Hallo Melanie,
erstmal: es tut mir ganz entsetzlich leid, was ihr da gerade durchmacht - das ist die grausamste Zeit im Hundehalter-Leben, und wie mies es dir dabei gerade geht, werden dir hier sicher sehr viele wirklich nachfühlen können.
Trotzdem würde ich dir auch raten, den Hund nicht auf Biegen und Brechen festhalten zu wollen, leider aus ganz bitterer Erfahrung. Meine erste, heißgeliebte Hündin starb vor Jahren auch an einer schnell fortschreitenden Herzinsuffizienz und Wasser in der Lunge. Heute, nach mehrere Abschieden, weiß ich, daß sie die "ich will nicht mehr"-Zeichen deutlich gegeben hat - aber ich habe sie nicht verstanden. Leider habe ich mehr auf die Tierärztin, die mir immer noch ständig Hoffnung gemacht hat, als auf den Hund gehört. Ich wollte wohl einfach nicht verstehen: mein Hund war doch erst zwölf, erst seit vier Wochen krank, vorher immer fit gewesen, es MUSSTE doch Hoffnung geben...und so weiter.
Der Preis war dann entsetzlich, und meine Hündin hat ihn bezahlen müssen: Sie ist, nachdem wir abends noch zum Abhören gewesen waren, über eine ganze Nacht hinweg qualvoll erstickt. Es war kein TA zu erreichen - und sie starb dann genau in dem Moment, in dem der erste morgens das Telefon abnahm...
Weshalb ich dir das überhaupt erzähle? Weil du es besser machen kannst, so hart das für dich ist. Wenn die Lage wirklich hoffnungslos ist, erspar deinem Hund so etwas und laß ihn lieber einschlafen, bevor er sich richtig grausam quälen muß - und Atemnot ist grausam.
Ein gnädiger Abschied ist leider das letzte große Geschenk, das du einem todkranken Hund noch machen kannst - alles andere ist ja längst entschieden. Ich denke, du wirst da das Richtige tun - und ich wünsch dir wirklich alle Kraft der Welt dazu!