Beiträge von terriers4me

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    Was ich halt komisch finde - solche Kauknochen gibt's ja nicht erst seit gestern, also warum sollten die erst jetzt sowas verursachen?

    1999 wurde mein Hund vergiftet, und eine der erste Fragen in der Klinik war die, ob das Tier Zugang zu Trockenkauartikeln, vor allem zu gebleichten, gehabt hätte. Die hatten wohl damals gerade eine ganze Serie von Hunden mit schweren neurologischen Ausfällen gehabt, die sich am Ende auf solichen Kaukram zurückführen ließen. Der mir übrigens seitdem nie mehr ins Haus gekommen ist.

    Bei meinem quirligen, sprittigen Terrier war "laß sie in Ruhe" letztlich das beste Rezept. Damit kam sie im Haus ebensoschnell von selbst runter, wie sie draußen hochfuhr.

    Hätte ich angefangen, Ruhe gezielt zu verlangen, hätten wir uns beide garantiert nur immer weiter hochgedreht. So wußte sie: Spaziergang beendet, drinnen findet nichts statt, verlangt wird ebenfalls absolut nichts mehr - und ging dösen.

    Weder noch, das ist ein Parson aus jagdlicher Zucht. Spätfolge einer engen Freundschaft mit einem Jagdterrier, der mich mit seinesgleichen schwer angefixt hat - nur dass mir ein DJT in (meiner) Privathand eine Nummer zu heavy ist. Insofern ist es hier die weichere Terrier-Variante geworden.

    Kommt bei euch das "uralt und fast tot" auch regelmäßig auf dem Nachhauseweg? Ich habe erst sehr erschrocken gedacht, ich hätte die Greisin überanstrengt, bis mir irgendwas komisch vorkam ich mal probehalber wieder in Gegenrichtung gegangen bin. Und siehe da: Dann saust sie sofort wieder im Galopp voran. Klappt zuverlässig. Und sie scheint dann ja nicht der einzige Terrier zu sein, dem der Rückweg auf die Laune schlägt?

    Ich hab letzte Woche auf die Frage wie alt meine (sichtbar sehr alte!) Erbse ist, wahrheitsgemäß "Fünfzehneinhalb" geantwortet und die pikierte Antwort bekommen: "Verarschen kann ich mich alleine!"

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    Mein unvergeßlicher Jagdterrier-Freund von früher hat es übrigens auf neunzehndreiviertel Jahre gebracht und an seinem letzten Lebenstag noch den Briefträger gebissen.

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    Für manche Hütehundartigen gibt es - wenn sie sich frei entfalten dürfen und ihre Instinkte nicht in entsprechende Bahnen gelenkt werden - nichts Befriedigenderes, als Bewegungsreize (eben z.B. durch Zwicken) auszulösen nur um diese dann wieder mehr oder weniger heftig und 'korrigierend' unter ihre Kontrolle zu bringen

    Genau so wirkt die Beschreibung auf mich: Junghund hat Langeweile/Frust, Junghund versucht, mit dem rassetypischen Repertoire dafür zu sorgen, dass Leben in die Bude kommt. Erstmal nur probehalber, um zu sehen ,was passiert, wenn...Mein kleiner Terrier hätte da mal eben knurrend mein Hosenbein angeschüttelt, der Aussiemix schnappt eben..

    Bei mir würde das enden mit: Junghund kriegt echten, ("authentischen"), unvergesslichen Anschiß, statt von den Kindern getrennt zu werden, und kapiert, dass Zähne in Kindern unter allen Umständen TABU sind. Der ist ja offensichtlich nicht doof. Und in Zukunft kriegt Junghund anderswo Rassetypisches zu tun - was das allerdings bei dieser Kreuzung sein sollte, weiß ich aber auch nicht so recht.

    Wenn das die einzige Quelle für die "Straftat" oder Glorias Verschwinden ist, würde ich das nicht als allzu seriös betrachten:

    Schwer verletzter Wolf in Schermbeck?: Naturschützer schalten die Staatsanwaltschaft ein
    Schwer verletzter Wolf gesichtet? Die NABU-AG vermutet eine Straftat und hat die Staatsanwaltschaft eingeschaltet.
    www.dorstenerzeitung.de

    Wenn ich mich nicht sehr irre, ist Gloria aus dieser Ecke schon mehrmals mit viel öffentlichem Drama als " verschollen ,weil kriminell gewildert" beklagt worden - und jedes Mal mit einme Riß wieder aufgetaucht. Die ist wohl eher ausgeprägt kamerascheu ,was zu einem derart cleveren und inzwischen sehr erfahrenen Tier ja auch durchaus passen würde.

    Ich würde es den Betroffenen ja sehr wünschen, endlich zur Ruhe kommen zu dürfen, glaube das aber nicht so ganz. Erstmal klingt das nach der nächsten Runde Bauern/Jäger/Tierhalterbashing durch die üblichen Verdächtigen, aufgehängt an dem gesichteten verletzten Wolf.

    Ich hoffe aber echt ,dass ich mich da irre und 1.) diese Schreckensherrschaft vorbei ist, und vor allem 2.) das "technische" Wissen dieses Rudels nicht endlos weiter verbreitet werden kann - der Gloria-Nachwuchs hat ja nun wirklic hgenug angerichtet.

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    tue ich mir schwer zu entscheiden dass ihr Leben vorbei ist.

    Das IST leider längst entschieden: Sie ist am Ende angekommen. Du kannst nur noch den letzten Weg bestimmen - ruhig mit ärtzlicher Hilfe oder grausam durch die fortschreitende Krankheit. Sehr, sehr traurig, aber auch ein Riesenprivileg, einem geliebten Tier wenigstens so noch helfen zu können.

    Meine Hündin hat sich dieses Frühjahr mit fast 15 Jahren noch den Lebenstraum erfüllt, blitzschnell eine richtig schön fette Ratte zur Strecke zu bringen. Seitdem hat sie leider jedes Interesse an künstlichem Spielzeug verloren. Total. Na gut, ein Tennisball wird nochmal auf Aufforderung apportiert, aber insgesamt will sie nur noch "the real thing".

    Womit ich natürlich aus dem Markt raus bin. Ich kann ja schlecht in die Zoohandlung gehen und fragen. "Hätten Sie vielleicht mal.....?"

    OK, ich wollte ja einen Terrier. Immer. Habe nur nicht geahnt, dass die noch in so hohem Alter derart eigenwillige Spielzeugvorstellungen entwickeln können.