Ertstmal: Es tut mir so leid, dass ihr jetzt vor dieser schwierigsten Entscheidung im ganzen Zusammenleben steht, und ich wünsche dir alle Kraft dafür!
Ich stehe ja mit meinem Hund im 16. Lebensjahr auch mal wieder vor der Frage, was sein wird wenn ihre im Moment noch verblüffende Kraft und Fitness nachlassen, und ich denke, das wird dann ganz schnell passieren.
Für mich ist, beim achten Hund und nachdem ich einmal den schrecklichen Fehler gemacht haben, zu lange zu warten, inzwischen klar, dass der Zeitpunkt da ist, sobald das Tier ernsthaft an Lebensqualität verliert. Egal, ob es noch frißt oder sowas. Das wäre bei meinem speziellen Hund wohl (von Schmerzen & Co abgesehen), eventuell schon der Moment, wenn die geliebten Spaziergänge mit Galoppstrecke nicht mehr gingen und der Hund mir deutlich zu verstehen gäbe, dass er unter der eigenen Einschränkung schwer leidet.
Aber, und das macht es ja auch in deinem Fall so schrecklich schwierig: beurteilen kann das letztlich niemand als das Tier und man selbst, und man selbst möchte den geliebten Hund doch so gerne behalten....wenigstens noch ein bißchen....
Mir hat da unsere TÄ mal sehr geholfen, als sie beim krebskranken Terrier ganz nüchtern gesagt hat: "Denken Sie daran, besser kann es für Kümmel nicht mehr werden. Nur schlimmer." Das rückt die Dinge sehr zurecht, finde ich, und hilft einem bei der schweren Entscheidung, die pro Hund oft so gemein contra die eigenen Wünsche geht...
Nochmal: Ich wünsche euch alle Kraft und alles Gute - aber ich denke, am Ende wird es Kaya sein, die dir zeigt, wann sie genug hat, und du wirst sie verstehen.