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und mir fällt jetzt wirkliche keine Situation ein wo die Größe ein richtiges Problem dargestellt hat.
So dachte ich früher auch, nachdem ich viel mit richtig Großen zu tun gehabt, das nie als Problem gesehen hatte und die Dogge als Zweithund fest geplant war.
Aber dann wurde mein nur mittelgroßer Ersthund, 25 Kilo, schwer vergiftet und kämpfte zwei Monate ums Leben. Nachdem ich das arme Tier dabei mehrmals täglich über eine steile Treppe im Haus gewuchtet hatte (Laufen mit Unterstützung ging nicht mehr, und der arme Hund wollte absolut nicht mehr aus meiner unmittelbaren Nähe), war ich, obwohl noch jung und fit, körperlich ziemlich am Ende. Danach war nicht nur mein Airedale tot, sondern der Doggenwunsch erst recht. Ich habe mir hoch und heilig geschworen, dass hier nur noch handlich und klein ins Haus kommt.
Und wie es der Zufall so will: mein nächster Hund, mein erster Russell, erkrankte später an SARDS, erblindete blitzschnell und stand monatelang so furchtbar unter Schock, dass Einschläfern ernsthaft im Raum stand. Den kleinen Hund konnte ich dadurch beruhigen und unterstützen, dass ich ihn beim Arbeiten auf den Schoß nahm, und so kamen wir durch, bis es besser wurde. Wie ich sowas mit einem Riesen hätte hinkriegen sollen, wie eine blinde Dogge über eine steile, nicht absperrbare Treppe, weiß ich nicht.
Kurz: Auch wenn man den Alltag eigentlich gut gemeistert kriegt, der kann sehr viel schneller zu Ende sein, als man es sich je hätte träumen lassen. Und dann zählt unter Umständen wirklich jedes Kilo.