Du bist dir sicher, daß das "nur" Streß ist und nicht vielleicht eine starke Reaktion auf Grasmilben, die gerade reichlich unterwegs sind, oder sonstwas, was sie in die Pfoten beißt? Oder eine andere Allergie - Gräserpollen, Futter oder gottweißwas? Eine mitgebrachte Hautkrankheit, die unter Streß aktiv wird? Es gibt wirklich massenhaft Auslöser, die ich erstmal abklären lassen würde, bevor ich's unter Streß abhake - einfach, um euch beiden Umwege zu ersparen.
Beiträge von terriers4me
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Unser intakter Rüde hat in fast 15 Jahren genau einmal in der Wohnung zu markieren versucht: da hatten wir eine Katze in Pflege, und nachdem er sich beim Fressen mit der gekloppt hatte, wollte er tatsächlich hinterher den Herd über dem Futternapt markieren. Er hat allerdings auf einen empörten "SPINNST DU?!"-Brüller hin mit erhobenem Bein innegehalten und es nie wieder versucht.
Ich kenne auch sonst keinen Rüden, der sowas regelmäßig getan hätte. Ausnamen, die diese Regel bestätigen, kamen höchstens mal nach Rüdenbesuchen im eigenen Revier vor, vor allem, wenn in diesem Revier auch noch eine "eigene" Hündin lebte - dann war der Drang, das Eigentum zu markieren, manchmal doch zu stark.
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Es gibt da ein Patentrezept: Nimm dir eine Arbeit vor, die a.) sehr wichtig, b.) sehr kniffelig, c.) sehr eilig und d.) für jemanden bestimmt ist, bei dem die Auskunft "Ich hab Ihren Kram leider nicht pünktlich fertig, weil ich meinen Hund bespaßen mußte" überhaupt nicht gut kommt. Dann mußt du den Hund nämlich zwangsweise sehr konsequent ignorieren, und ihr lernt beide fix, Spaß- und Ruhezeiten zu unterscheiden.
OK, man kann da nicht alles haben, aber es läuft wirklich grundsätzlich auf dasselbe raus: WENN du dich entschließt, den Hund zu ignorieren ,dann steh dahinter und nimm deine Gedanken weg von ihm. Machst du sowas nach dem Motto: "Aaach, mein armes Baby! Wie grausam - hoffentlich kriegt er jetzt kein Trauma? Hoffentlich kläfft er nicht gleich wieder los...Und wie süß er gerade wieder GUCKT..." müßte dein Hund schon enorm blöde sein, um nicht zu merken ,daß er deine Aufmerksamkeit in Wirklichkeit sehr wohl noch hat und bloß energisch eine Schippe drauflegen muß, bevor du ihn wieder aktiv bespaßt. Und Hunde sind nun mal alles andere als blöde. Insofern kann ich mir auch nicht vorstellen, daß diese krampfige gewollte Ignoriererei viel bringt, und wenn du das wochenlang so machst.
Es ist einfach eine total künstliche, für den Hund auch nicht durchschaubare Situation - welche Schlüsse soll er daraus ziehen? Ich hab viel bessere Erfahrungen damit gemacht, daß "Mensch ist zwar da, aber nicht dauerverfügbar" für den Welpen einfach ein ebenso selbstverständlicher Teil des Alltags wurde wie Fressen und Ausgehen.
Lief von Tag 1 an so, daß es (Arbeits-)zeiten gab, in denen der Zwerg schlafen oder sich mit sich selbst beschäftigen mußte. Platz zu meinen Füßen und reichlich zu knabbern war da, ich hab den Kleinen zu nichts gezwungen, er konnte hingehen, wo immer wollte - es gab eben nur absolut keine Bespaßung von mir. Er durfte mir auch gern mal am Bein hochkommen, dann gab's eben ein paar nette Worte, und anschließend hab ich ihn mit einem freundlichen "jetzt nicht" weggeschoben und einfach weitergemacht. Freundlich ist da wichtig, du willst den Kleinen ja weder bestrafen noch hochdrehen, du bist nur gerade unerbittlich langweilig - bis zur nächsten Spaßphase, deren Beginn aber DU vorgibst, nicht der Hund.
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Ich denke, es wird sich bald normalsieren, das wäre meine geringste Sorge.
Das Problem ist wirklich nur, daß ihr euch wegen der Extrem-Zerbrechlickeit des Zwergs zunindest über die nächsten Monate hinweg möglichst keinen Ausrutscher leisten dürft. Da würde ich nochmal in Ruhe überlegen, ob ich das gewährleisten kann, sobald der Kleine selbst älter und selbst wilder wird - das ist wirklich nicht ohne. Solange die Hündin daran "denkt", daß sie einen Mini vor sich hat, wird sie deiner Schilderung nach sicher aufpassen - das Problem werden wilde Spiele, bei denen sie ihn treten oder überrennen könnte.
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Wenn sie im Umgang mit dem Mini ruhig ist, würde ich sie auch unter Aufsicht machen lassen und davon ausgehen, daß sie sich nach ein paar Tagen von selbst an den Zuwachs gewöhnt. Aber eben enorm aufpassen, wenn der Kleine anfängt, so so heftig anzuspielen, daß sie drauf einsteigt.
