Nun ja...*hüstel*..Pferde züchte ich auch schon ein bißchen länger, und die Haflinger-Araberkreuzungen sind in einer Hinsicht ein gutes Beispiel: Du erinnerst dich sicher, wie viele dieser Ponys in den ersten Generationen wegen genau der Temperaments- und einiger körperlicher Probleme früh zum Schlachter gegangen sind, bis da ein akzeptables Ergebnis erreicht war?
Davon abgesehen: Zwischen dem erwähnen Arabohaflinger und dieser unseligen Mops-Russell-Kreuzung gibt es DEN ganz entscheidenden Unterschied:
Sowohl Araber als auch Haflinger haben noch einen ganz normalen, funktionierenden Pferde-Körper. Insofern ist gewährleistet, daß die Kreuzungen, wie immer sie sonst ausfallen, noch normal atmen, laufen und fressen können. Diese Kreuzungen könntest du also mit dem weiter oben im Thread erwähnten Münsterländer-Bordercollies vergleichen: Nicht gerade glücklich, aber zumindest noch voll funktionsfähige Hunde.
Möpse sind das leider oft nicht mehr, das genau ist ja sogar der Vorwand für diese idiotischen Kreuzungen. Statt nun aber den Mops an sich zu verbessern oder ihm zumindest das Temperament zu lassen, das seinen Voraussetzungen über Generationen angepaßt war (zum Beispiel mit minimiertem Jagdtrieb), kreuzt man das genaue Gegenteil, einen Hochleistungsjäger ein - sperrt also oft hoch triebige Athleten in einen schon für ruhigere Hunde problematischen Körper.
Das entspräche nicht etwa einem Arabohaflinger, sondern einem hochtemperamentvollen Pferd, dem du einen entscheidenden Teil des Atemvolumens wegnimmst und dazu eventuell auch noch einen viel zu schweren Körper plus schache Beine verpaßt, heißes Temperament und extreme Bewegungsfreude aber beläßt Wenn du dich mit Pferden auskennst, kannst du dir das Ergebnis unschwer vorstellen - und für mich wäre sowas keine Geschmackssache, sondern bewußte Tierquälerei.
Und der Preis sagt da absolut überhaupt nichts. Diese beiden armen Kreuzungen hier waren deutlich teurer als jeder FCI-Mops oder Russell - deswegen sind sie kein bißchen weniger gehandicapt.