Das totale Austoben am Anfang findet NUR auf UNGEFÄHRLICHEM Gelände statt - und, ja, das haben wir hier.
Und mein Hund pusht sich da nicht stundenlang immer weiter hoch, sondern darf zwischendurch kurz Dampf ablassen und ist danach wesentlich besser ansprechbar. Die schlichte biologische Grundtatsache, daß Bewegung Spannung abbaut und dann das Lernen leichter fällt - übrigens auch die Ursache, aus der menschliche Schulkinder regelmäßig Pausen bekommen.
Daß du die (Schlepp)leine eben genau NICHT in dem Moment losmachen sollst, in dem der Hund hibbelt, versteht sich ja wohl von selbst. Du sollst ein geborenes Bewegungstier aber ebensowenig mit permanentem Gängeln in eine Lage bringen, in der es irgendwann schlicht hibbeln MUSS. Du schreibst es ja selbst: Der zappende Hund ist gefrustet - und im Dauerfrust lernt man bekanntlich nicht gerade willig oder erfolgreich.
Mit der unbestreitbaren Tatsache, daß Ruhe-Lernen für einen lebhaften Hund sehr wichtig ist, hat das Austoben-dürfen draußen übrigens absolut nichts zu tun. Es gibt einfach eine Zeit für alles, und das lernt auch ein Hund sehr schnell.
Und daß Freiheit Narrenfreiheit bedeuten muß, ist schlicht Blödsinn, wenn du's richtig machst. Mein jetzt anderthalbjähriger Terrier darf sich regelmäßig wild ausrennen und ist sogar dabei gut abrufbar, weil er's von Tag 1 an gelernt hat. Trotz reichlich Wildsichtungen ist er mir bisher komischerweise auch noch nicht ein einziges Mal durchgebrannt - obwohl er das bei all dem Freilaufen ja unweigerlich gelernt haben müßte?