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Das ist wirklich ein hochgradig gefährliche Kombi, die ihr euch da ausgesucht habt, jedenfalls für die nächsten Monate. Es leider kein Stück, daß die Große so freundlich ist. Eher im Gegenteil: Nettigkeit ist für den Zwerg genauso lebensgefährlich wie Aggression: Ein Welpe braucht sechs Monate, bis seine Hüften verknöchert sind. Im Moment ist da alles noch knorpelig weich, und ein spielerischer Pfotenschlag der Großen, ein tapsiges Drauftreten würden reichen, um einem solchen Winzling diese weichen Knochen zu brechen. Mein Terrier war in dem Alter schon ein Stück kräftiger, trotzdem hat mich die Züchterin für dieses erste halbe Jahr sehr eindringlich vor Gekasper mit tapsigen Großen gewarnt.
Und deine Große ist selbst ist ja erst halberwachsen, von der kannst du wohl kaum rund um die Uhr perfekte Sebestbeherrschung verlangen. Daß sie jetzt über den Neuzugang im einenen Revier furchbar aufgeregt ist, ist ganz normal, und als Lösung dieses Dilemmas fiele mir gerade nur Beaufsichtigen rund um die Uhr ein. Auch wenn ich mir weder vorstellen kann, wie sowas praktisch machbar sein sollte.
Selbst das würde aber keine absolute Sicherheit bieten: Ein freundliches Überrempeln, wenn die Große doch mal altersgemäß schnell aufdreht, und schlimmstenfalls ist so ein Winzwelpe Geschichte. -
Da kann man euch nur gratulieren, so ein toller großer "Onkel", der weiß was er tut, ist wirklich das allerbeste, was einem Welpen passieren kann. Nicht nur, weil die so nett spielen, sondern auch, weil die so gut erziehen können - nomalerweise stünde der Kleine jetzt ja eh unter der pädagogischen Obhut seines Vaters.
Wir haben unseren Onkel daher extra ausgeliehen, und ich wäre auch nie auf die Idee gekommen ,dazwischenzugehen, wenn er mal etwas lauter zur Sache ging.
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Für die Erwachsene ist der Große heute noch eine Mischung aus Übervater und Popstar - und wie sie an die Beute kommt, weiß sie natürlich längst:
Externer Inhalt img5.fotos-hochladen.netInhalte von externen Seiten werden ohne deine Zustimmung nicht automatisch geladen und angezeigt.Nur das mit dem Fressen aus einem Napf würde ich nicht zulassen, einmal, weil das später wirklich mal kippen könnte - zum andenre haben auch die geduldigsten großen Onkel mal ein bißchen Ruhe und Privatsphäre verdient.
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Mein erster Rassehund war ein Airedale (aus einer DDR-LZ-Linie), und den hab ich als sehr gesund, unproblematisch und robust erlebt, weiß allerdings nicht, ob diese Linien heute, 15 Jahre später, noch so fit sind.
Die Voraussetzungen müßten da aber eigentlich gut sein: normale "Wolfsgröße", keine Übertreibungen in irgendeine Richtung, Hunde, die noch arbeiten können, und vor allem: lange nicht mehr Modehund gewesen!
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Im Schlafzimmer möchte ich die Hunde haben, weil ich ihre Gesellschaft mag, im Bett aber nicht. Das hab ich genau so lange durchsetzen können, bis die Russells kamen, die in ihrem Kontaktbedürfnis ja dermaßen speziell sind, daß selbst beinharte Jagdhundehalter-Machos dazu raten, die ins Bett zu lassen. ("He needs it")
Die haben mich also breitgeschlagen, Welpen würde ich wg. Kontaktliegens erstmal ins Bett nehmen, aber einen großen erwachsenen Hund könnte ich mir da bis heute nicht vorstellen,erst recht keinen langhaarigen - das wär einfach nicht meins.
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Dieses Rätseln, was denn nun bei einer bestimmten Paarung rauskommen wird, ist ein Riesenspaß und wird natürlich erst richtig toll, wenn die Hündin tragend ist. Das Schöne ist ja: man liebt das "Produkt" nachher ohnehin, und auf dieser Grundlage läßt sich dann sehr genußvoll spekulieren.
Aber wenn's bei dir schon um einen praktischen Welpen geht und der Kontakt zur Züchterin bereits besteht, ist es doch praktisch eigentlich recht einfach: Dann meldest du dich im Fall des Falles so früh für den Wurf an, daß du die Auswahl hast, und bittest die Züchterin, die die Zwerge ständig beobachten kann, dir ohne Rücksicht auf Geschlecht und Aussehen den/die Welpen vorzuschlagen, die dem Vater, also deinem Traumhund, ihrer Meinung nach am nächsten kommen werden.
Dann hast du beim Aussuchen schon mal kompetente Hilfe in Richtung deines Wunschtraums - den Rest schreibt euch dann sowieso das Leben...