Beiträge von terriers4me

    Von der Erziehung jetzt mal abgesehen - warum fixierst du den Bully nicht so auf der Rückbank, daß er am Platz bleiben muß? Es gibt doch diese verstellbaren Adapter fürs (Auto)geschirr, die sich ins Gurtschloß einklicken lassen - sowas ganz kurz gestellt müßte doch auch in einem Kleinwagen reichen?

    Ich warte auch schon den ganzen Thread darauf, rauszufinden, WARUM sich tatsächlich Menschen persönlich angegriffen fühlen, wenn andere Menschen, die sie eigentlich überhaupt nicht kennen, "ihren" Hund häßlich finden? Das finde ich schon irgendwie faszinierend, ich versteh's bloß nicht.

    Ich nehm zum Beispiel Patrick ohne weiteres ab, daß er beim bloßen Anblick meines entzückenden Terriers Brechreiz kriegen würde, weil er diese Köter einfach nur gräßlich findet. Würde mir zum Beispiel bei Dreimeter-Sabberfäden, überquellenden Falten und qualvollem Geröchel ganz genauso gehen - und andere finden nun mal Russells pottenhäßlich.

    So what?! Ist es nicht allgemein bekannt, daß die Geschmäcker total verschieden sind und daß genau das generell bereichert? Weshalb darf man's dann nicht in der relativen Anonymität eines Forums aussprechen, ohne daß es fürchterlich persönlich genommen wird? Wir stellen uns doch hier nicht voreinander hin und sagen: "BOAHHHH - hast du dir da einen abscheulichen Scheißköter an Land gezogen!" - was im real life hoffentlich niemand je tun würde. Weshalb verstehen es offenbar viele trotzdem so?

    Eigentlich - eigentlich fehlte mir jetzt ein Thread in Richtung: "Wie weit identifiziert ihr euch mit eurem Hund.....?"

    Deine Angst kann ich vollkommen verstehen, halte sie in diesem speziellen Fall für begründet und würde den Kontakt zu diesem Hund sehr wohl strikt meiden, dafür aber den zu anderen, freundlichen großen Hunden intensiv suchen, damit ihr beide euch wieder entspannen könnt.

    Ich bin bis jetzt immer bestens damit gefahren, die Kontakte für meinen Hund generell danach auszusuchen, welchen Eindruck mir die Besitzer machen. Und das, was du da schilderst, finde ich alles, alles andere als vertrauenerweckend - zumal in Kombination mit einem Rüden mit, sagen wir mal vorsichtig: erhöhtem innerartlichem Gefahrenpotential.

    Das klingt nach dem nächsten "das machen die unter sich aus"-Opfer, bei dem man sich in die gute alte Zeit zurücksehnt, in der Hunde bei Hundesichtung erstmal generell ins "Fuß" kamen und nicht dauernd aufeinander losgelassen wurden, ohne Rücksicht auf Größenverhältnisse und Folgen.

    Es ist aber nun mal auch heute noch so, daß kein Hund das sozusagen verbriefte Recht hat, jedem zufällig vorbeikommenden Artgenossen "Sozialverhalten" sozusagen abzufordern, Verstöße gegen seine eigenen Vorstellungen nach eigenem Gutdünken zu ahnden - und die Todesstrafe dabei unter "shit happens" fällt. Zynisch könnte man natürlich sagen: perfektes Sozialverhalten - das Töten Rudelfremder, die sich nicht schnell genug vom Acker machen können, ist ja im Freileben durchaus mal vorgesehen.

    Im Nicht-Freielben liegt die Sozialkopetenz aber nun mal bei dir, ist DEINE Verantwortung, einen Hund, von dem du sogar schon weißt, daß er buchstäblich zu Übergriffen neigt, sobald ihm was nicht paßt, sicher zu führen. Wenn stattdessen ein winziger Artgenossen, der ihn nicht mal massiv angepöbelt hat und auf den er auch noch so weit frei zulaufen durfte, daß du nix mehr mitbekommen hast, von deinem Hund "totgebissen" wird, wären Unannehmlichkeiten und Auflagen für euch meines Erachtens wohlverdient.

    Mein Mitgefühl gilt ebenfalls den armen Yorkie-Haltern - an deren Stelle wär ich heute auch nicht zu erreichen...

    Klar kannst du, sobald der Kleine mitläuft (am Anfang haben Welpen oft noch Angst, ihr sicheres gewohntes Revier zu verlassen). Du mußt einfach nur aufpassen, daß der Zwerg sich nicht vor Aufregung überreißt, also schön trödeln, öfter mal hinsetzen oder den Welpen ein bißchen tragen.

