adapter fürs (Auto)geschirr, die sich ins Gurtschloß einklicken lassen - sowas ganz kurz gestellt müßte doch auch in einem Kleinwagen reichen?

    Ich warte auch schon den ganzen Thread darauf, rauszufinden, WARUM sich tatsächlich Menschen persönlich angegriffen fühlen, wenn andere Menschen, die sie eigentlich überhaupt nicht kennen, "ihren" Hund häßlich finden? Das finde ich schon irgendwie faszinierend, ich versteh's bloß nicht.

    Ich nehm zum Beispiel Patrick ohne weiteres ab, daß er beim bloßen Anblick meines entzückenden Terriers Brechreiz kriegen würde, weil er diese Köter einfach nur gräßlich findet. Würde mir zum Beispiel bei Dreimeter-Sabberfäden, überquellenden Falten und qualvollem Geröchel ganz genauso gehen - und andere finden nun mal Russells pottenhäßlich.

    So what?! Ist es nicht allgemein bekannt, daß die Geschmäcker total verschieden sind und daß genau das generell bereichert? Weshalb darf man's dann nicht in der relativen Anonymität eines Forums aussprechen, ohne daß es fürchterlich persönlich genommen wird? Wir stellen uns doch hier nicht voreinander hin und sagen: "BOAHHHH - hast du dir da einen abscheulichen Scheißköter an Land gezogen!" - was im real life hoffentlich niemand je tun würde. Weshalb verstehen es offenbar viele trotzdem so?

    Eigentlich - eigentlich fehlte mir jetzt ein Thread in Richtung: "Wie weit identifiziert ihr euch mit eurem Hund.....?"

    Deine Angst kann ich vollkommen verstehen, halte sie in diesem speziellen Fall für begründet und würde den Kontakt zu diesem Hund sehr wohl strikt meiden, dafür aber den zu anderen, freundlichen großen Hunden intensiv suchen, damit ihr beide euch wieder entspannen könnt.

    Ich bin bis jetzt immer bestens damit gefahren, die Kontakte für meinen Hund generell danach auszusuchen, welchen Eindruck mir die Besitzer machen. Und das, was du da schilderst, finde ich alles, alles andere als vertrauenerweckend - zumal in Kombination mit einem Rüden mit, sagen wir mal vorsichtig: erhöhtem innerartlichem Gefahrenpotential.

    Das klingt nach dem nächsten "das machen die unter sich aus"-Opfer, bei dem man sich in die gute alte Zeit zurücksehnt, in der Hunde bei Hundesichtung erstmal generell ins "Fuß" kamen und nicht dauernd aufeinander losgelassen wurden, ohne Rücksicht auf Größenverhältnisse und Folgen.

    Es ist aber nun mal auch heute noch so, daß kein Hund das sozusagen verbriefte Recht hat, jedem zufällig vorbeikommenden Artgenossen "Sozialverhalten" sozusagen abzufordern, Verstöße gegen seine eigenen Vorstellungen nach eigenem Gutdünken zu ahnden - und die Todesstrafe dabei unter "shit happens" fällt. Zynisch könnte man natürlich sagen: perfektes Sozialverhalten - das Töten Rudelfremder, die sich nicht schnell genug vom Acker machen können, ist ja im Freileben durchaus mal vorgesehen.

    Im Nicht-Freielben liegt die Sozialkopetenz aber nun mal bei dir, ist DEINE Verantwortung, einen Hund, von dem du sogar schon weißt, daß er buchstäblich zu Übergriffen neigt, sobald ihm was nicht paßt, sicher zu führen. Wenn stattdessen ein winziger Artgenossen, der ihn nicht mal massiv angepöbelt hat und auf den er auch noch so weit frei zulaufen durfte, daß du nix mehr mitbekommen hast, von deinem Hund "totgebissen" wird, wären Unannehmlichkeiten und Auflagen für euch meines Erachtens wohlverdient.

    Mein Mitgefühl gilt ebenfalls den armen Yorkie-Haltern - an deren Stelle wär ich heute auch nicht zu erreichen...

    Klar kannst du, sobald der Kleine mitläuft (am Anfang haben Welpen oft noch Angst, ihr sicheres gewohntes Revier zu verlassen). Du mußt einfach nur aufpassen, daß der Zwerg sich nicht vor Aufregung überreißt, also schön trödeln, öfter mal hinsetzen oder den Welpen ein bißchen tragen.

    Soooo genau mußt du das alles nicht nehmen - manchmal hilft einem der gesunde Menschenverstand schon weiter. Du siehst ja zuhause, wie der Welpe reagiert: ist er total erschöpft oder enorm hochgedreht, war's zuviel, geht er bald entspannt in die nächste Schlafrunde, war die Dosis Abenteuer genau richtig.

    Diese Regel ist da eher ein Anhaltpunkt, um es nicht zu übertreiben. Man tendiert nämlich sehr dazu, zuviel mit einem eifrigen Welpen zu machen, und das tut ihm wirklich nicht gut.