Wie lange ist er denn schon zurück? Vielleicht ist er von all der Wechsel-Aufregung hin und zurück einfach erstmal total platt und möchte ein paar Tage bloß noch schlafen und sich neu sortieren - so ähnlich wie ein Kind nach einem anstengenden Urlaub?
Beiträge von terriers4me
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Nicht, daß wir uns mißverstehen: Mit angekündigt & informativ hätte ich auch keinerlei Problem, zumal ich mich vermutlich total freuen würde, mit gleich Verrücken ausgiebig "Hund" reden zu können. Die dürften dann auch gerne skurril sein, das bin ich vermutlich selber.
Aber, wie gesagt: Bei der Kombination von "unangekündigt" und "Kontrolle" als verbrieftem Recht für Wildfremde krieg ich echt eine Bürste und würde mich auf Abmachungen, sie sowas enthalten, niemals einlassen.
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"dass in den ersten Wochen/Monaten eine unangemeldete Kontrolle stattfindet. So weit ja kein Problem"
...für mich wäre das schon ein GEWALTIGES Problem. Unangekündigt in meine Wohnung latschen dürfte nicht mal der Amtstierarzt, von irgendwelcher "Kontrolle" ganz zu schweigen.
Das Recht gesteh ich dann doch nicht per Vertrag völlig Fremden zu, Leuten, über die ich absolut nichts weiß - nur weil ich von denen einen Hund gekauft habe...? -
Nein, es heißt nicht, daß sich eine "enge" Linie unbedingt durchsetzt, aber man züchtet natürlich genau deshalb eng, weil die Vererbungs-Chance dann doch sehr viel größer ist: Vererbungssicherheit ist bei Linienzuchten der eigentliche Sinn der Sache.
Theoretisch ist es ja auch logisch: je öfter eine bestimmte, gewünschte Eigenschaft immer wieder auftaucht, desto größer ist die Chance, daß im Gen-Roulette bei der Zeugung genau diese gewünschte Eigenschaft getroffen wird und in der Nachzucht hochkommt. Um das zu erreichen, hat man die genetische Vielfalt ja extra per Linienzucht eingeengt.
Ein Topbeispiel für sowas besitze ich selbst: meine alte Islandstute, deren Inzuchtkoeffizient jedes Königshaus vor Neid erblassen ließe. Die ist bis zu einem Punkt ingezogen, der uns die Haare hochstehen ließe, in Island aber als total normal galt. Die haben sich vor den negativen Inzucht-Wirkungen nämlich jahrhundertelang damit geschützt, daß sie die Produkte schlicht aufgegessen haben.
Übrig blieben die besonders Fitten, Vererbungssicheren, und meine Stute ist so eine: egal, mit wem du die angepaart hast, gewisse Familieneigenschaften waren beim Fohlen immer da. Was natürlich für jemanden, der beim Züchten nicht aus den Vollen schöpfen kann, phantastisch ist.
Aber den Nachteil so enger Zucht zeigt diese alte Dame eben, wie sehr viele Isländer, ebenfalls: das Immunsytem ist nicht das Allerbeste, infolgedessen hat sie hier in Deutschland Sommerekzem (eine Allergie).
Sowas ist also immer zweischneidig und heikel, zumal du ja mißratene Hunde schlecht per Teller entsorgen kannst. Wer sich auf sowas einläßt, muß seine Linien schon sehr genau kennen, wissen, wie weit er gehen kann, und vor allem seine Hunde regelmäßig per harter Arbeit prüfen können, um Schwächen schnell zu erkennen. Verlangt also noch deutlich mehr Einsatz und Geld als Hundezucht es ohnehin schon tut.
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amanhe,
klingt schön, das Problem ist nur: Es GIBT keine fehlerfreien Tiere!
falbala,
ja, hat es - der war bei der Hündin deutlich höher, und zu erwarten gewesen wäre da Nachwuchs im "Zwingertyp", rot, rauhhaarig und ähnlich genaut wie die Mutter. Praktisch hat das aber so funktioniert:Der hier:
http://www.rednock.com/?page_id=1210
...plus die hier:
http://www.rednock.com/?page_id=912
...ergaben dann die hier:
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Bei meiner Hündin sind zwei durchgezogene Linien aufeinandergetroffen, die Mutterlinie ist sogar noch deutlich enger gezogen als die des Vaters. Hätte sich also theoretisch stärker durchsetzen sollen, aber was kam in unserem Fall raus? Ein Klon des Rüden, sowohl im Aussehen als ganz extrem im Wesen. Wenn man Vater & Tochter vergleicht, sind die so identisch, daß kann man sich überhaupt nicht vorstellen kann, daß da überhaupt noch eine Mutter im Spiel war. Irre!