    Soooo genau mußt du das alles nicht nehmen - manchmal hilft einem der gesunde Menschenverstand schon weiter. Du siehst ja zuhause, wie der Welpe reagiert: ist er total erschöpft oder enorm hochgedreht, war's zuviel, geht er bald entspannt in die nächste Schlafrunde, war die Dosis Abenteuer genau richtig.

    Diese Regel ist da eher ein Anhaltpunkt, um es nicht zu übertreiben. Man tendiert nämlich sehr dazu, zuviel mit einem eifrigen Welpen zu machen, und das tut ihm wirklich nicht gut.

    Frontline Combo vom Tierarzt.

    Bei 80/20 würde mein Terrier vermutlich bald vor Juckreiz aus dem Fell springen. Sie hat 2/3 Fleisch in der Ration bestens vertragen, so lange sie noch wuchs, aber seit sie ausgewachsen ist, braucht sie's offenbar nicht mehr und kriegt stattdessen Probleme davon.

    Auf die Ursache gekommen bin ich übrigens erst durch ein Gespräch mit der Züchterin, die erzählte, daß die Hunde in britischen Jagdkennels rund ums Jahr fast nur Fleisch kriegen, damit während der harten Arbeitsmonate prima klarkommen, aber außerhalb der Saison, wenn sie ruhig leben, zu heftigen Hautproblemen neigen.

    Es gibt also durchaus Hunde, die zu "sparsam im Verbrauch" sind, um mit dauernden üppigen Fleischrationen klarzukommen. Ist ja eigentlich auch logisch, wenn man sich vor Augen hält, wie viele Jahrtausende sich Haushunde überwiegend von Abfällen ernährt haben. Dann plötzlich rund ums Jahr Supertreibstoff zu fressen, macht vielen eben doch Probleme, die sich dann zuerst über die Haut äußern.

    Praktisch gesehen: Seit ich nur noch die Hälfte Fleisch füttere, die andere halb gedünstetes Gemüse, halb aufgekochte Getreideflocken, sind diese unerklärlichen Kratzattacken total weg - es sei denn in der Flohsaison.

    Aber da weiß ich dann leider sofort Bescheid, weil das beim Igel- und Eichhörnchenschnüffeln eingeschleppte Viehzeug dazu tendiert, MICH eher zu beißen als den Hund. So war's auch diesmal wieder: am Terrier nichts zu sehen, ich hatte dafür diese irre juckenden Punkte am Bein - da war dann klar, wer zu Besuch gekommen war...

    Es klingt schon sehr nach Flöhen, die haben jetzt im Spätsommer wirklich Hochsaison, aber es müssen nicht unbedingt Hundeflöhe sein. Die wirklich fiesen, winzigen, die Igel, Eichhörnchen & Co übertragen, sind oft sogar zu mini und schnell für den Flohkamm. Ich hab meinem Hund gerade nach ausgedehnten nächtlichen Kratzereien ein Spot-on verpaßt, obwohl ich keinen Floh gesehen hatte, und jetzt ist wieder Ruhe. Es waren also doch welche da.

    Wenn das nicht hilft - wie hoch ist denn der Fleischanteil in deiner Ration? Meine frisch fressende Hündin fängt zuverlässig an, sich ohne erkennbaren Grund zu kratzen, wenn der Fleischanteil im Futter zu lange über etwa die Hälfte geht - die kriegt also eindeutig Probleme mit zuviel Protein.

    Boah, ey - liegt sowas an der Hauptsaison, oder ist es eine Hiddensee-Spezialität?

    Wir haben die Lohmer Ecke ja eher als Hundeparadies erlebt, aber die ist natürlich durch den Steinstrand touristisch auch ziemlich "out" und die Leute da entsprechend locker - sieht das in sandigeren, volleren Ecken doch anders aus?

    Ich kenne inzwischen auch mehrere Kastraten, die mit einer läufigen Hündin genauso umgehen wie es intakte Rüden tun, einer davon so früh kastriert, daß er vorher noch nicht mal das Bein gehoben hatte.

    Ich würde das einfach als Beleg dafür werten ,daß Sexualverhalten sich nicht schlicht mit den Klöten wegscheiden läßt, sondern ebenso im Gehirn verankert ist - beim einen mehr, beim anderen weniger intensiv.

    Übrigens, nur so am Rande: die "rüdigste" Hündin, die ich bisher hatte, stammt aus einem reinen Mädelswurf...