Beiträge von terriers4me

    Ganz ehrlich? Ich würde das nur machen, wenn du mit der Züchterin rundum sehr, sehr auf einer Linie liegst, sonst ist das Konfliktpotential einfach zu groß.

    Ich mache ein bißchen sowas Ähnliches, indem ich ab & an mit einer Freundin gemeinsam Pferde züchte. Bei uns geht's seit 15 Jahren und 3 Pferde-Generation gut, aber wirklich NUR, weil wir im Grundsatz so sehr einer Meinung sind und uns dann über alles andere gut verständigen können.

    Ansonsten, wie gesagt, ist das Potential für Reibereien endlos. Das fängt beim Finanziellen an und gipfelt im Grundsätzlichen. Wie, zum Beispiel, würde es dir damit gehen, wenn die Züchterin später "deine" Hündin, an der du wahnsinning hängst, zu einer dir total unpassenden Zeit von einem Rüden belegen lassen wollte, den du schlichtweg grauenhaft fändest? Und wie käme sie damit klar, daß du dich gegen einen Plan stellen würdest, der ihr sehr am Herzen liegt? Und so weiter...

    Sowas ist schon eine Entscheidung, die man sehr gut und sehr weit überdenken sollte.

    Gewerbeaufsicht? Finanzamt?

    Aber vermutlich wirst du verdammt wenig machen können, weil jeder das Recht hat, im Urlaub seinen Hals zu riskieren. Ich kenne das Problem aus eigener Erfahrung: Wir haben jahrelang alles mögliche im Kielwasser eines großen Ponyhofes eingesammelt, von gestürzten Reitern bis hin zu entlaufenen Rindern. Was da an Lebensgefährlichem abging, war allgemein bekannt - ernsthaften Ärger bekommen haben die erst roundabout 40 Jahre später nach dem Fackelritt-Unfall, der vor zwei Jahren bundesweit Schlagzeilen gemacht hat. Und inzwischen ist sicher längst wieder business as usual.

    Insofern: Ich weiß, wie ätzend sowas ist und drück dir sehr die Daumen - aber ich fürchte, du hast da wenig Chancen!

    Ja, Terrier fürchten sich ja gern mal nach vorne, und insofern war sie wohl fest entschlossen, dem schwarzen Schatten, der ihr da plötzlich im Flur entgegenkam, mal ernsthaft die Meinung zu sagen...

    War in dem Moment wohl echt etwas peinlich, weil das Kleinteil so dermaßen loslegte, aber hinterher haben natürlich alle gelacht.

    Nein, in solchen Begriffen kann sie nicht denken. Sie sieht da einfach einen fremden Hund - das ist nun mal aufregend.

    Unser Welpe hat das erste Ganzkörper-Spiegelbild, das er zu sehen kriegte, übrigens angekläfft wie rasend. War meinen Eltern etwas peinlich, weil's in der Diele von Bekannten war, die sich ohnehin eher vor Hunden fürchteten....

    Wir hatten vor Jahren selbst einen Dreierwurf, zwei Rüden, eine Hündin - und die Hündin wuchs so "feminin" heran, wie es eine Hündin nur sein kann.

    Meine jetzige Hündin stammt aus einem Zwei-Mädel-Wurf und ist die bisher "rüdigste" Hündin, die ich je hatte. Ihre Vorgängerin wiederum war auch die einzige Hündin im Rüden-Wurf und absolut feminin - also könnte ich diese Verallgemeinerung eher nicht bestätigen.

    Hallo Melanie,

    erstmal: es tut mir ganz entsetzlich leid, was ihr da gerade durchmacht - das ist die grausamste Zeit im Hundehalter-Leben, und wie mies es dir dabei gerade geht, werden dir hier sicher sehr viele wirklich nachfühlen können.

    Trotzdem würde ich dir auch raten, den Hund nicht auf Biegen und Brechen festhalten zu wollen, leider aus ganz bitterer Erfahrung. Meine erste, heißgeliebte Hündin starb vor Jahren auch an einer schnell fortschreitenden Herzinsuffizienz und Wasser in der Lunge. Heute, nach mehrere Abschieden, weiß ich, daß sie die "ich will nicht mehr"-Zeichen deutlich gegeben hat - aber ich habe sie nicht verstanden. Leider habe ich mehr auf die Tierärztin, die mir immer noch ständig Hoffnung gemacht hat, als auf den Hund gehört. Ich wollte wohl einfach nicht verstehen: mein Hund war doch erst zwölf, erst seit vier Wochen krank, vorher immer fit gewesen, es MUSSTE doch Hoffnung geben...und so weiter.

    Der Preis war dann entsetzlich, und meine Hündin hat ihn bezahlen müssen: Sie ist, nachdem wir abends noch zum Abhören gewesen waren, über eine ganze Nacht hinweg qualvoll erstickt. Es war kein TA zu erreichen - und sie starb dann genau in dem Moment, in dem der erste morgens das Telefon abnahm...


    Weshalb ich dir das überhaupt erzähle? Weil du es besser machen kannst, so hart das für dich ist. Wenn die Lage wirklich hoffnungslos ist, erspar deinem Hund so etwas und laß ihn lieber einschlafen, bevor er sich richtig grausam quälen muß - und Atemnot ist grausam.

    Ein gnädiger Abschied ist leider das letzte große Geschenk, das du einem todkranken Hund noch machen kannst - alles andere ist ja längst entschieden. Ich denke, du wirst da das Richtige tun - und ich wünsch dir wirklich alle Kraft der Welt dazu!

    Ich hab mir diese Adapter übrigens auch ursprünglich angeschafft, weil mir die Geschirr-Variante mit der Schlaufe um den Gurt viel zu unsicher war und der Welpe damit prima vom Sitz fallen konnte. Das Praktische ist daß man so ein Geschirr an sich damit gut weiterbenutzen kann: einfach den Adapter-Haken in den oberen Wirbel am Geschirr klinken, die gewünschte Bewegungsspielraum-Länge einstellen, und fertig.

    Genau, die hab ich gemeint.

    Benutzen wir auch oft, wenn der Hund in fremden Autos mitfährt. Ich hab übrigens für knapp acht Kilo Hund die Großhunde-Variante, weil die vergleichsweise viel stabiler ist, und die kann man auch sehr kurz einstellen. Sowas sollte auch gut einen Bully halten. Falls der Gurt zu lang ist, findest du sicher einen Sattler oder Schuster, der ihn dir einkürzt und fest vernäht.

    Die Dinger sind wirklich superpraktisch, wenn man nichts Festes einbauen kann. Ein Hund auf jeder Seite der Rückbank fixiert, und es müßte zumindest im Auto Ruhe sein.