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Genau das ist die Frage, die ich bei diesem ganzen Themenkomplex besonders heikel finde: Woher ziehen eigentlich all diese Vor- und Nachkontrolleure ihr Recht dazu, sich ins Privatleben anderer einzumischen? Wer ernennt sie? Wer überprüft ihre Kompetenz? Wer gibt ihnen das Recht?
Letzeres ist natürlich einfach zu benantworten: das Recht gibt ihnen allein der Interessent. Aber warum? Was veranlaßt einen da eigentlich, Leuten, die man nicht kennt und deren Kompetenz man erstmal überhaupt nicht beurteilen kann, so weitgehende Rechte einzuräumen - darunter ja auch das, Eigentümer des Hundes zu bleiben, um den man sich kümmern will?
Zugegeben, ich habe "meiner" Züchterin auch einige Fragen beantwortet, die ich mir von Fremden normalerweise verbitte. Aber da lag die Situation auch ein bißchen anders: da hatte ich mich vorher eingehend erkundigen können, es gab Referenzen und einen jahrzehntelangen Ruf - und damit hatte sie in meinen Augen das Recht, sich genau zu erkundigen, wem sie ihre Welpen anvertraut. Und vor allem: danach war's mein Hund. Punkt.
Woher weiß ich aber, daß selbsternannte Tierschützer dieses moralische Recht ebenfalls haben? Daß sie so kompetent sind, daß sie kraft dieser Kompetenz nicht nur Sachleistungen (Pflegeplatz) von mir verlangen, sondern zusätzlich noch persönliche Auskünfte und Kontrollrechte? Die mir aber im Gegenzug nicht mal so viel Vertrauen entgegenbringen, gravierende Entscheidungen über den Hund treffen zu können, um den ich mich da gratis und franko kümmere, der mir aber jederzeit nach Belieben wieder weggenommen werden kann?
Mich persönlich würde dieses System, dieser Dschungel an Unüberprüfbarkeiten und Selbsternannten, absolut davon abhalten, meinen Hund auf diesen Weg zu beziehen oder einen in Pflege zu nehmen. Daher würde es mich wirklich um so mehr interessieren, weshalb man sich auf sowas einläßt?
Und, entsprechend dem Topic: Nach welchen Kriterien sucht die Pflegestelle eigentlich die Organisation aus? -
Normalerweise prägt der Elternteil stärker, der stärker auf einen bestimmten Typ oder bestimmte Eigenschaften gezogen ist, weil's nun mal wahrscheinlicher ist, daß über Generationen fest in der Ahnenreihe verankerte Gene dann wieder auftauchen - in deinem hypothetischen Fall wäre es also die Vaterlinie.
Ändert aber nichts daran, daß die Hälfte des Erbguts trotzdem von der Mutter stammt, und daß der Vererbungs-Zufall immer mit im Spiel ist - insofern kann man nur möglichst passend zusammenstellen und aufs Erwünschte hoffen.
Das mit dem Ausgleichen kann übrigens nur klappen, wenn einer der Partner die Schwäche des anderen durch Perfektion im selben Punkt wettmachen kann - NICHT etwa durch eine entgegengesetzte Schwäche!
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Was ich an Millan absolut, total und uneingeschränkt Klasse finde ist, daß er der Kundschaft jedes Mal deutlich sagt: "It's not a human, it's a DOG!" - aber die Folgerungen, die er daraus zieht, sind dann, vorsichtig ausgedrückt: eher nicht so meins.
So geht's eigentlich durch: total zustimmenswerte Ansätze, vor allem in dem Buch, das übrigens deutlich nachvollziehbarer ist als die Shows. Aber die Umsetzung fällt meist eher unter "muß nicht sein". Schönes Beispiel: mit einem Hund rauszugehen, ist tatsächlich das Nonplusultra - das könnte man nicht richtiger sagen (Schlimm genug, daß es überhaupt einer sagen muß!)Am strammgezogenen Würger wär's das für mich aber eher nicht.
Schon irgendwo schade, denn die "dog handling skills", um das auch anders hinzukriegen, hätte Millan sicherlich - aber das ginge natürlich auf Kosten der Show: wenn der Guru kommt, muß die Wunderheilung schließlich schnell gehen.
Worum es wirklich geht in dieser Show, zeigt die Ankündigung für die aktuelle (und übrigens letzte) Staffel ganz wunderbar: da ist deutlich mehr von schnellen Autos, tollen Locations & noch tolleren Stars die Rede als von den Hunden:
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Ich halte den Getupften auch für angemalt - diese Überschneidung von Tupfen und Pigmentflecken sieht total unecht aus. Wenn schon, denn schon: das wär doch mal eine wirklich krasse Fehlfarbe: