Nimm euch beiden bloß erstmal den Druck raus: Warum sollte sich jeder Hund über jeden fremden Menschen freuen?
Meine Hündin kommt nicht aus dem Ausland, ist seit der neunten Woche hier, und ihre schlechtesten Erfahrungen mit Menschen beschränken sich auf das "ach wie süüüß"-Getatsche in der Fußgängerzone. Trotzdem möchte sie mit aufdringlichen Fremden schlicht nichts zu tun haben, sondern ist da ängstlich und nimmt blitzschnell Sicherheitsabstand. Ich möchte überhaupt nicht wissen, wie viele Leute sie für diese Sätze samt Wegziehen an der Leine schon für mißhandelt oder schwer traumatisiert oder sonstwas gehalten haben - es interessiert mich nämlich nicht.
Ich gebe mich tatsächlich damit zufrieden, daß sie mit denen ,die nicht sofort nach ihr greifen wollen, sehr schnell und freundlich von selbst Kontakt aufnimmt, also nicht grundsätzlich menschenscheu ist. Ansonsten sage ich wirklich "so ist sie nun mal" und gestehe ihr das Recht zu, sich Aufdringlichkeiten zu entziehen. Ich möchte auch nicht von jedem angetatscht werden, warum soll mein Hund also unbedingt Fremde mögen?